Sturmtief "Friederike" zieht nach Deutschland. Der Höhepunkt wird am Donnerstag erwartet. Doch der Sturm schickt bereits seine Ausläufer voraus.

  • Sturmtief "Friederike" für Donnerstag vorhergesagt
  • Sturm-Ausläufer treffen auf Südwesten Deutschlands
  • Die niederländische Fluggesellschaft KLM streicht 220 Flüge - Informationen hier!
  • Deutsche Bahn kündigt Sturm-Maßnahmen an - Informationen hier!

22:50 Uhr: Hiermit beenden wir den Live-Ticker zum Sturm "Friederike" für heute. Wir informieren Sie morgen wieder über die neuesten Entwicklungen in unserem Liveticker zu Sturm "Friederike" HIER!.

22:31 Uhr: Wie die Stadt Neuss bekanntgab, werden am Donnerstag alle Schulen in Neuss wegen Orkanwarnung geschlossen bleiben:

Aktuelle Wetter-Warnungen des Deutschen Wetterdienstes - Stand 22:30 Uhr:

Unwetter-Warnungen des DWD Stand 22:30 Uhr: Warn-Stufe 1 (gelb), Warn-Stufe 2 (orange), Warn-Stufe 3 (rot), Warn-Stufe 4 (lila). Grün: keine (Vorab-)Warnung.

21:00 Uhr: Die am Donnerstag voraussichtlich von Sturmtief "Friederike" betroffenen Gebiete mit den geschätzten Windgeschwindigkeiten:

20:15 Uhr: Wegen des Sturms bleiben der Zoo in Dortmund sowie der Westfalenpark den kompletten Donnerstag geschlossen. Auch der Duisburger Zoo hat beschlossen, erst wieder am Freitag zu öffnen.

Die Behörden raten den Menschen zuhause zu bleiben. Der Sturm erinnert an Orkan "Kyrill", der vor fast genau elf Jahren über Deutschland gezogen ist.

"Friederike" dürfte aber nicht so schlimme Verwüstungen wie Kyrill anrichten. Damals starben 13 Menschen in Deutschland, 47 Opfer waren damals in ganz Europa zu beklagen.

19:30 Uhr: Die Stadt Dortmund stellt es den Eltern frei, ob sie ihre Kinder am Donnerstag zur Schule schicken wollen oder aus Sicherheitsgründen zu Hause lassen. Auch die Schulen selbst können in eigener Verantwortung den Schulbetrieb aussetzen.

Der DWD warnt ab Donnerstagfrüh in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen und dem südlichen Niedersachsen über Nord- und Mittelhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und ab Mittag bis nach Sachsen vor schweren Sturm- und orkanartigen Böen in Verbindung mit kurzen Gewittern.

Erklärgrafik zu Windstärken: Beaufort-Skala.

Folgende Hinweise sind laut Kachelmannwetter.com zu beachten:

  • Halten Sie sich fern von Bäumen, etwa in Parks, auf Friedhöfen und ähnlichen Orten. Umstürzende Bäume und abbrechende Äste können lebensbedrohlich sein.
  • Ebenso können Baugerüste umstürzen, also meiden Sie diese nach Möglichkeit.
  • Entfernen sie ungesicherte Gegenstände im Garten, auf Terrassen oder Balkonen.
  • Rechnen Sie weiterhin mit Einschränkungen und Behinderungen im Straßen-, Schienen- und Luftverkehr.

18:45 Uhr: Im sächsischen Erzgebirge ist ein Linienbus auf der S270 zwischen Zwönitz und Grünhain verunglückt. Der Bus war in einer abschüssigen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt, wobei er regelrecht gespalten wurde.

Der Busfahrer und die vier Fahrgäste wurden teils schwer verletzt.

Nähere Angaben zum Unfallhergang konnte die Polizei zunächst nicht machen. Der Bus werde sichergestellt und auf technische Defekte überprüft.

18:15 Uhr: Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat 220 Flüge für Donnerstag gestrichen. Weitere Annullierungen und Verspätungen können folgen, teilte der Amsterdamer Flughafen Schiphol mit.

