Das Gen, um ein Idol zu sein: Diese Dynastien haben den Sport mitgeprägt

Der Apfel falle nicht weit vom Stamm, heißt es. Dies gilt auch in der weiten Welt des Spitzensports. Diese Dynastien haben über Jahrzehnte Siege, Trophäen und Medaillen eingesammelt - und tun es noch.

Felix trat in die mächtigen Fußstapfen seiner Eltern. Bereits als kleiner Junge machte er die Pisten an seinen Hausbergen in Garmisch unsicher. Er siegte in seiner Karriere in 13 Weltcuprennen, elf davon waren Slaloms. Dazu kamen drei WM-Medaillen im Slalom, eine silberne und zwei bronzene. Zudem wurde Neureuther Mannschafts-Weltmeister 2005.
Felix' Talent aber kam zu einem guten Teil auch von dessen Tanten. Rosi eiferte gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Evi, rechts, im Ski-Weltcup der gemeinsamen Schwester Heidi nach. Hier sind Rosi und Evi auf dem Weg zum olympischen Riesenslalom 1976 in Innsbruck. Rosi holte Silber, Evi wurde Achte. Wir werfen ein Blick auf weitere berühmte Sportlerfamilien in der Geschichte ...
Die beiden Schwestern Serena und Venus Williams feierten 2000, 2008 und 2012 jeweils den Olympiasieg im Tennis-Doppel. Zusammengerechnet verbrachten Serena (319) und Venus (11) 330 Wochen als Nummer eins an der Spitze der Weltrangliste. Zudem triumphierten beide insgesamt 62-mal bei Grand-Slam-Turnieren im Einzel, Doppel und Mixed.
Skifahren ist die Leidenschaft vieler Österreicher. Besonders gekonnt und talentiert verkörperte Elisabeth Görgl diesen Sport. Bei der WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen feierte sie mit ihrem Doppelsieg in Abfahrt und Super-G die größten Erfolge ihrer 2017 beendeten Laufbahn.
Ihre Mutter Traudl Hecher zählte in den 1960er-Jahren zu den weltbesten Skirennläuferinnen und feierte über 50 Siege in internationalen Rennen. Bei den Olympischen Winterspielen 1960 und 1964 gewann sie jeweils die Bronzemedaille in der Abfahrt. Zudem wurde sie zehnmal Österreichische Meisterin.
Diese erfolgreichen Gene erbte auch ihr Sohn Stephan, älterer Bruder von Elisabeth. Bis zu seinem Karriereende 2012 gelangen Stephan neben Erfolgen im Europacup auch zwei Weltcupsiege. Zahlreiche Verletzungen warfen den starken Techniker häufig zurück und verhinderten mehr als Platz 15 im Gesamt-Weltcup 2004/05.
Der Name Keller steht für die wohl erfolgreichste Hockeyfamilie der Welt. Florian gewann bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Goldmedaille. Sein Bruder Andreas holte 1984 Silber in Los Angeles 1992 in Barcelona ebenfalls Gold. Vater Carsten hatte vorgemacht, wie es geht: Gold 1972 bei den Heim-Spielen in München. Und Carstens Vater Erwin hatte 1936 in Berlin 1936 olympisches Silber gegen die damals als unschlagbar geltenden Inder erspielt.
Selbstverständlich ist auch Schwester Natascha Keller dem Hockeysport verbunden. Sie gewann bei den Sommerspielen in Athen 2004 Edelmetall. 1999 wurde sie zur Welthockeyspielerin gekürt. 2012 durfte sie als erste Hockeyspielerin die Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele tragen.
"Nie gegeneinander", dies mussten die beiden Klitschko-Brüder ihrer Mutter versprechen. Der Ältere, Vitali, hängte nach 45 Siegen als Profi seine Boxhandschuhe an den Nagel und wurde Bürgermeister Kiews. Wladimir Klitschko, im Bild, wurde 2015 als Weltmeister von Tyson Fury entthront und hörte 2017 auf, als er auch gegen IBF-Champion Anthony Joshua verloren hatte.
Auch Familie Kroos ist sportlich sehr erolgreich. Papa Roland bildete als Jugendtrainer seine beiden Schützlingen Toni und Felix fußballerisch aus. Toni gewann 2014 den WM-Titel und verließ nach dem Turnier den FC Bayern Richtung Real Madrid. Mutter Birgit feierte in der DDR zehn Meisterschaften im Badminton.
Für die A-Nationalmannschaft reichte es für den jüngeren Bruder Felix Kroos nicht, allerdings kann er auf 35 Einsätze in den Juniorenmannschaften des DFB verweisen. Seit 2016 spielt Kroos für den 1. FC Union Berlin. Mit dem Klub stieg er 2019 in die Bundesliga auf und schaffte den Klassenerhalt.
Ralf Schumacher (l.) stand immer ein wenig im Schatten seines älteren Bruders Michael, der in seiner Karriere sieben Weltmeistertitel und 91 Siege gefeiert hat, erreichte aber dennoch 27 Podestplätze und belegte zweimal den vierten Rang in der WM-Wertung.
Wie der Vater, so der Sohn. Mick Schumacher eifert seinem Vater Michael und Onkel Ralf vielversprechend nach und ist bereits in der Formel 2 angekommen. Zudem gehört Mick Schumacher zur Nachwuchs-Akademie bei Ferrari.