Der Jubel um Léon Schäfers WM-Titel ist noch nicht verhallt, als in Paris das nächste Gold für Deutschlands Para-Leichtathletinnen und -Leichtathleten vor allem den Gewinner selbst fast sprachlos macht: Yannis Fischer ist mit 1,27 Meter sportlich der Größte.

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Yannis Fischer hat dem Deutschen Behindertensportverband bei der Para-Weltmeisterschaft der Leichtathleten überraschend die zweite Goldmedaille beschert.

Der 1,27 Meter große Kugelstoßer gewann in der Klasse der kleinsten Kleinwüchsigen die Konkurrenz mit 11,43 Metern. Bei den Paralympics im Vorjahr in Tokio hatte der 21-Jährige aus Singen noch Rang sechs belegt.

Yannis Fischer: "11,43 Meter ist absolut heftig"

"Das ist irgendwie komplett surreal. Ich kann es noch gar nicht glauben", sagte Fischer nach seinem Erfolg ein Jahr vor den Paralympics in der französischen Hauptstadt: "11,43 Meter ist absolut heftig. Ich hätte nie gedacht, dass ich so eine krasse Weite abrufen kann." Dass er das deutsche Team bei der WM als Fahnenträger ins Stadion von Paris führen durfte, sei "eine große Ehre" gewesen: "Das war mega schön und hat mir noch mal ein bisschen Motivation mitgegeben."

Fischer trainiert beim VfB Stuttgart gemeinsam mit Paralympicssieger Niko Kappel, der ihn am Wettkampftag lautstark anfeuerte und am Morgen danach in der Klasse der größeren Kleinwüchsigen bis 1,45 Meter Körpergröße antritt. 14 Stunden vor Fischer hatte Weitspringer Léon Schäfer die erste Goldmedaille für den DBS geholt. (dpa/hau)

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