Dating war gestern, heute wird gedreamdatet! In der neuen Folge der "Bachelorette" werden am Mittwochabend die Bachelorette-Audienzen jedenfalls noch einmal ein bisschen aufgebohrt. Doch trotzdem zieht am Ende ein Kandidat ein Schnütchen. Aber das muss so.

Christian Vock.
Eine Kritik
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Endspurt! RTL gönnt unserer Bachelorette, aber vor allem uns Zuschauern in dieser Woche keine Verschnaufpause. Am Mittwochabend darf Sharon noch einmal ganz regulär ihre Restbestände reduzieren, schon einen Tag später, am Donnerstag, ist dann schon wieder ihr Einsatz gefragt. Da muss unsere Bachelorette im großen Finale so lange aussieben, bis nur noch einer übrig bleibt. Der soll es dann aber werden. Vermutlich.

Da ist es clever von Sharon, sich in dieser Alles-muss-raus-Woche am Mittwochabend erst mal in aller Ruhe die Lagerbestände anzusehen und eine kurze Inventur zu machen. Demnach sieht es so aus: "Sechs unglaublich verschiedene Männer, sowohl optisch als auch charakterlich", beurteilt Sharon den Gesamtüberblick, doch das ist natürlich nur die halbe Wahrheit.

Denn zumindest optisch setzt RTL bei den "Bachelorette"-Staffeln eigentlich schon immer eher auf Einheitsgröße. Uneitle BMI-Egalos mit Puddingarmen sind bei der "Bachelorette" bisher jedenfalls unterrepräsentiert gewesen. Was die charakterlichen Unterschiede betrifft, vertrauen wir hingegen einfach Sharons Urteil. Die würde so etwas ja nicht einfach so sagen.

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"Die Bachelorette": Wer bekommt ein Dreamdate?

Das wäre ja auch ein bisschen blamabel für die Casting-Abteilung, wenn sich die Kandidaten zu sehr ähneln würden und es zum Beispiel nur sechs Schreihälse wären, die sich im Fernsehen für eine Trash-TV-Karriere empfehlen wollen. Sowas ist ja nicht auszuschließen. Nein, natürlich macht es auch bei der "Bachelorette" die Mischung.

Und aus der muss Sharon nun am Mittwoch wieder zwei Kandidaten auswählen, die es auf gar keinen Fall an ihre Seite schaffen sollen. Und wie macht man das bei "Die Bachelorette"? Natürlich mit "Dreamdates". Das ist nur angemessen für so ein Format, lässt aber den Schluss zu, dass die bisherigen Dates bei "Die Bachelorette" maximal normale Dates waren, also ohne Dream. Kassen-Dates quasi.

Nun aber greift das Dreamdate-Upgrade, aber nicht für alle Beteiligten. Dreamdates, der Name suggeriert es, sind eben ein bisschen aufwändiger, daher muss Sharon hier personell erst einmal den Rotstift ansetzen und zweien der Herren gleich mal zu Beginn mitteilen, dass der Rosen-Express ohne sie weiterfährt. "Ich bin froh, dass ich heute die Möglichkeit habe, es ihnen unter vier Augen zu kommunizieren. Und das in einem wenigstens kurzen intimen Moment", freut sich Sharon, dass die Kündigung immerhin in einem privaten Rahmen stattfinden soll.

Tom und Alexandros bleiben auf der Strecke

Dafür bittet die Bachelorette in einem kleinen Flugzeughangar zu Tisch und fischt sich die Herren dann zu Kurzgesprächen heraus. In diesen bekommen vier der Männer die Einladung zu einem Dreamdate in Form einer Rose, nur Tom und Alexandros haben nicht so viel Glück. Die beiden kriegen nicht nur keine Dates ohne Dream, nein, sie kriegen überhaupt keine Dates mehr. Zumindest nicht mit Sharon. Was die zwei zu Hause machen, bleibt natürlich ihnen überlassen.

Der Rest der noch vorhandenen Belegschaft hingegen darf sich auf Dates mit Dream und mit Sharon freuen und dafür geht es von Phuket aus, wie könnte es anders sein, in die Stadt der Liebe: Bangkok. Zugegeben, das ist vielleicht nicht die Stadt der Liebe, aber Liebe ist, was man draus macht. Außerdem ist es von Phuket nach Bangkok nur ein Katzensprung, nach Paris nicht.

In Bangkok gönnen sich die Bachelorette und Steffen dann erstmal ein Hubschrauberrundflügchen, essen Häppchen und knutschen im Pool. Bei Lukas läuft's ähnlich, man muss lediglich Hubschrauber durch Yacht und Pool durch Badewanne ersetzen. Nur mit Emanuell wird es ein bisschen extravaganter. Mit ihm katapultiert sich Sharon in eine Zeit zurück, als es noch keine Treppen und Aufzüge gab, und man Wolkenkratzer noch von außen an der Fassade begehen musste.

"Die Bachelorette": Vier Dreamdates und ein Nightmare-Ausgang

Houserunning nennt sich das und dabei läuft man mit Blickrichtung nach unten eine Häuserwand hinunter. Soll Spaß machen, einen weiteren Zweck verfolgt Houserunning offenbar nicht. Zumindest wischen die beiden weder die Fassade noch nehmen sie den Müll mit runter. Ähnliches gilt für Sharons Dreamdate mit Jan. Aber mehr wäre auch zu viel verlangt, denn die beiden wollen Fallschirmspringen ausprobieren. Das machen sie auch und wenn man anhand der Bilder ein Urteil fällen kann, waren alle bei ihren Dreamdates doch recht zufrieden. Dreamwashing kann man RTL jedenfalls nicht vorwerfen.

Und egal, ob nun geflogen, gefahren, gehouserunnt oder geskydived wurde – Sharon konnte eine kleine Erkenntnis aus den Dreamdates mitnehmen: "Mein Mann braucht das gewisse Etwas und jeder von ihnen hat es." Der Haken: "Ja, ich habe mich verguckt. (…) Aber ich habe mich nicht nur in einen Mann verguckt." Ja, irgendwas ist immer. Positiv formuliert: Wenn Sharon bei der Nacht der Rosen die Blümchen an die letzten drei Kandidaten verteilt, kann sie sicher sein, dass sie mindestens in zwei, vielleicht sogar in alle drei verliebt ist. Es gab schon "Bachelorette"-Staffeln mit schlechteren Quoten.

Schlussendlich bekommt Emanuell keine Rose, dafür aber beim Après-Korb einen Dank und eine Erklärung. Die Zeit habe für Sharon nicht ausgereicht. "Ich fühl mich einfach so richtig verarscht irgendwie auch", kann sich Emanuell aufgrund des Erlebten trotzdem nicht so recht mit Sharons Entscheidung anfreunden. Und so findet auch er wie so viele vor ihm die Sollbruchstelle der Show. Denn irgendwie muss eine Bachelorette ja die Kandidaten bis zum Schluss mitnehmen, auch wenn der eine oder andere sich dadurch schon an ihrer Seite sieht. Wer dort tatsächlich stehen wird, das erfährt Emanuell dann ja bereits am Donnerstag.

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