• Romed Baumann holt bei der Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo im Super-G sensationell Silber.
  • Der Deutsche muss sich nur Vincent Kriechmayr aus Österreich geschlagen geben.
  • Auf Platz drei kam Alexis Pinturault aus Frankreich.

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Bei der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo hat Romed Baumann sensationell Silber im Super-G gewonnen und hat dem deutschen Skiteam eine historische Medaille beschert.

In einem spektakulären Rennen auf neuer Strecke war der Routinier nur 0,07 Sekunden langsamer als sein favorisierter Ex-Teamkollege Vincent Kriechmayr aus Österreich. Bronze gewann Alexis Pinturault (+0,38).

Dem 35-Jährigen, der erst vor knapp zwei Jahren aus Österreich zum DSV gewechselt war, gelang das beste deutsche WM-Ergebnis überhaupt in einem Super-G und die erste Medaille in einem Speed-Event seit Florian Eckert Bronze 2001.

Baumann von Silber überwältigt: "Es ist unglaublich"

Für Baumann selbst ist es der größte Erfolg seiner Karriere. "Jawoooooll", brüllte er nach seiner mutigen Fahrt auf der schwierigen Piste in die Kameras, danach flossen Freudentränen. Der neu angelegte Kurs mit zwei extrem schwierigen Passagen verlangte den Fahrern alles ab und führte zu etlichen Ausfällen.

"Es ist heute alles so locker von der Hand gegangen, ich hab gar nicht geschnauft im Ziel, es ist unglaublich", sagte der 35 Jahre alte Baumann, der auf der neuen Piste Vertigine seine ganze Routine ausspielte.

Als zweitbester Deutscher raste Andreas Sander auf Platz neun und damit ebenfalls in die Top Ten. Der junge WM-Debütant Simon Jocher wurde 16., Dominik Schwaiger schied bei einer der besagten Schlüsselstellen aus.

Ski-Alpin-WM: Alpinchef findet es "saucool"

"Ich finde es saucool", resümierte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier nach dem Coup seines ältesten Schützlings und lobte dessen Rolle im Team als Routinier und Helfer für die Jüngeren. "Sensationell, da kann man nur den Hut ziehen", sagte Teamkollege Sander und sprach von einer "Wahnsinns-Leistung".

Für den DSV war es die erste WM-Medaille seit Slalom-Bronze von Felix Neureuther 2017 in St. Moritz/Schweiz. Im Super-G der Männer hatte bislang nur 1987 der spätere Olympiasieger Markus Wasmeier als Dritter in Crans-Montana/Schweiz auf dem WM-Podest gestanden.

Baumann hatte zuvor für Österreich Bronze im Teamwettbewerb (2011 in Garmisch-Partenkirchen) und in der Super-Kombination (2013 in Schladming) gewonnen. (dpa/mgb/ank)

Teaserbild: © imago images/Oryk HAIST