Eintracht Frankfurt klärt vor dem Supercup gegen die Bayern wichtige Personalien. Ein umworbener Spieler bleibt. Und auch der Sportdirektor verlängert seinen Vertrag.

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Mit zwei Vertragsverlängerungen hat Eintracht Frankfurt vor dem Supercup-Duell mit Rekordmeister Bayern München wichtige personelle Weichen für die Zukunft gestellt.

Der nach seinem starken WM-Auftritt von einigen Topclubs umworbene Ante Rebic wird die Hessen nicht verlassen und hat seinen Vertrag sogar noch um ein Jahr bis 2022 verlängert. Auch Sportdirektor Bruno Hübner bleibt beim DFB-Pokalsieger.

"Für uns ist das ein Eintracht-Frankfurt-Meilenstein, das zu schaffen", sagte Sportvorstand Fredi Bobic am Freitag in Frankfurt. "Dieser Spieler wurde auf dem Markt sehr genau beobachtet und begutachtet. Das macht mich und uns alle sehr stolz."

Frankfurt hätte mit dem kroatischen Offensivspieler eine Rekordsumme erzielen können, sagte Bobic über den 24-Jährigen. Doch im Kader sei auch Substanz wichtig.

Aufwärtstrend soll fortgesetzt werden

"Dass er bei uns bleibt, zeigt, dass er den Adler im Herzen trägt und wir mit unseren Planungen auf dem richtigen Weg sind. Und es zeigt auch, dass wir in Sachen Wirtschaftlichkeit einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben und Spitzenspieler halten können", betonte Bobic.

Die Eintracht dürfte dem Aufsteiger der vergangenen Saison künftig deutlich mehr Gehalt überweisen als bisher.

Rebic, der nach einem dreiwöchigen WM-Urlaub zu Wochenbeginn das Training aufgenommen hatte, könnte am Sonntag (20.30 Uhr/ZDF/Eurosport) im Supercup gegen den FC Bayern München schon zum Einsatz kommen. "Ich habe gesagt, ich verlange nichts von dir, außer zwei Tore", scherzte Bobic.

Der 46-Jährige hatte zuvor schon die Vertragsverlängerung von Sportdirektor Hübner bis 2021 verkündet, nachdem er selbst und sein Vorstandskollege Axel Hellmann bereits am Vortag ihre Kontrakte bei der Eintracht bis 2023 verlängert hatten.

Mit Bobic und Hübner als sportlicher Führung und dem neuen Trainer Adi Hütter soll der Aufwärtstrend - mit dem vorläufigen Höhepunkt des ersten Pokal-Triumphes seit 30 Jahren im Mai gegen die Bayern - fortgesetzt werden.

"Bruno macht einen sehr guten Job, und wir ergänzen uns fantastisch. Wir haben eine spannende und ereignisreiche Zeit vor uns", sagte Bobic. Der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Steubing kündigte an: "In den nächsten fünf Jahren werden in Frankfurt dicke, dicke Bretter gebohrt. Das sind richtige Platten."  © dpa

Adi Hütter, der mit Vornamen eigentlich Adolf heißt, könnte sich geschichtsbedingt einen anderen Namen wünschen. Zu Hause hieß er so aber nie, vom ersten Moment an nannte seine Mutter ihn Adi.