München (seb) - Sitzt Ailton bald in der Schuldnerberatung beim Fernsehsender "RTL"? Der Anwalt des ehemaligen Stürmer-Stars hat bestätigt, dass Schuldnerberater Peter Zwegat bereits eine Anfrage an den früheren Torjäger gestellt hat. Dessen Berater winkt jedoch ab - dabei scheint es, als ob der "Kugelblitz" durchaus Hilfe gebrauchen könnte.

Autos, Kleidung, Immobilien: Die Millionen, die Ailton bei Werder Bremen, Schalke 04, dem Hamburger Sportverein und Besiktas Istanbul verdient hat, sind offenbar weg. Der "Sport-Bild" sagte der Brasilianer jüngst: "Ich war häufig sehr naiv und habe im Umgang mit Geld viele Fehler gemacht." Dabei hat wohl nicht nur Ailton selbst jahrelang über seine Verhältnisse gelebt. Freunden kaufte der Stürmer im Vorbeigehen Wohnungen. "Ich weiß nicht einmal, wie viele solcher Bekannte nun Immobilien besitzen, die ich gezahlt habe."

Laut "Bild" sollen die Gläubiger nun Schlage stehen. Das Gerücht, er sei bankrott, weist Ailton aber kategorisch zurück. "Dass ich pleite bin, ist Schwachsinn", so der 37-Jährige in der "Sport-Bild". "Ich habe in meinem Leben viel mehr als eine Million Euro verprasst. Heute bin ich viel schlauer und reifer als früher."

Ailtons Berater Patrick von Haacke hat die Zwegat-Offerte mittlerweile zurückgewiesen. "Dann kann Ailton gleich bei 'Bauer sucht Frau' mitmachen", so Haacke im "Bremer Anzeiger".

Dass sich Ailtons Konto jedoch noch einmal so gut füllt wie in seinen besten Tagen ist eher fraglich. Der Privatsponsor hat ihm laut "Sport-Bild" gerade den Vertrag gekündigt, angeblich auch wegen Ailtons unvernüftigem Umgang mit Geld.

Bei seinem aktuellen Verein, dem Regionalligisten FC Oberneuland, krebst er mit nur drei Toren in elf Spielen im Mittelmaß herum. Laut dem Kölner "Express" streitet sich der prominente Neuzugang außerdem mit der Vereinsführung um Nachzahlungen von rund 50.000 Euro. Es wird spekuliert, dass der Brasilianer nun seinen Sonderurlaub in der Heimat absichtlich überzieht, um entlassen zu werden.

Für den nahenden Ruhestand hat Ailton jedoch schon einen Plan, der ein gutes Einkommen verspricht. Der "Sport-Bild verriet er: "Entweder ich arbeite als Spielerberater oder ich werde Bürgermeister in meiner Heimatstadt Mogeiro."