In der jüngsten Folge von "Das Duell um die Welt – Team Joko gegen Team Klaas" schicken die beiden Moderatoren am Samstagabend wieder Promis durch die Hölle. Michi Beck rettet dabei eine Dummy-Puppe, Nikeata Thomphson zündet ihren Fallschirm an und Axel Stein spielt Schauspieler im Teigmantel.

Christian Vock.
Eine Kritik
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Sie lassen sich aus einer Kanone in die Luft schießen, duellieren sich in Ritterrüstungen auf Fahrrädern mit Lanzen, sie stürzen sich in einem Einkaufswagen einen Hang hinunter oder fahren nur mit einer Badehose bekleidet auf der Motorhaube durch die Waschstraße. Anfang der 2000er Jahre zeigten Johnny Knoxville und Kumpanen mit ihren "Jackass"-Filmchen, wie wenig Intellekt und wie viel Übermut man braucht, um Fernsehen zu machen.

Heute, knapp 20 Jahre später, gibt es wieder zwei übermütige junge Herren, die mit allerlei hirnrissigen Aktionen Fernsehen machen. Beziehungsweise machen lassen. Denn bei "Das Duell um die Welt – Team Joko gegen Team Klaas" schicken Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt andere Promis hinaus in die Welt, um Aufgaben zu erledigen, die man ruhigen Gewissens als waghalsig bezeichnen kann – wenn man das Wort "bescheuert" nicht kennt.

Denn die Aktionen, die sich Winterscheidt und Heufer-Umlauf immer wieder ausdenken, haben nichts mehr mit dem postpubertären Unfug von Knoxville und Co. zu tun. Das bekamen auch die Promis zu spüren, die in der neuesten Ausgabe von "Das Duell um die Welt" für Joko und Klaas in die Bresche springen. "Es wird bodenlos, niveaulos und ganz viele andere Dinge mit -los", kündigt Moderatorin Jeannine Michaelsen an, was der Zuschauer an diesem Abend erwarten kann und mit "bodenlos" sollte Michaelsen zumindest in der ersten Aufgabe der Show Recht behalten.

"Das Duell um die Welt": Michi Beck lernt "rückwärtsisch"

Als Erster macht sich Michi Beck von den Fantastischen Vier auf die Reise und zwar nach Neitaork. Nach Neitaork deshalb, weil Joko Winterscheidt offenbar ein Faible für alles hat, was man rückwärts machen kann. Deshalb habe er Michi Beck nach Kroatien geschickt, "nicht um kroatisch zu lernen, sondern rückwärtsisch." Bevor nun allzu viel Verwirrung herrscht: Rapper Beck soll ein Filmchen rückwärts drehen, das dann vorwärts abgespielt trotzdem einen Sinn ergibt. Doch die ersten Teile des Films dienen nur der Einleitung des Höhepunkts.

In Kroatien wird Beck nämlich ins Gebirge zu einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit gefahren: "Was ich da gesehen habe, hat mir überhaupt gar nicht gefallen. Es sah aus wie ein riesiges Loch im Berg", erklärt Beck und liegt damit ganz richtig. Die Mamet-Höhle, an dessen Rand Beck steht, geht über 200 Meter unter die Oberfläche. Becks Aufgabe ist es nun, aus der Höhle herauszuspringen, "zumindest soll es so aussehen", wie David, Betreuer der Aktion vor Ort, erklärt.

Dazu habe er sich ein Seilsystem ausgedacht, mit dem Michi Beck nicht auf eine der vielen, potenziellen Möglichkeiten stirbt, die so eine Aktion bereithält. Die Betonung liegt hierbei allerdings auf ausgedacht, denn getestet wurde das System noch nicht. Das wird nun mit einem Testsack nachgeholt. "Okay, wir müssen überprüfen, was da schiefgelaufen ist", stellt David nüchtern fest, als der Sack in die Tiefe stürzt.

