• Tabellenplatz acht in der Bundesliga und nun das Achtelfinale im DFB-Pokal: Beim 1. FC Köln läuft's.
  • Vor allem dank Stürmer Anthony Modeste, der den FC im Pokal mit zwei Toren zum Sieg schoss

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Es war nicht der "Ballon d'Or" in seiner Hand, wie Super-Joker Anthony Modeste im Überschwang der Gefühle scherzte. Doch auch die Trophäe für den "Man of the Match" bewies: Der französische Stürmer ist für den 1. FC Köln Gold wert.

"Es ist schön, wenn du so viel Selbstvertrauen hast", sagte der 33-Jährige grinsend. "Ich genieße es." Und wie: Mit seinem ersten Ballkontakt nur 38 Sekunden nach seiner Einwechslung hatte Modeste den FC im DFB-Pokal-Spiel beim VfB Stuttgart auf Achtelfinalkurs gebracht (72. Spielminute). Danach deutete er lachend in Richtung Trainerbank an, dass er sofort wieder ausgewechselt werden könne - Job erledigt.

Fan-Liebling Modeste knippst wieder doppelt

Oder Job doch nicht erledigt? Nur fünf Minuten später (77.) war sein nächster Doppelpack perfekt und Modeste mit seinem achten Saisontor zum 2:0-Endstand der Held des Abends. Wobei: "Wir müssen ihn nicht herausheben", meinte Steffen Baumgart, der Torjäger habe lediglich die starke Teamleistung "über die Ziellinie gebracht".

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Modeste seinen Klub mit einem Doppelpack im Rhein-Derby gegen Bayer Leverkusen (2:2) mit einem Punkt belohnt. FC-Trainer Baumgart weiß ganz genau, wie er den mitunter divenhaften Angreifer zu nehmen hat. "Spaß habe ich auf jeden Fall", sagte Modeste, "wenn du so einen Trainer hast, noch mehr".

So konnte der Fan-Liebling, der sich seinen Status nach seiner Rückkehr aus China zum Effzeh erst wieder erarbeiteten musste, sogar verschmerzen, dass er nur Joker war: "Das muss man akzeptieren, die anderen Jungs haben es auch gut gemacht."

Köln träumt vom ersten Pokalsieg seit 1983

Und so rang sich schließlich auch Baumgart zu einem Lob durch. Zwar profitiere Modeste davon, "dass wir weit vorne attackieren". Aber er arbeite auch viel, sei "körperlich wieder besser, seine Schnelligkeit kommt wieder, die Sicherheit". Oder, wie Mark Uth es umschrieb: "Tony macht momentan Tony-Sachen."

Und so dürfen sie weiter träumen in Köln. Sogar vom ersten Pokalsieg seit 1983? "Ich möchte nach Berlin", betonte Baumgart: "Nicht, weil ich da wohne" - sondern, um den Pott zu holen. (AFP/msc)

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