• Der Auftritt einer uigurischen Skilangläuferin bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele sorgte für Aufsehen und Kritik von Menschenrechtlern an China.
  • Nun hat sich die Athletin in den Staatsmedien geäußert.

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Die uigurische Skilangläuferin Dinigeer Yilamujiang hat sich für ihre Rolle als Fackelläuferin bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele bedankt. "Als ich die Aufgabe übernahm, konnte ich es einfach nicht glauben", sagte die 20-Jährige nach Angaben chinesischer Staatsmedien. "Da mein Vaterland mir diese wichtige Aufgabe überträgt, musste ich sie auch erfüllen."

Dass die Uigurin gemeinsam mit dem nordischen Kombinierer Zhao Jiawen das olympische Feuer entzündet hatte, sorgte für Aufsehen, da China international Vorwürfen über eine Unterdrückung der muslimischen Minderheit ausgesetzt ist. Exil-Uiguren sahen eine "politische Show", die ein falsches Bild vom Leben der Uiguren in der Nordwestregion Xinjiang zeichne. Hunderttausende sind Menschenrechtlern zufolge in Umerziehungslager gesteckt worden. Es gibt Berichte über Folter, Misshandlungen und ideologische Indoktrinierung in den Lagern.

Dinigeer Yilamujiang hofft auf mehr Begeisterung

Dinigeer Yilamujiang berichtete indes mit patriotischer Haltung, auch ihr Vater, der Trainer des Langlaufteams ist, und ihre Schwester, die in der Mannschaft mitarbeitet, hätten an der Eröffnungsfeier teilgenommen. Sie hoffe, dass ihr Auftritt als Fackelläuferin die Kinder in ihrer Heimatregion im Altai-Gebirge für den Wintersport begeistern könne.

Vor ihrer Abreise nach Peking seien Hirten mit der Nationalflagge angeritten, um sie zu verabschieden. Staatsmedien verbreiteten davon auch Fotos. Die Hirten hätten "Mein Vaterland und ich" gesungen. Wie es in anderen Berichten hieß, hat der Rest der Familie am Fernseher die Eröffnungsfeier verfolgt. "Ich danke der Nation, dass sie meiner Tochter eine so wichtige Aufgabe übertragen hat", wurde die Mutter zitiert. "Ich hoffe, dass meine Tochter dem Land Ruhm bringt."

In Xinjiang gibt es schon länger Spannungen zwischen den herrschenden Han-Chinesen und ethnischen Minderheiten. Seit blutigen Unruhen 2009 und mehreren Terroranschlägen greifen die Sicherheitskräfte hart durch. Uiguren beklagen kulturelle und religiöse Unterdrückung, während ihnen Peking Separatismus vorwirft. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt.

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