• Einer Umfrage zufolge gelten die Markus Söder (CSU) und die Grüne Annalena Baerbock am ehesten als führungsstark.
  • Söder wird auch von einer Mehrheit der CDU-Mitglieder als Kanzlerkandidat gegenüber Armin Laschet bevorzugt.

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Unter den Anwärterinnen und Anwärtern von Union und Grünen auf das Kanzleramt gelten Markus Söder (CSU) und Annalena Baerbock (Grüne) einer Umfrage zufolge am ehesten als führungsstark und tatkräftig. 66 Prozent der Befragten, die Armin Laschet (CDU), Markus Söder, Annalena Baerbock und Robert Habeck (beide Grüne) kennen, schreiben dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder Führungsstärke zu. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov.

Über Armin Laschet und Robert Habeck sagen das nur jeweils 13 Prozent, über Annalena Baerbock 26 Prozent. Auch bezüglich der Tatkraft schneidet Söder mit 59 Prozent am besten ab. Den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet beschreiben nur 25 Prozent als tatkräftig, über Baerbock sagen das 30 Prozent und über Habeck 22 Prozent. Bei der Sympathie der Wählerinnen und Wähler liegen beide Grünen-Chefs mit 49 Prozent gleichauf; Söder finden 30 Prozent sympathisch, Laschet nur 23.

Mehrheit der CDU-Mitglieder bevorzugt Söder als Kanzlerkandidat

Auch in einer Forsa-Umfrage, für die CDU-Mitglieder zur Lage der Partei befragt worden, schnitt Laschet schlecht ab. Nur jeder fünfte Befragte (21 Prozent) ist nach demnach für Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidat der Union. 68 Prozent bevorzugen den CSU-Vorsitzenden Markus Söder, wie die Umfrage im Auftrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) ergab. Elf Prozent machten keine Angaben. Die beiden Ministerpräsidenten aus Nordrhein-Westfalen und Bayern haben angekündigt, dass der gemeinsame Kanzlerkandidat von CDU und CSU im Zeitraum zwischen Ostern und Pfingsten gekürt wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tritt nicht mehr an.

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der befragten CDU-Mitglieder nannte schlechtes Corona-Management als wichtigsten Grund für die aktuell bundesweit schlechten Umfragewerte und das schlechte Abschneiden bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Als weitere Ursachen gaben die Parteimitglieder unter anderem an: "Maskenaffäre" und Bestechlichkeit (41 Prozent), regionale Gründe (22) und Profillosigkeit (16 Prozent). Mehrfachnennungen waren möglich.

Umfrage: Laschet führt beim Punkt Bürgernähe

Laschet lässt laut Meinungsforschungsinstitut Yougov seine Konkurrenten jedoch mit seiner Bürgernähe hinter sich; 42 halten ihn für bürgernah, Söder überzeugt da nur zu 25 Prozent. Baerbock und Habeck sprechen 33 beziehungsweise 37 Prozent diese Eigenschaft zu. Beim Sachverstand punktet die Grünen-Spitze: 42 Prozent halten Baerbock für klug und verständig, 41 Prozent Habeck. Söder schreiben 32 Prozent Sachverstand zu, Laschet nur 27 Prozent.

27 Prozent der Wahlberechtigten gaben in der Umfrage an, CDU/CSU zu wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als im Februar. Die SPD macht im Vergleich zum Vormonat einen Punkt gut und kommt auf 17 Prozent. Die Grünen legen drei Punkte zu und erreichen 21 Prozent. Die FDP landet mit zwei Prozentpunkten mehr bei zehn Prozent. AfD und Linke bleiben unverändert bei elf beziehungsweise acht Prozent. (dpa/dh)

Umfrage: Union legt nach Talfahrt wieder leicht zu

Die Union hat einer neuen Umfrage zufolge ihren Sinkflug in der Wählergunst beendet. Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer kommt die Union bei der Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa auf 27 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche.