Das Coronavirus macht auch vor der Formel 1 nicht Halt. McLaren hat seine Teilnahme am Saisonstart in Melbourne abgesagt. Ein Mitarbeiter sei positiv auf das Virus getestet worden. Unsere Redaktion hat sich mit dem früheren Fahrer und jetzigen TV-Experten Marc Surer über eine mögliche Rennabsage unterhalten.

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Eigentlich sollte Marc Surer in Melbourne sein. Doch das Schweizer Fernsehen bleibt dem Saisonstart der Formel 1 aus Sicherheitsgründen fern. Grund ist die Corona-Pandemie.

TV-Experte Surer, zwischen 1979 und 1986 selbst in 82 Formel-1-Rennen am Start, muss seine Einschätzungen aus einem Studio in der Schweizer Heimat formulieren.

Marc Surer kommentiert die Formel 1 aus der Schweizer Heimat

"Das Schweizer Fernsehen hat sich dazu entschieden, nicht nach Australien zu fliegen", erklärte Surer im Gespräch mit unserer Redaktion. Dem Sender SRF sei "die Gefahr zu groß" gewesen, "irgendwo in einer Quarantäne zu landen".

Im Fahrerlager sind mindestens fünf Fälle der Ansteckung mit dem Coronavirus bekannt. Alleine vier davon betreffen das Team Haas. Es ist aber das Team McLaren, das sich aufgrund eines Falls in seiner Gruppe dazu entschieden hat, nicht am ersten WM-Rennen der Saison teilzunehmen.

Das Auftaktrennen soll jedoch weiterhin am 15. März stattfinden. "Sollte es keine bewiesene Epidemie im Fahrerlager geben, dann kann man die Rennen durchführen", sagte Surer. "Man muss es von Fall zu Fall abchecken. Und das macht die FIA", fügte der 68-Jährige an.

Surer: "Kann mir eine Rennabsage noch nicht vorstellen"

Noch könne er sich eine Rennabsage nicht vorstellen. "Sollte das Virus aber noch mehr um sich greifen, könnte man Konsequenzen ziehen." McLaren hat sie für sich bereits gezogen. Dessen Fahrer Lando Norris und Carlos Sainz jr. schauen dem Spektakel im Zweifel nur zu.

Surer kennt aus eigenem Erleben die Gepflogenheiten und kann sich in die Fahrer hineinversetzen: "Als Fahrer ist man ja Part eines Teams. Entscheidend ist die Stimmung im Team. Man ist eine Reisegruppe, die in diese Länder reist. Das sind in der Regel 45 Leute. Da fühlt man sich wie in einer Familie. Wenn es dann im eigenen Team Fälle gibt, dann wird man nervös." Allerdings warnte Surer auch in aller Deutlichkeit davor, "jetzt weltweit in Panik zu verfallen".

Er selbst schütze sich "mit Handschuhen". Schließlich müsse er selbst in der Schweiz noch fliegen, um als Experte im TV-Studio zu landen.

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