• Das deutsche Olympia-Team bleibt am ersten Wettkampf-Tag in Tokio ohne Edelmetall.
  • Dennoch war es aus deutscher Sicht ein zufriedenstellender Auftakt.
  • Hoffnung für Sonntag macht vor allem ein Schwimmer.

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Zum Auftakt der Olympischen Spiele in Tokio hat es für die deutsche Mannschaft noch keinen Grund zum Feiern gegeben. Wie vor fünf Jahren in Rio de Janeiro gingen die schwarz-rot-goldenen Sportlerinnen und Sportler bei der Vergabe der ersten Medaillen leer aus.

Dem Edelmetall am nächsten kam am Samstag Sportschütze Christian Reitz als Fünfter in seiner Zweitdisziplin mit der Luftpistole über die Zehn-Meter-Distanz. Im Straßenradrennen lag Maximilian Schachmann lange mit vorne und kam am Ende auf Platz zehn.

Für die herausragende Leistung des Tages aus deutscher Sicht sorgte am Samstag Henning Mühlleitner im Schwimmen. Der 24-Jährige aus Neckarsulm zog als Vorlaufschnellster in das Finale am Sonntag über 400 Meter Freistil ein und nährte die Hoffnung auf die erste Medaille der Beckenschwimmer nach zwei Sommerspielen.

Niederlage für die Beachvolleyballerinnen, das Handball-Team und die Säbelfechter

Für Fahnenträgerin Laura Ludwig begannen die Spiele in Japan mit einer Niederlage. Einen Tag nach der Eröffnungsfeier verlor die Beachvolleyball-Olympiasiegerin mit ihrer Partnerin Margareta Kozuch gegen die Schweizer WM-Vierten Tanja Hüberli und Nina Betschart mit 1:2-Sätzen. Karla Borger und Julia Sude unterlagen den ebenfalls aus der Schweiz stammenden Europameisterinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré ebenso mit 1:2.

Das Handball-Team von Bundestrainer Alfred Gislason musste sich im ersten Vorrundenspiel Europameister Spanien mit 27:28 geschlagen geben. Nächster deutscher Gegner in der Gruppe A ist am kommenden Montag Argentinien. Besser lief es für die Hockey-Männer beim 7:1 gegen Kanada. Am Montag wartet im zweiten Gruppenspiel in Weltmeister Belgien eine weit schwierigere Aufgabe.

Zweifelhafte Entscheidungen in der Schlussphase bringen Deutschland um möglichen Sieg

Eine Reihe zweifelhafter Entscheidungen führt zur bitteren Auftaktniederlage der DHB-Auswahl in Tokio gegen Europameister Spanien. "Das ist doch ein Witz", echauffert sich Eurosport-Experte Pascal Hens. "Ich bin echt total genervt." (Teaserbild: Martin Bernetti/AFP) © Eurosport

Zu den größten Enttäuschungen aus deutscher Sicht zählte das Abschneiden der Säbelfechter. Athletensprecher Max Hartung, Matyas Szabo und Benedikt Wagner scheiterten früh. Der Ungar Aron Szilagyi holte als erster männlicher Fechter in der Geschichte seine dritte Goldmedaille in einer Einzeldisziplin.

Freude bei den deutschen Turnern und Tennisspielern

Jubel gab es bei den Turnern. Die Männer zogen als Sechste in das Team-Finale ein. Zudem erreichten Lukas Dauser und Philipp Herder das Mehrkampf-Finale im Einzel. Dauser darf sich darüber hinaus Chancen im Endkampf am Barren ausrechnen.

Die Tennisspieler erwischten ebenfalls einen guten Start in das olympische Turnier. Alexander Zverev gewann mit Jan-Lennard Struff gegen die an fünf gesetzte polnische Paarung Hubert Hurcacz/Lukasz Kubot 6:2, 7:6. Kevin Krawietz und Tim Pütz stehen ebenso im Achtelfinale. Das Damen-Doppel Anna-Lena Friedsam und Laura Siegemund schied aus. Struff trifft nach seinem Auftaktsieg im Einzel auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic.

Erste Gold-Medaille geht nach China

Das erste Gold der Spiele sicherte sich die chinesische Schützin Qian Yang mit dem Luftgewehr über die Zehn-Meter-Distanz. Auch die Gastgeber durften sich über den ersten Sieg freuen: Judoka Naohisa Takato gewann in der Klasse bis 60 Kilogramm.

Corona und Taifun legen Schatten über die Olympischen Spiele

Radprofi Simon Geschke muss in den nächsten Tagen die Spiele aus einem Quarantäne-Hotel verfolgen. Nach seinem positiven Corona-Test wurde der 35-Jährige dort einquartiert und soll nach den geltenden Regeln dort bis zu zehn Tage bleiben.

Die Olympia-Macher müssen sich neben Corona noch auch mit einem Taifun beschäftigen. Der Wirbelsturm bewege sich über dem Pazifik Richtung der japanischen Hauptinsel Honshu, hieß es. Er droht voraussichtlich am Dienstag in der Region Kanto mit der Hauptstadt Tokio auf Land zu treffen.

Die Organisatoren hatten bereits die ursprünglich für Montag geplanten Ruderrennen vorverlegt. Die kurzfristige Änderung machte zumindest dem Deutschland-Achter nichts aus. Er gewann souverän seinen Vorlauf, zog ins Finale ein und gilt als großer Gold-Favorit. (dpa/ari)

Olympia 2021: Vorlaufsieg für den deutschen Ruder-Achter - und das erste Gold der Spiele

Rudern, Tennis und die erste Goldmedaille der Spiele in Tokio: Die Höhepunkte der ersten Stunden des ersten Wettkampftags nach der bunten Eröffnungsfeier. (Teaserbild: Reuters/Leah Millis) © Eurosport