Das Königshaus der schwedischen Royals wird kleiner. Einige Enkel von König Carl XVI. Gustaf gehören bald nicht mehr dazu. Diese Entscheidung sei schon lange geplant gewesen, heißt es.

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Die Kinder von Prinzessin Madeleine und ihrem Mann Christopher O’Neill sowie von Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia werden nicht länger dem schwedischen Königshaus angehören. Sie sollen in Zukunft keine königlichen Amtsgeschäfte auf höchstem Niveau ausüben müssen und eher als Privatpersonen angesehen werden. Das habe König Carl XVI. Gustaf entschieden, teilte der schwedische Hof am Montag mit.

Damit solle klargestellt werden, welche Personen innerhalb der königlichen Familie offizielle Aufträge wahrnehmen können, die dem Staatsoberhaupt und dessen Amt obliegen.

Prinzessinnen und Prinzen verlieren Rang königlicher Hoheiten

Prinz Alexander, Prinz Gabriel, Prinzessin Leonore, Prinz Nicolas und Prinzessin Adrienne werden demnach weiter der königlichen Familie angehören. Sie trügen weiter ihre Herzogs- oder Herzoginnen-Titel, hätten nun aber nicht mehr den Rang königlicher Hoheiten.

Auch die Apanage - eine Art Einkommen finanziert aus Steuergeldern für Mitglieder des Königshauses und für den Unterhalt royaler Anwesen - werde künftig entfallen, sagte der Vertreter des Hofes, Reichsmarschall Fredrik Wersäll, am Montag vor Journalisten. Die Thronfolge ist von den Änderungen nicht betroffen.

Familie zeigt sich erleichtert

Der Schritt sei schon lange diskutiert worden, erklärte ein Vertreter des Königshauses. Einige Beobachter zeigten sich dennoch überrascht. Die schwedische Zeitung "Expressen" schrieb aber auch, die fünf betroffenen Königsenkel würden nun endlich von ihren royalen Fesseln befreit. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Kronprinzessin Victoria und ihre beiden Kinder, Prinzessin Estelle und Prinz Oscar, meinte das Blatt.

Prinzessin Madeleine selbst äußerte sich positiv zu dem Entschluss ihres Vaters. Diese Veränderung für ihre Kinder Leonore, Nicolas und Adrienne sei von langer Hand geplant worden, schrieb sie auf Instagram. "Chris und ich denken, dass es gut ist, dass unsere Kinder jetzt eine größere Möglichkeit erhalten, um in Zukunft ihr eigenes Leben als Privatpersonen zu entwickeln." (awa/mbo/dpa)

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