In den Niederlanden rechnen Meteorologen am Donnerstag mit Windstärken von bis zu 130 Kilometer pro Stunde.

Der niederländische Wetterdienst KNMI verhängte daher für weite Teile des Landes Wetteralarm orange.

Auch die niederländische Eisenbahn kündigte an, weniger Züge einzusetzen und warnte vor Verspätungen.

17:45 Uhr: Die Verkehrslage auf der Autobahn 93 hat sich beruhigt. Alle umliegenden Autobahnen sind wieder störungsfrei befahrbar.

Auf der Autobahn 8 hat sich die Lage ebenfalls verbessert. Dennoch kann es in beiden Fahrtrichtungen zu Verzögerungen kommen.

17:00 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat für den morgigen Donnerstag die bislang verlässlichste Zugbahn von Sturm "Friederike" errechnet.

Bitte bedenken Sie, dass sich dieses Szenario bis zum Donnerstag auch tagesaktuell immer noch ändern kann.

Wir halten Sie aber auch morgen im gesamten Tagesverlauf auf unserem Portal über die aktuellsten Entwicklungen im Liveticker auf dem Laufenden.

16:45 Uhr: Wer nun übrigens denkt, Sturm "Friederike" würde den Winter nach Deutschland pusten, hat nur bedingt recht. Morgen dürfte sich ein eher kurioses Bild bieten, eines das auf dem Kopf steht: Viel Schnee im eigentlich schneearmen Norden, kein Schnee sondern Regen im eigentlich schneereicheren Süden.

Das liegt daran, dass auf der Nordseite des Tiefs im Gegensatz zum Süden des Landes die wärmeren Luftmassen nicht vorstoßen können. Somit sind am Küstenstreifen zwischen Nord- und Ostsee bei anhaltendem Schneefall am Donnerstag tatsächlich Neuschneemengen von 5 bis 10 Zentimetern möglich.

16:30 Uhr: Die vom anrückenden Sturmtief "Friederike" beeinflussten Wetter-Kapriolen haben auch etwas Gutes - jedenfalls aus Sicht der Kieler Polizei. Die konnte aufgrund der Wetterbedingungen nämlich zwei mutmaßliche Einbrecher dingfest machen.

Frische Fußspuren im Schnee haben die Beamten direkt zum Unterschlupf geführt.

Die beiden Männer drangen nach Polizeiangaben in der Nacht zu Mittwoch in eine Gaststätte ein und entwendeten eine Geldkassette.

Die vom Besitzer alarmierten Polizisten hätten im Schnee frische Fußspuren gesichtet, die von der zerstörten Fensterscheibe wegführten.

Nach Angaben der Polizei folgten die Beamten den Spuren über mehrere Straßen hinweg bis zum Keller eines Einfamilienhauses. Dort seien die Einsatzkräfte auf die 18 und 32 Jahre alten mutmaßlichen Einbrecher gestoßen, in deren Taschen sie auch die Beute sicherstellten.

15:35 Uhr: In der Südwesthälfte Deutschlands gibt es derzeit heftige Sturmböen, schreibt der DWD. Zudem kann es auch schwere Sturm- oder orkanartige Böen geben. Im Bergland ist zusätzlich zu den Schneeschauern auch noch mit Glätte zu rechnen.

14:30 Uhr: Zugbahn des Sturms steht noch nicht definitiv fest. Nach gegenwärtigem Stand gilt: Mit schweren Sturmböen bis zu orkanartigen Böen von 90 bis 115 Kilometern pro Stunde muss vor allem in Nordrhein-Westfalen, dem südlichen Niedersachsen, Nordhessen und Thüringen sowie in Teilen Sachsen-Anhalts und Sachsens gerechnet werden.

14:00 Uhr: Bei einer Massenkarambolage in heftigem Schneetreiben mit 15 Fahrzeugen wurden auf der Autobahn 93 in Bayern drei Menschen leicht verletzt.

Die Wagen, darunter zwei Laster, seien in der Nähe von Bad Abbach bei Schneegestöber ineinander geraten, sagte ein Polizeisprecher.

Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Regensburg für die Bergungsarbeiten gesperrt.

