Hätte der 1. FC Kaiserslautern 2008 den Gang in die 2. Liga antreten müssen? Das berichtet zumindest das Nachrichtenmagazin "RTL Nachtjournal". Demnach war der Verein zu der damaligen Zeit insolvent, was einen enormen Punktabzug und den direkten Abstieg der "Roten Teufel" bedeutet hätte.

Aktuell belegt der 1. FC Kaiserslautern nach zehn Spieltagen in der 2. Liga den 15. Tabellenplatz und befindet sich somit nah den Abstiegsrängen. Nach Berichten des Nachrichtenmagazins "RTL Nachtjournal" hätte sich der Verein auf jeden Fall nach der Saison 2007/2008 auf einem solchen Abstiegsplatz befinden müssen.

Insolvenz bedeutet neun Punkte Abzug

Denn wie das Journal herausgefunden haben will, war der 1. FCK von Februar bis Juni 2008 insolvent. Interne Unterlagen sollen belegen, dass der Klub in diesem Zeitraum die monatliche Stadionmiete in Höhe von 317.000 Euro nicht bezahlen konnte.

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Der Wirtschaftsprüfer Gero Hagemeister bestätigte dem Magazin nach Prüfung der Jahresabschlussberichte ein existenzielles Liquiditätsproblem bei den "Roten Teufeln" in dieser Zeit. Und auch der Finanzvorstand des 1. FC Kaiserlautern von 2010 bis 2016 beteuert: "Ja, es gibt ja diverse Belege und Dokumente, die das aufzeigen."

Nach DFL-Statuten werden einem Verein, der Insolvenz anmeldet, neun Punkte abgezogen – damit wäre Kaiserlauten 2008 von Platz 13 auf Platz 17 abgerutscht und somit direkt aus der 2. Liga abgestiegen.

Stattdessen stieg Offenbach ab

Leidtragender der vermeintlichen Vertuschungsaktion waren die Offenbacher Kickers, die stattdessen den Gang in die 3. Liga antreten mussten. Der Klub aus Hessen konnte seitdem nicht mehr in die 2. Liga zurückkehren, spielt mittlerweile sogar in der Regionalliga Südwest.

Die Offenbacher kündigten bereits an, rechtliche Schritte prüfen zu wollen. Der damalige Abstieg kostete den Verein mehrere Millionen Euro. "Da reden wir sicher über einen ordentlichen siebenstelligen Betrag", sagt Vereinspräsident Helmut Spahn. "Wir müssen uns mit unseren Juristen zusammensetzen und überlegen, welche Schritte wir gehen."

Die damaligen Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern - Dieter Buchholz und Erwin Göbel - streiten die Anschuldigungen bislang ab. Mittlerweile gab auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) auf Nachfrage von RTL an, die Vorwürfe prüfen zu wollen.

Thomas Müller zeigte beim 3:1-Pokalerfolg gegen den FC Augsburg eine sehr gute Leistung, bereitete das 1:0 und 2:0 vor. Doch der 27-Jährige offenbarte einmal mehr eine lange nicht gekannte Schwäche: das Schießen eines Elfmeters. Gegen den FCA versemmelte er wieder einmal vom Punkt - und will daraus nun Konsequenzen ziehen.