Der VfB Stuttgart trennt sich nach der Blamage von Augsburg von Trainer Weinzierl. Die zweite Beurlaubung eines Chefcoachs in dieser Saison ist die letzte Hoffnung der Schwaben im Abstiegskampf. Nach der 0:6-Abfuhr ist die direkte Rettung aber wohl schon verspielt.

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Der VfB Stuttgart hat sich vier Spieltage vor Saisonende von Markus Weinzierl getrennt und wechselt damit bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit den Trainer. Der schwäbische Fußball-Bundesligist reagierte am Samstagabend auf das blamable 0:6 wenige Stunden zuvor beim FC Augsburg und die prekäre sportliche Situation im Abstiegskampf.

Der bisherige U19-Trainer Nico Willig wird das Team zunäcnhst einmal betreuen. Er soll schon am Sonntagvormittag das Training leiten, teilte der Club mit. Außer Weinzierl trennte sich der Verein auch von Co-Trainer Wolfgang Beller, dem Athletiktrainer Thomas Barth und dem Individualtrainer Halil Altintop.

Tiefpunkt der Saison

Weinzierl hatte nach dem siebten Spieltag die Nachfolge von Tayfun Korkut angetreten, aber nicht für einen Umschwung beim VfB sorgen können. Durch die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte in Augsburg haben die Schwaben nur noch rechnerische Chancen, die Abstiegsrelegation zu vermeiden.

Seit Wochen präsentiert sich der VfB in teils erschreckendem Zustand. Das 0:6 in Augsburg war für Stuttgart nach einem Spiel ohne adäquatem Zweikampfverhalten, mit etlichen Defensiv-Patzern und ohne Konsequenz im Angriff auch in der Höhe verdient. "Das war sicher ein Tiefpunkt in der aktuellen Situation", sagte Torhüter Ron-Robert Zieler. "Es gibt keine zwei Meinungen, dass wir uns so in der Bundesliga nicht präsentieren können. Die Mannschaft hat heute versagt."  © dpa

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