In weiten Teilen Deutschlands sonniges Sommerwetter - das schreit nach einer Grillparty mit Freunden im Freien. Ob mit Kohle oder Gas, ob Fisch, Fleisch oder Gemüse: Mit diesen Tipps gelingt das Barbecue.

Eine erste Geschmacksfrage ist die Entscheidung zwischen der Befeuerungsart. Für die einen verspricht der Gasgrill das Optimum. Sauber, angenehm und praktisch sind diese Röster. Ähnlich verhält es sich mit Elektromodellen: Für beide Varianten gilt, dass die Grillexperten sofort loslegen können. Beißender Qualm und lästige Asche spielen hier keine Rolle.

Das Holzkohlegrillen dagegen ist mit einiger Vorbereitung verbunden. So muss etwa die Kohle erst einmal durchglühen, bis die Lebensmittel zubereitet werden können. Variierende Temperaturen, Rauch, Gestank und Asche sind weitere Minuspunkte. Doch geschmacklich halten viele Grillmeister diese Möglichkeit für die beste.

Anzünden, abfackeln oder schonend anglühen lassen?

Beim Anzünden gibt es immer noch Anhänger der rustikalen Methode: Wer mit Papier oder treibstoffgetränkten Grill-Beschleunigern hantiert, sollte sich aber im Klaren sein, damit die Umwelt zu belasten, beim Geschmack der Steaks und Würstchen Einbußen hinzunehmen und die eigene Gesundheit zu gefährden.

Als Alternative kann eine elektrische Gabel dienen, die glühend die Kohle zum Brennen bringt. Schick dagegen ist der Anzündkamin, in dem sich die Briketts und die Kohle schnell erhitzen und damit dem Genuss nicht im Weg stehen.

Französische Grill-Spezialitäten

Überraschen Sie ihre Freunde doch mal mit außergewöhnlichen Grillspezialitäten: Ein Geheimtipp ist zum Beispiel die Merguez. Feinschmecker schwören auf die französische Wurst mit dem Ursprung Nordafrika. Alles, was das Meer zu bieten hat, kann ebenfalls auf den Grill: zum Beispiel Riesengarnelen, Dorade oder Lachs.

Typisch französisch sind auch verschiedene Geflügelsorten, die in speziellen Saucen mariniert sind. Ein französischer Wein passt genauso gut dazu wie Baguette, das es in Gallien in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt.

Vorsicht vor schwarzen Stellen

Zum gesunden Grillen gehört es, beim Marinieren ein hitzebeständiges Pflanzenöl wie etwa Rapsöl zu verwenden. Beim Braten selbst sollten an den Lebensmitteln keine schwarzen Stellen entstehen, weil sich in den verbrannten Lebensmittel HCA (heterozyklische Amine) und PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) befinden könnten, die als krebserregend gelten.

In der Hitze entwickeln sich ebenso AGE’s (Advanced Glycation End Products), die laut einer Studie der New Yorker Mount Sinai School of Medicine Darmkrebs verursachen können. Um zu verhindern, dass Fett oder Öl in die Glut tropfen, ist es gut, die Lebensmittel in eine Aluminium-Schale oder entsprechende Folie zu geben. Durch Flüssigkeiten im Feuer kann gesundheitsschädlicher Rauch entstehen.

Lebensmittel auf dem Grill verteilen

Da Würstchen, Gemüse oder Steaks unterschiedliche Garzeiten haben, sollten sie auch auf dem Rost in verschiedenen Zonen positioniert werden. Größere Fleischstücke oder Braten sollten nicht so starker Hitze ausgesetzt sein, so dass diese Stücke langsam schmoren, ohne zu verbrennen. Dünne Gemüsescheiben dagegen sollten nur kurz, dafür aber intensiv gegrillt werden.

Das Grill-Fleisch richtig aufspießen

Fast jeder kennt das Problem: Bei Schaschlik oder anderem aufgespießten Grillgut fängt der Holzspieß auf dem Grill plötzlich Feuer. Um das zu vermeiden, sollten die langen Holzstifte etwa eine halbe Stunde vorher in Wasser gelegt werden. Bei Fisch, der leicht beim Grillen zerfällt, helfen zwei über Kreuz eingestochene Spieße.

Der Umgang mit dem Steak will auch gelernt sein. Dünne Fleischstücke sollten bei großer Hitze scharf angebraten werden. Bei Leckereien, die dicker als 2,5 Zentimeter sind, ist indirekte Wärme besser.