Augen auf bei der Berufswahl: Würde man Klaas Heufer-Umlauf nach seinem Beruf fragen, würde er sehr wahrscheinlich sagen: "Quatsch machen im Fernsehen". Genau das machte er am Dienstagabend in der neuesten Ausgabe von "Joko & Klaas gegen ProSieben" wieder, kam dabei aber das eine oder andere Mal an seine Grenzen. Und ein spanisches Wort wird Heufer-Umlauf so schnell nicht mehr vergessen.

Eine Kritik
Diese Kritik stellt die Sicht von Christian Vock dar. Informieren Sie sich, wie unsere Redaktion mit Meinungen in Texten umgeht.

"Das wird bestimmt richtig gut", prophezeite Moderator Steven Gätjen in der vergangenen Woche, als er Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf nach deren Niederlage bei "Joko & Klaas gegen ProSieben" ihre Strafaufgabe erklärt hatte. Die beiden mussten das gesamte Grafikdesign der nächsten Ausgabe selbst gestalten. Eine ähnliche Strafe bekamen die beiden schon einmal aufgebrummt, nur mussten sie damals die Sounds der Show kreieren.

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Nun also war die Grafik dran, doch dass die Sache "bestimmt richtig gut" werden würde, daran streute Heufer-Umlauf selbst Zweifel. Bei der Aufgabe sei nämlich Folgendes passiert: Man habe angefangen und "dann irgendwann keine Lust mehr" gehabt. Für ein paar nette Einfälle hat die Anfangseuphorie trotzdem gereicht. Etwa, das ProSieben-Logo mit Pommes darzustellen, die Mitarbeiter in kleinen Einspielern einzubeziehen oder als sie eine Torte aus dem Backstage-Bereich filmen und das Ganze live auf den riesigen LED-Boden des Studios übertragen.

Steven Gätjen: "Nicht das Glas, Klaas!"

Schöne Idee, doch die potenzielle Strafe, sollten Winterscheidt und Heufer-Umlauf auch diese Ausgabe verlieren, klingt noch reizvoller. Im Falle einer Niederlage, so erklärt es Steven Gätjen kurz vorm Finale, müssen die beiden eine Dokumentation drehen, in der der gelernte Frisör Heufer-Umlauf seinem "Azubi" Winterscheidt das Haareschneiden beibringt. Doch das ist Zukunftsmusik, zuerst müssen sich die beiden TV-Entertainer wie immer durch sechs Spiele und das Finale kämpfen.

Im ersten Spiel haben Winterscheidt und Heufer-Umlauf 55 Klemmbausteine, die sie durch sieben Fenster werfen müssen, allerdings ist jedes Fenster mit Alufolie, Styropor, Frischhaltefolie, Glas, Karton, einem Müllsack oder Plexiglas bedeckt. Handicap: Jeder Baustein darf nur einmal verwendet werden. Es dauert nicht lange, bis die beiden Moderatoren eine zusätzliche Schwierigkeit in der Aufgabe erkennen. "Nicht das Glas, Klaas", kalauert Gätjen, als Heufer-Umlauf wieder einmal nur den Rahmen eines Fensters trifft.

"Das wird jetzt schwer", bemerkt Winterscheidt, als die Bausteine zur Neige gehen und irgendwann gesteht sich Heufer-Umlauf die Aussichtslosigkeit des Unterfangens ein: "Man müsste ja mit einem zwei schaffen!" Da das nicht zu machen ist, kassieren Winterscheidt und Heufer-Umlauf gleich im ersten Spiel die erste Niederlage – es sollte allerdings bis zum Finale die einzige bleiben. Denn schon beim zweiten Spiel setzen sich die beiden beim Liedererraten gegen Palina Rojinski und Jessica Schwarz durch.

Winterscheidt und Heufer-Umlauf gegen die Wolter-Twins

Ähnlich rund läuft es auch gegen Max von der Groeben und Gizem Emre. Gegen die beiden "Fack ju Göhte"-Schauspieler müssen Winterscheidt und Heufer-Umlauf allerlei Spiele mit Zwei-Euro-Münzen spielen. Wer einmal versuchen möchte, eine Zwei-Euro-Münze zwischen die Zinken einer Gabel rollen zu lassen: Der Rekord von Joko Winterscheidt liegt hier bei 79 Sekunden. Das nächste Promi-Duell geht ebenfalls an Winterscheidt und Heufer-Umlauf, bringt die beiden aber erstmals an ihre Grenzen.

