Italien

Vor dem EU-Gipfel hat sich in der Flüchtlingspolitik eine Menge Druck aufgebaut: Italien blockierte Rettungsschiffe mit Migranten, die CSU drohte Kanzlerin Angela Merkel mit Alleingängen. Am frühen Morgen gab es dann einen Kompromiss.

Italien möchte in der europäischen Flüchtlingspolitik einen "radikalen Wandel". Auch Österreich drängt in Brüssel auf eine Lösung.

Die Odyssee der "Aquarius" wiederholt sich im Mittelmeer. Dieses Mal ist ein deutsches Rettungsschiff mit Migranten betroffen. Auf der "Lifeline" harren seit Tagen gerettete Flüchtlinge aus - und werden zum Spielball der Politik.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat erneut die Richtlinienkompetenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Frage gestellt. In einem Interview machte er klar, dass er sich von Merkel nicht daran hindern lassen will, eigenmächtig mehr Flüchtlinge als vorher an der Grenze abzuweisen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble machte klar, dass in diesem Fall eine Entlassung Seehofers unausweichlich wäre.

Nicht nur im eigenen Land hat Angela Merkel wegen der Flüchtlingsfrage reichlich Ärger. Ein informelles Treffen am Sonntag soll erste Lösungen bringen. Hier finden Sie die Positionen und Forderungen der einzelnen Staaten in der Übersicht.

In Italien regiert neuerdings ein Bündnis zweier populistischer Parteien. Die Schlagzeilen bestimmt seither vor allem einer: Matteo Salvini, Innenminister und Parteichef der Lega. Er ließ die Häfen für Flüchtlingsboote sperren und will Sinti und Roma des Landes verweisen. Ausgerechnet auf dieses Italien ist Angela Merkel auf der Suche nach einem Ausweg aus dem Asylstreit mit Horst Seehofer angewiesen.

Der Unionsstreit zwischen CDU und CSU, zwischen Horst Seehofer und Angela Merkel über die deutsche Asylpolitik schwelt immer noch, da attackiert der Bundesinnenminister der Kanzlerin erneut

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat mit Äußerungen über die Minderheit der Roma in Italien heftige Kritik ausgelöst. 

Worum es in der Auseinandersetzung geht, aus der in Deutschland eine Regierungskrise wurde – und wie andere EU-Länder an ihren Grenzen mit Migranten umgehen.

Der Asylstreit zwischen CDU und CSU hatte sich zuletzt zugespitzt. Am heutigen Montag tagten die Parteien getrennt. Im Anschluss traten Horst Seehofer und Angela Merkel vor die Presse. Neuer Streit droht: Es geht um den Automatismus nach dem EU-Gipfel Ende Juni. Merkel verneint die automatische Aktivierung der verschärften Grenzsicherung, Seehofer bereitet sich dennoch bereits darauf vor.

Der Streit zwischen CDU und CSU hatte sich vor dem Wochenende dramatisch zugespitzt. Am heutigen Montag könnte es zur völligen Eskalation und dem Bruch der Union kommen. Es ist ein politischer Showdown mit weitreichenden Konsequenzen.

Am Mittwoch ist Weltflüchtlingstag. CDU und CSU scheinen in ihrem Asylstreit unbeeindruckt davon. Die Positionen sind offenbar unverrückbar. Gibt es bis Montag doch noch Bewegungen?

Urlauber aufgepasst: In Italien kracht es am häufigsten.

Die Finanzmarktkrise 2008 hat mehrere EU-Staaten schwer getroffen. Jetzt geht erneut die Angst vor einer Krise um - wegen der neuen Regierung in Italien. Dabei stehen die ehemaligen Krisenländer eigentlich wieder gut da. Oder? 

Der EU-Gipfel Ende Juni steht für die Asylpolitik nicht unter dem Stern des Kompromisses und Fortschritts. Politikwissenschaftler Olaf Kleist erwartet angesichts der unterschiedlichen Interessenlage keine weitreichenden Kompromisse, warnt aber: "Es geht um die Zukunft der EU!"

Im Kampf gegen illegale Migration sei enge Zusammenarbeit mit Berlin und Rom notwendig.

Italien ist nicht bei der WM 2018 dabei. Für viele Italiener kommt das einer Katastrophe gleich. Sänger Giovanni Zarrella gibt im Interview Einblicke in die arg gebeutelte italienische Tifosi-Seele.

Seit Montag wartet ein Boot mit 600 geretteten Flüchtlingen zwischen Italien und Malta - und darf in keinem der beiden Länder anlegen. Nun zeichnet sich eine Lösung ab - Spanien will helfen und eine "Katastrophe" verhindern.

Donald Trump hat am Sonntag beim G7-Gipfel für einen Eklat gesorgt. Via Twitter ließ er die gemeinsame Abschlusserklärung des Gipfels platzen. Die übrigen G7-Teilnehmer reagierten verstimmt - ebenso wie die internationale Presse.

Ein Austritt aus dem Euro kommt für den neuen italienischen Finanzminister Giovanni Tria nicht in Frage. 

Bei ihrem Treffen im kanadischen La Malbaie haben die führenden Industrienationen ihre abschließenden Beratungen aufgenommen. Doch der G7-Gipfel steht wegen des offenen Streits mit US-Präsident Donald Trump vor dem Scheitern.

Eine neue Euro-Krise stehe vor der Tür: Dieses Schreckensszenario malen Pessimisten angesichts der Ankündigungen der neuen italienischen Regierung an die Wand. Besonders AfD-Gründer Bernd Lucke drückte bei Maybrit Illner auf den Alarmknopf. Gut, dass Finanzminister Olaf Scholz hanseatisch-pragmatisch bleibt. 

Diese Szene sorgt in Italien gerade für Empörung: Ein junger Mann knipst ein Selfie, während hinter ihm Sanitäter eine Frau versorgen, die von einem Zug erfasst wurde.