Der Däne Allan Simonsen ist beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans gestorben.

Das teilten die Veranstalter auf ihrer Web-Seite mit. Nach einem heftigen Unfall mit seinem Aston Martin Vantage wurde der 34-Jährige mit lebensbedrohlichen Verletzungen geborgen und sofort in das Medizinzentrum an der Strecke eingeliefert.

"Wir sind in den Gedanken bei den Angehörigen und allen, die Allan Simonsen nahe gestanden haben", hieß es in einem auf der Homepage veröffentlichten Statement. Zur genauen Todesursache gab es keine Angaben.

Die genaue Todesursache Simonsens ist noch unklar. In einer Mitteilung des veranstaltenden Automobile Club de l'Ouest (ACO) hieß es lediglich, der 34 Jahre alte Vater einer kleinen Tochter sei kurz nach seiner Ankunft im Streckenkrankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.

Als Führender der GT-Am-Klasse war Simonsen bei seinem siebten Start in Frankreich in der dritten Runde bei leichtem Regen in die Leitplanke gekracht. Nach Angaben anderer Rennfahrer sind die GT-Fahrzeuge an dieser Stelle mit etwa 170 Stundenkilometern unterwegs. Streckenposten hatten ihn aus seinem Aston Martin geborgen. Der übertragende Sender Eurosport zeigte zunächst keine Bilder, auf der die Unfallursache zu erkennen war.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur "dpa" war Simonsen, ein erfahrener Rennfahrer mit zwei Podiumsplätzen in Le Mans (GT2), auf die blaue Streckenmarkierung gekommen und hatte dadurch die Kontrolle über sein Auto verloren. Ein anderer Pilot war an dem Unfall demnach nicht beteiligt. Obwohl der Wagen schwer beschädigt war, hatte es zunächst keine Anzeichen für eine lebensbedrohliche Verletzung gegeben. In der Folge gab es eine Safety-Car-Phase, die fast eine Stunde andauerte.

"Das war leider ein klassischer Rennunfall mit einem fatalen Ende. Man darf im Motorsport nie den Respekt verlieren. Motorsport ist und bleibt gefährlich. Der Unfall in Le Mans zeigt deutlich, dass immer ein Restrisiko besteht", sagte der Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB), Hans-Joachim Stuck.

Die anderen Fahrzeuge des britischen Herstellers setzten ihre Teilnahme in Le Mans fort. "Auf Wunsch der Familie von Allan Simonsen verbleiben die anderen vier Aston Martin im Rennen", sagte David Richards, Miteigentümer und Chef des Verwaltungsrats von Aston Martin. Richards hatte auch die Angehörigen informiert.

Allan Simonsen wurde am 5. Juli 1978 in Odense (Dänemark) geboren, war Asian Le Mans GT2 Champion und Australian GT Champion. Zwei Mal stand der Däne auf dem Podium bei den 24 Stunden von Le Mans (GT2). Er hinterlässt eine Lebensgefährtin und ein Kind. Die beiden anderen Fahrer des Fahrzeugs mit der Nummer 95 waren seine Landsmänner Christoffer Nygaard und Kristian Poulsen. (mgb / dpa)