Er hat es schon wieder getan - und auch diesmal hält er sich nicht mit Nettigkeiten auf, sondern greift tief in die Kiste der Fäkalsprache: Til Schweiger motzt über das Internet und die Medien.

Der Mann hat es auch nicht leicht im Moment. Til Schweiger setzt sich mit Worten und Taten für Flüchtlinge ein und wird dennoch nicht als Held gefeiert, sondern mit Spott und Häme überzogen.

Nachdem seine Ankündigung, ein Flüchtlingsheim zu bauen, sogar in den höchsten Kreisen der deutschen Politik wahrgenommen wurde und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel sich mit dem Schauspieler traf, um bei einem Gläschen Wein ein "intensives und gutes Gespräch" (Gabriel) über die Flüchtlingsthematik zu führen, ist Schweiger nun wieder auf Krawall gebürstet und teilt seinen Groll auf die Twitter-Meute und die Kollegen von Spiegel Online per Facebook mit der Welt.

Warum? Im Internet, vor allem auf Twitter, hatte das Treffen nicht wenig Spott hervorgerufen. Dabei ging es neben den üblichen Lästereien allerdings auch um konkrete Kritik wie zum Beispiel Gabriels Reise nach Saudi Arabien und neue Rüstungsexporte, wie sie etwa das Satire-Magazin Extra Drei thematisiert:

Spiegel Online machte aus den Twitter-Reaktionen einen Sammler - auch ein eigentlich unspektakulärer Vorgang. Für Schweiger jedoch Grund genug, die Journalisten und natürlich auch bösen Twitterer anzugreifen:

Schade eigentlich. Hatte Schweiger durch seine klaren Worte gegen die ewigen "Wird man doch wohl noch sagen dürfen"-Pfeifen und andere Nazis, die sich auf seiner Facebook-Seite tummeln, Sympathien gewonnen, macht er durch sein Beleidigte-Leberwurst-Getue viel davon wieder kaputt.

Nein, Til: Es sind nicht alle gegen dich und das Spiel heißt nicht "Schweiger gegen den Rest der Welt". Aber selbst deine zweifellos guten Absichten bewahren dich eben nicht davor, dass auch mal Kritik geäußert wird. Und je weniger souverän du damit umgehst, desto kleiner macht das am Ende dein gutes Werk.