"Das Gefährlichste, was man mit einem Fallschirm machen kann"

Gesagt, getan und so wird die Aktion noch einmal mit einer Dummy-Puppe wiederholt. Doch das Ergebnis ist dasselbe, wie der Sack zuvor, knallt auch die Dummy-Puppe auf den Höhlenboden. "Wir checken Dinge", hält Jeannine Michaelsen das Positive der misslungenen Aufgabe fest. Am Ende erhält Heufer-Umlauf via Zuschauer-Voting dennoch den Punkt für diese Aufgabe, ohne dass Michi Beck testen muss, ob das Seil wohl bei ihm gehalten hätte. Unfug ja, aber keinen Hochrisikounfug.

Etwas anders liegen da die Dinge bei Nikeata Thompson. Die Choreografin wird von Klaas nach Mexiko geschickt. Sie soll bei einem Tandemsprung ihren kerosingetränkten Fallschirm mit einer Leuchtpistole in Brand schießen und dann nach kurzem freien Fall mit dem Notfallschirm landen. "Das ist wahrscheinlich das Gefährlichste, was man mit einem Fallschirm machen kann", erklärt der Stuntman, der sich das Ganze vor 20 Jahren ausgedacht hat.

In der Tat klingt das nicht nach Dumme-Jungen-Quatsch, sondern nach handfestem Irrsinn. Doch Thompson zieht die Aktion nicht nur durch, sondern sogar freiwillig ein zweites Mal. Denn beim ersten Sprung war die Leuchtpistole nicht groß genug, damit sich der Fallschirm entzündet. Beim zweiten Versuch klappt dann aber alles. Im wahrsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme war dann später auch Axel Stein und auch seine Aufgabe hört sich nach einer Bewerbung für den Darwin Award an.

Klaas Heufer-Umlauf ist "der weniger dumme"

Der Schauspieler soll 40 bis 50 Kilogramm Teig herstellen und ausrollen, sich auf den Boden legen, wo er dann mit dem Teig vollständig bedeckt wird. Anschließend wird die Teig-Mensch-Masse dann von vier Flammenwerfern 45 Sekunden lang auf offener Flamme gegrillt. "Das kann doch keiner ernst meinen", glaubt Axel Stein, liegt damit aber erst falsch und dann doch irgendwann auf dem Boden, während die vier Flammenwerfer über ihm die Teigmasse rösten. Ob das Ganze geschmeckt hat, erfährt man nicht, wohl aber, dass Stein die Aktion unbeschadet überlebt hat. Dass man das auf keinen Fall nachmachen soll, muss ProSieben eigentlich nicht erwähnen, macht es vorsichtshalber aber doch.

Am Ende treten dann Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf im Finalspiel gegeneinander an, um den Weltmeistertitel unter sich auszumachen oder, wie es Jeannine Michaelsen formuliert, um zu zeigen, "wer der weniger dumme ist." Die Aufgabe: Wer zuerst die Hände am Pokal hat, gewinnt. Der wiederum steht in einer abgeschlossenen Glasvitrine, der Schlüssel liegt in einem Kästchen oben auf einem senkrechten Acht-Meter-Baumstamm.

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Minutenlang bauen sich die beiden Hilfsmittel, um das Kästchen herunter zu friemeln und nach zähem Gefummel schafft es Heufer-Umlauf tatsächlich, das Kästchen runter zu stoßen. Dabei geht jedoch der Schlüssel verloren. Doch statt ihn lang zu suchen, geht Heufer-Umlauf einfach zur Vitrine, schlägt die Scheibe ein und greift den Pokal. Das hätte er zwar von Anfang an machen können, aber so hat er eben mit einem kleinen Umweg bewiesen, "wer der weniger dumme ist."

In voller Länge: "15 Minuten live aus Joko und Klaas"

Joko und Klaas haben sich für diese 15 Sendeminuten vom Ballast der Vergangenheit befreit und denken steil Richtung Zukunft - als Speerspitzen der modernen Formatentwicklung kann man schließlich keine alten Hüte auftragen! Darum präsentieren die beiden Ihnen heute, was Sie SO noch nie gesehen haben (und wahrscheinlich auch gar nicht sehen wollen) - die ganzen 15 Minuten. © ProSiebenSat.1