• Das Finale der 100 Meter der Frauen findet ohne deutsche Beteiligung statt.
  • Alexandra Burghardt und Tatjana Pinto laufen in ihren Halbfinals nicht schnell genug.
  • Burghardt erzielt jedoch die zweitbeste Zeit ihrer Karriere.

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Tatjana Pinto und Alexandra Burghardt sind im olympischen Halbfinale über 100 Meter wie erwartet ausgeschieden. Die deutsche Meisterin Burghardt legte als Vierte im zweiten Durchgang in 11,07 Sekunden jedoch die zweitbeste Zeit ihrer Karriere hin. Als Gesamtelfte reichte das aber nicht für das Finale an diesem Samstag (14:50 Uhr). Die Paderbornerin Pinto belegte im ersten von drei Läufen den siebten und letzten Platz in schwachen 11,35 Sekunden.

"Die Zeit ist eigentlich okay. Der Lauf war technisch nicht so gut. Das Finale war greifbar. Ich denke, in ein paar Minuten bin ich richtig stolz", sagte Burghardt in der ARD. Es sei "ein megatolles Erlebnis gewesen, hier zu laufen."

Burghardt: "Unsere Geschichte in diesem Stadion ist noch nicht zu Ende"

Burghardt kündigte kämpferisch an: "Ich bin jetzt richtig motiviert für die Staffel. Unsere Geschichte in diesem Stadion ist noch nicht zu Ende geschrieben." Die deutsche Sprintstaffel der Frauen hält seit dem 20. Juni mit 42,38 Sekunden die Weltjahresbestzeit.

Der Staffel gehört auch Pinto an. Nach ihrem Einzel-Aus im Halbfinale ärgerte sich über ihren schwachen Start: "Ich bin irgendwie gar nicht rausgekommen. Das ist natürlich ein No-Go in einem Halbfinale." Die letzte Deutsche, die in einem olympischen 100-Meter-Endlauf stand, war Heike Drechsler 1988.

Die schnellste Zeit des Halbfinals legte die Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce, die ihr drittes Gold nach 2008 und 2012 im Kurzsprint anpeilt, mit 10,73 Sekunden hin.

Mitfavoritin Okagbare wegen positiven Doping-Befunds ausgeschlossen

Nicht am Start war die nigerianische Weltklasse-Sprinterin und Weitspringerin Blessing Okagbare, die bei einer Trainingskontrolle am 19. Juli positiv auf das menschliche Wachstumshormon getestet wurde. Die Suspendierung teilte die unabhängige Integrationskommission (Aiu) des Leichtathletik-Weltverbandes vor dem Halbfinale mit, für das sich die 32-Jährige qualifiziert hatte. (dpa/hau)

Für Alexandra Burghardt war die Verschiebung der Olympischen Spiele ein Glücksfall

Als Juniorin war Alexandra Burghardt ein vielversprechendes Sprinttalent. Doch seit 2015 stagnierten ihre Zeiten. Die Sporthilfe schickte ihr im Dezember 2020 gar eine Einladung zu ihrer Abschiedsfeier. Burghardt musste schlucken - und gab alles, um sich den Traum von Tokio zu erfüllen. Nun ist sie die Zweitschnellste in Europa. © Sky
Teaserbild: © Kai Pfaffenbach/Reuters