Zu den olympischen Langlauf-Wettbewerben gehören Sprints, Massenstarts und Staffelläufe. Alle Infos zu Skilanglauf bei Olympia 2018 finden Sie hier im Überblick.

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Skilanglauf-Wettbewerbe in Pyeongchang

In Südkorea stehen insgesamt 12 Langlauf-Wettbewerbe auf dem Programm - jeweils 6 Damen- und 6 Herren-Rennen.

Neben den verschiedenen Distanzrennen haben sich die Sprint-Entscheidungen etabliert.

Traditioneller Höhepunkt und Abschluss der Skilanglauf-Wettbewerbe sind die Rennen über die längsten Distanzen: 50 km bei den Männern (24. Februar) und 30 km bei den Frauen (25. Februar).

Sie werden im klassischen Stil und als Massenstart ausgetragen.

Die vielseitigsten Langläufer werden beim Skiathlon (auch Doppelverfolgung genannt) ermittelt.

Die erste Hälfte des Rennens wird im klassischen Stil ausgetragen. In der Mitte der Strecke findet ein Skiwechsel statt, damit die Läuferinnen und Läufer das Rennen in der Skating-Technik fortsetzen können.

Der Skiathlon wurde bei olympischen Winterspielen erstmals im Jahr 2010 ausgetragen. Damals lief der deutsche Weltcup-Sieger Tobias Angerer zur Silbermedaille.

Die olympische Disziplin Langlauf in der Übersicht.

Die olympischen Skilanglauf-Disziplinen im Überblick:

  • Skiathlon Damen: 10.02.2018, 8.15 Uhr MEZ (Distanz 2 x 7,5 km)
  • Skiathlon Herren: 11.02.2018, 7.15 Uhr MEZ (Distanz 2 x 15 km)
  • Sprint klassisch Damen und Herren: 13.02.2018, 9.30 Uhr MEZ
  • 10 km Skating Damen: 15.02.2018, 7.30 Uhr MEZ
  • 15 km Skating Herren: 16.02.2018, 7 Uhr MEZ
  • Staffel Damen klassisch/Skating: 17.02.2018, 10.30 Uhr MEZ (Distanz 4 x 5 km)
  • Staffel Herren klassisch/Skating: 18.02.2018, 7.15 MEZ (Distanz 4 x 10 km)
  • Teamsprint Skating Damen und Herren: 21.02.2018, 9 Uhr MEZ
  • 30 km klassisch Damen: 25.02.2018, 5.30 Uhr MEZ
  • 50 km klassisch Herren: 24.02.2018, 7.15 Uhr MEZ

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Athleten mit Potenzial zum Skilanglauf-Olympiasieger

Wer aufs Treppchen will, muss sich seit jeher gegen die skandinavischen Läufer durchsetzen.

Besonders die Norweger haben in den vergangenen Jahren zu alter Stärke zurückgefunden und die Weltcup-Wettbewerbe dominiert.

Star des norwegischen Herren-Teams ist Martin Johnsrud Sundby, der in den beiden vergangenen Jahren den Gesamtweltcup gewonnen hat.

Auf den Sprintdistanzen erwarten viele Experten den Durchbruch des norwegischen Nachwuchsstars Johannes Høsflot Klæbo, der in der Saison 2016/2017 im Alter von nur 21 Jahren den Sprintweltcup gewann.

Vor allem die russische Herrenmannschaft um Sergej Ustjugow rechnet sich Chancen gegen die norwegische Konkurrenz aus.

In den Wettbewerben, die in der klassischen Technik ausgetragen werden, ist außerdem mit den finnischen und schwedischen Läufern zu rechnen.

Ein weiterer Mitfavorit ist der Schweizer Langlauf-Star Dario Cologna, der nach Doppel-Gold bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi an seinen Erfolg anknüpfen will.

Die deutschen Athleten dürften dagegen nur geringe Medaillenchancen in Pyeongchang haben.

In der letztjährigen Weltcupsaison erzielte in den Distanz-, Sprint- und Staffelrennen keiner von ihnen eine Podestplatzierung.

Diese Athletinnen könnten Skilanglauf-Olympiasieger werden

Etwas besser als bei den deutschen Herren sind die Aussichten bei den deutschen Damen. Zwar fehlt auch hier eine Favoritin für die Einzelmedaillen, aber im Team haben die Damen durchaus Chancen.

So errangen die Langläuferinnen um Steffie Böhler im Januar 2017 in Ulricehamn immerhin einen zweiten Platz im Staffelrennen.

Die großen Favoritinnen kommen aber fast ausschließlich aus Norwegen. Mit Altmeisterin Marit Bjørgen und Weltcup-Gesamtsiegerin Heidi Weng schickt das skandinavische Land gleich zwei absolute Gold-Kandidatinnen in die Distanzrennen.

Auch im Sprint hat in den letzten Jahren mit Maiken Caspersen Falla ebenfalls eine Norwegerin die Wettbewerbe dominiert.

Allerdings könnte sich das schwedische Nachwuchstalent Stina Nilsson als echte Konkurrenz für die Norwegerin erweisen.

Skilanglauf bei Olympia - die revolutionierte Traditionssportart

Bereits bei den ersten Winterspielen gehörte Skilanglauf zu den Wettbewerben und auch damals lief ein Norweger zu Langlauf-Gold.

Genau genommen hat sich seitdem an den Kräfteverhältnissen im Langlauf nicht viel verändert.

Rekord-Olympiasieger im Langlauf ist der Norweger Bjørn Dæhlie, er ist mit 8 olympischen Gold- und 4 Silbermedaillen zudem der zweiterfolgreichste Winterolympionike überhaupt.

Mehr Medaillen hat nur noch sein Landsmann Ole Einar Bjørndalen im Biathlon gewonnen.

Das erste olympische Damenrennen im Langlauf fand 1952 in Oslo statt. Die erfolgreichste Olympionikin ist - wie könnte es anders sein - Marit Bjørgen aus Norwegen.

Das letzte Langlauf-Gold für Deutschland holten Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad 2010 im Teamsprint.

Hinsichtlich der Regeln des Skilanglaufs hat sich in den 1980er-Jahren eine echte Revolution ereignet.

Immer mehr Läufer bestritten damals die Rennen in der neuen Skating-Technik - und waren damit sehr erfolgreich.

Bis dahin waren die Athleten ausschließlich im klassischen Stil durch die Loipen gelaufen. Richtig eingesetzt bringt der gleitende Schlittschuhschritt (Skating) gegenüber dem klassischen Diagonalschritt klare Tempovorteile.

Um zu verhindern, dass die klassische Technik gänzlich verschwindet, werden die Langlaufwettbewerbe seit 1985 in beiden Techniken getrennt ausgetragen.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Wettkampf-Highlights: 30 km Damen (25. Februar, 5.30 Uhr MEZ) und 50 km Herren (24. Februar, 7.15 Uhr MEZ) Massenstart
  • Sportstätte: Alpensia Cross-Country Centre in Pyeongchang
  • Medaillen-Favoriten: Martin Johnsrud Sundby und Heidi Weng
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