Auf der Autobahn 8 kam ein Lkw wegen Schneeglätte ins Rutschen und steht aktuell zwischen Bad Aibling und dem Irschenberg in Fahrtrichtung München quer auf der Fahrbahn. Es wird zu längeren Verzögerungen kommen.

13:00 Uhr: Sturmtief "Friederike" ist auf dem Weg von Irland kommend in Richtung Süden und wird sich über dem Atlantik weiter aufladen und somit an Stärke zulegen.

12:30 Uhr: Die Deutsche Bahn warnte ihre Fahrgäste vor möglichen Einschränkungen im Südwesten wegen möglicher orkanartiger Stürme am Mittwoch und Donnerstag:

"Aus Sicherheitsgründen behalten wir uns die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit unserer Züge und im Einzelfall auch die Einstellung des Bahnbetriebs vor."

12:00 Uhr: Laut DWD ist am Mittwoch in der Südwesthälfte mit Sturmböen, auf Bergen auch mit Orkanböen zu rechnen. Es kann regnen, graupeln oder Schneeschauer geben - bei wechselnder bis starker Bewölkung.

In den Mittelgebirgen werden 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet, in den Alpen oberhalb von 1.200 Metern sogar ein halber bis ein Meter.

Am Donnerstag soll es besonders ungemütlich werden - dann soll sich Sturmtief "Friederike" voll auswirken.

11:30 Uhr: Die aktuellen Berechnungen zum morgigen Sturmschwerpunkt konzentrieren sich auf eine Zugbahn von Westen über die Mitte Deutschlands nach Osten. Von Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen werden die stärksten Böen erwartet. Auch im Flachland sind dann Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h möglich.

11:00 Uhr: Auch in Hessen behinderte winterliches Wetter den Verkehr. Auf der Autobahn 7 gab es bei Kassel-Nord Beeinträchtigungen in beide Richtungen wegen Schneeglätte. Auch dort blockierten Lastwagen die Fahrbahnen.

Auf glatten Straßen in Niedersachsen gab es zahlreiche nächtliche Unfälle. In Salzbergen im Emsland kippte am Morgen der Anhänger eines Transporters mit 100 Schweinen um. Mindestens 18 Tiere verendeten.

Im nördlichen Schleswig-Holstein berichtete die Feuerwehr von einigen Glätteunfällen, bei denen es auch Verletzte gab. Auf der Autobahn 23 bei Itzehoe seien am Morgen drei Autos von der Fahrbahn abgekommen, sagte ein Polizeisprecher. Ein Mensch wurde verletzt.

10:50 Uhr: In Thüringen stürzte am Morgen auf der A9 bei Schleiz ein mit Gurken beladener Lkw bei Schneeglätte auf ein 30 Meter entferntes Feld neben der Fahrbahn - der Fahrer blieb unverletzt.

In Nordrhein-Westfalen musste die Autobahn 2 zwischen Herford und Vlotho in Fahrtrichtung Hannover gesperrt werden. Grund war laut Polizei ein Glätteunfall mit einem Lastwagen, dessen Anhänger zwei Spuren blockierte. Der Fahrer kam mit Verletzungen in eine Klinik.

Auf der A623 in Rheinland-Pfalz kippte nahe dem Autobahndreieck Friedrichsthal ein Lebensmittellaster um. Weil der 18-Tonner die Fahrbahn blockierte, wurde die Autobahn in beide Richtungen gesperrt. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

10:30 Uhr: Drei Busse mit Schulkindern verunglückten in Nordrhein-Westfalen bei Glätte. Dabei wurde ein Busfahrer schwer verletzt, weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen, wie die Polizei mitteilte.

In Nümbrecht im Bergischen Land kam ein Bus auf abschüssiger Strecke bei Schneeglätte von der Fahrbahn ab. Dabei seien der Fahrer sowie weitere sieben Menschen leicht verletzt worden, auch Schulkinder.

10:00 Uhr: Schnee, Regen und Eisglätte haben bereits am Mittwochmorgen den Berufsverkehr in Teilen Deutschlands getroffen.

Autofahrer müssen vor allem im Norden, Westen und in der Mitte damit rechnen, dass es rutschig ist, wie der Deutsche Wetterdienst warnt.

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