• Nach seinem erfolgreichen und historischen Erstrunden-Sieg im Einzel ist Alexander Zverev auch beim Doppel in Acapulco angetreten.
  • Dort verlor er mit seinem Freund und Kollegen Felipe Melo.
  • Und attackierte danach den Schiedsrichter - mit Konsequenzen.

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Mit einem Ausraster hat Alexander Zverev beim Tennis-Turnier in Acapulco nicht nur seine Chancen auf die Titelverteidigung zerstört, sondern auch sein durch den Sieg bei Olympia gerade etwas besseres Image wieder stark ramponiert.

Zverev schlug am Dienstag (Ortszeit) nach einer eigentlich unbedeutenden Niederlage im Doppel mehrmals mit seinem Tennisschläger gegen den Schiedsrichterstuhl, auf dem der Unparteiische sogar noch saß. Einmal traf der 24-Jährige dabei beinahe den Fuß des Referees, den er kurz zuvor nach einer umstrittenen Entscheidung bereits mehrmals lautstark beleidigt hatte.

Die Herren-Organisation ATP reagierte sofort und schloss Zverev wegen "unsportlichen Verhaltens" vom weiteren Turnierverlauf aus. Der Münchner Peter Gojowczyk zog daher kampflos ins Viertelfinale ein. Nur wenige Stunden, nachdem sich Zverev mit seinem spektakulären Erstrundensieg um 4:55 Uhr morgens in die Geschichtsbücher des Tennis gespielt hatte, sorgte Zverev damit für ein unrühmliches Kapitel.

Am Mittwochmorgen (Ortszeit) entschuldigte sich Zverev via Instagram. "Es ist schwer in Worte zu fassen, wie sehr ich mein Verhalten während und nach dem gestrigen Doppel bereue", schrieb er in einer Insta-Story. "Ich habe mich privat beim Stuhlschiedsrichter entschuldigt, weil mein Ausbruch ihm gegenüber falsch und inakzeptabel war, und ich bin nur von mir selbst enttäuscht. Es hätte einfach nicht passieren dürfen, und es gibt keine Entschuldigung."

Er wolle nun die Lehren aus dem Vorfall ziehen. "Ich werde die kommenden Tage nutzen, um über meine Taten nachzudenken und wie ich sicherstellen kann, dass so etwas nicht wieder vorkommt", schrieb Zverev.

Zverev ließ Wut am Schiri aus

Zverev hatte nach seiner Doppel-Niederlage beim ATP-Turnier in Acapulco die Fassung verloren und seine Wut am Schiedsrichterstuhl ausgelassen. Nach dem 1:2 (2:6, 6:4, 6:10) an der Seite von Marcelo Melo (Brasilien) gegen Lloyd Glasspool/Harri Heliövaara (Großbritannien/Finnland) ließ der 24-Jährige seinem Frust freien Lauf.

Zverev schrie den Schiedsrichter nach dem Erstrundenmatch lautstark an ("You fucking idiot" - du verdammter Idiot) und schlug immer wieder kräftig mit seinem Schläger an dessen Stuhl, nur knapp an den Füßen vorbei. Die Folge: Der Veranstalter disqualifizierte ihn auch im Einzel.

Acapulco: Zverev wird disqualifiziert - es drohen weitere Strafen

Was war passiert? Während des Match-Tiebreaks im dritten Satz waren Zverev und Melo der Ansicht, dass der Ball fälschlicherweise im Aus gesehen worden war.

Dort hätte Titelverteidiger Zverev - nach seinem historischen Sieg am Dienstag kurz vor 5 Uhr Ortszeit gegen den US-Amerikaner Jenson Brooksby mit 3:6, 7:6 (12:10) - das Achtelfinale gegen den Münchner Peter Gojowczyk bestritten. Der zieht nun kampflos ins Viertelfinale.

Wie es für Zverev nun weitergeht, ist noch unklar. Als nächstes ist ein Start beim Masters-1000-Event in Indian Wells geplant. Ob Zverev neben der Disqualifikation in Acapulco weitere Konsequenzen drohen, ist noch unklar. Die ATP äußerte sich dazu am Mittwoch nicht weiter. Möglich wären eine Geldstrafe oder eine Sperre. (afp/dpa/sap/ank)  © AFP

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