Joko und Klaas
Joko und Klaas spielten unter anderem gegen Max von der Groeben und Gizem Emre. © ProSieben/Nadine Rupp

In dem voraufgezeichneten Spiel treten die beiden Moderatoren gegen Dennis und Benni Wolter an. Jedes Team muss unabhängig voneinander exakt dieselbe Aufgabe lösen. Wollen Winterscheidt und Heufer-Umlauf einen Punkt machen, müssen sie ihre Aufgabe jedoch auf eine andere Art lösen als ihre Gegner. Lösen die Wolter-Brüder ihre Aufgabe genauso wie Winterscheidt und Heufer-Umlauf, bekommen wiederum sie einen Punkt und das machen sie von Anfang an ziemlich gut. Zumindest fast.

Denn egal, ob es darum geht, eine Banane verschwinden zu lassen oder einen Anzug anzuziehen – immer wieder liegt Benni Wolter mit seinem Lösungsweg richtig, bevor sich die beiden dann aber entscheiden, es so wie Dennis zu machen. "Setz dich doch mal durch!", fährt Dennis seinen Zwillingsbruder Benni deshalb ironisch an. Auch über die Strecke des Spiels haben die Wolters keine Chance, der letzten Durchgang verdirbt Winterscheidt jedoch die Freude am Sieg.

Klaas Heufer-Umlauf: "Was soll denn der Scheiß?"

Jedes Team soll nämlich Pupsspray versprühen, die Frage ist nur: Wer macht es im eigenen Raum und wer in dem des Gegners. Beide Teams wählen den Raum von Winterscheidt und Heufer-Umlauf, was deren Sieg bedeutet, aber auch eine Herausforderung für den Geruchssinn: "Ich kann das gar nicht genießen. Warum ist das das Ende?", ärgert sich Winterscheidt, dass er seinen Sieg in so übel riechendem Ambiente feiern muss. Doch auch wenn das Spiel derart zu Ende geht, fällt Klaas Heufer-Umlauf doch ein interessantes Detail auf.

Denn in einer der Runden lautete die Aufgabe, jeweils den dümmsten Mitarbeiter am Set zu benennen und nach Hause zu schicken. Das machen auch beide Teams und da entdeckt Heufer-Umlauf etwas Besonderes, wie er Steven Gätjen im Studio erzählt. Die beiden Mitarbeiter seien dann weg gewesen, "und der Dreh ist ganz normal weitergelaufen." Heufer-Umlauf muss schon einen rabenschwarzen Tag erwischen, um sich die Gelegenheit für so einen Spaß entgehen zu lassen.

Doch der "Late Night Berlin"-Moderator kann am Dienstagabend nicht nur lachen. Denn bei Spiel Nummer fünf hat Heufer-Umlauf eine Blindbrille auf und Winterscheidt einen Knebel im Mund. Nun müssen die beiden fünf einfache Aufgaben erledigen, die Gätjen Winterscheidt schriftlich übermittelt. Am Ende gelingt ihnen auch das, zwischendrin war es aber alles andere als lustig – zumindest für Heufer-Umlauf. "Was soll denn der Scheiß?", wundert sich der "blinde" Heufer-Umlauf, als Wintscheidt am Boden liegend an ihm herumnestelt, um ihn dazu zu bringen, über ihn drüber zu springen.

Was ist nur eine "parada de manos"?

Und als Winterscheidt ihm wenig später so schweigend wie vergeblich erklären will, dass er ein Gummiband festhalten und dabei das Titellied der Zeichentrickserie "Alfred J. Kwak" singen soll, ist Heufer-Umlauf irgendwann reichlich genervt: "Ich will das nicht mehr machen!", jammert er. Muss er auch nicht mehr lange, und nachdem die beiden auch diese Aufgabe meistern und dann auch noch das letzte Spiel des Abends gewinnen, gehen sie mit insgesamt fünf Vorteilen ins Finalspiel.

Für das ist ProSieben eine sehr lustige Idee eingefallen. Denn plötzlich verschwindet Moderator Steven Gätjen und macht seinem Spanisch sprechenden Pendant Eneko Platz. Der erklärt alle Aufgaben, die Winterscheidt und Heufer-Umlauf nun lösen müssen, auf Spanisch – die eigentliche Herausforderung des Spiels. Und so tappen die beiden sehr, sehr oft im Dunkeln, was sie nun machen müssen, ganz besonders, als Eneko verlangt, eine "parada de manos" zu machen, also einen Handstand. Immer wieder wiederholt Eneko das Wort, doch die beiden kommen nicht drauf. Schlussendlich geht das Finale ganz knapp verloren und wie sich Winterscheidt so als Frisör-Azubi macht, zeigt ProSieben dann gleich im Anschluss bei "Late Night Berlin".

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