Christian Bartlau

Freier Autor

Geboren 1985 in Rostock, aufgewachsen in der mecklenburgischen Einöde. Lebt und arbeitet seit 2015 als Freier Journalist in der Nähe von Wien in Österreich.

Artikel von Christian Bartlau

Die ARD sendet weitgehend politikbefreite Filmadaption von Houellebecqs "Unterwerfung" - und Sandra Maischberger diskutiert danach über Schweinefleisch in Kitas. Ein Abend, an dem wenig zusammenpasst.

Weil das Bamf Bremen krumme Dinger dreht, diskutiert Anne Will mal wieder über Flüchtlinge - mit altbekannten Positionen. Und einem Alexander Gauland, dem fast ein Abend ohne Aufreger passiert.

Die Reichen werden immer reicher - wie lange kann das noch so weitergehen, will Frank Plasberg wissen. Weil er dazu die Karikatur eines Superreichen eingeladen hat, muss Juso-Chef Kevin Kühnert sichtlich leiden. 

Berührende Schicksale, sachliche Lösungsvorschläge und kein Politiker weit und breit – "Maischberger"debattiert erfrischend offen über unseren Umgang mit Alkohol.

Auch wenn die Suche nach den Rezepten keinen großen Erfolg bringt – immerhin zeigt "Anne Will" auf, dass Deutschland in Sachen Antisemitismus alarmiert sein sollte. Allein traditionell, aber auch in der Integration. Da mache die Regierung Riesenfehler, wettert ein Experte, und stellt ein vernichtendes Zeugnis aus.

Was ist wichtiger: Das subjektive Sicherheitsempfinden oder die kalte Statistik? Darum dreht sich die Debatte bei "Maischberger". Ein Jens-Spahn-Klon argumentiert mit der Angst, ein Kriminologe fremdelt mit den Emotionen.

Die Deutschen machen sich mehr Sorgen über Trumps Politik als über die von Putin. Bei Maischberger bleibt die Diskussion aber fast komplett bei Putin hängen und sorgt für Streit: "Wollen Sie Zoff oder Gedankenaustausch?"

Frank Plasberg lässt bei "hart aber fair" über die Essener Tafel diskutieren. Auf eine Rassismus-Diskussion lassen sich seine Gäste gar nicht erst ein - und das ist auch gut so. Denn es gibt in der Talk-Runde spannendere Fragen und viele Vorwürfe an die Politik.

Die Schweizer stimmen über ihre Rundfunkbeiträge ab, Grund genug für Sandra Maischberger, über ARD und ZDF zu reden - mit viel Selbstkritik und einem Thomas Gottschalk, der sich ein wenig fehl am Platze fühlte.

Noch ein Groko-Talk? Aber ja! Emotionen liefert das Lieblingsthema der Polit-Sendungen auch an diesem Abend bei "Maischberger" – dank eines Journalisten nah am Tourette-Ausbruch und einer engagierten Krankheitsvertretung für Kevin Kühnert.

Reisende im Stau, Anwohner vor dem Nervenzusammenbruch, Unternehmer unter Druck - die Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich erhitzen die Gemüter. Fest steht: Sie funktionieren. Um einen hohen Preis, auch wenn sich die Lage teils entspannt hat.

Bei "Maybrit Illner" trifft ein zweifelnder Juso auf den machtbewussten Groko-Fan Olaf Scholz und CDU-Jungspund Paul Ziemiak auf einen, der seinen PR-Sprech durchschaut. Unterm Strich zeigt sich, wie schwer sich eine schwarz-rote Koalition tun wird. 

Entwicklungspolitik, das klingt nach generösen Gaben und selbstloser Hilfe. Doch das Geld, das für Bedürftige und arme Staaten gedacht sein sollte, fließt auch in die Taschen von Rüstungsfirmen. Und das ist eher die Regel als die Ausnahme in einem zwiespältigen Politikfeld.

Lebensversicherungen werfen immer weniger Rendite ab. Insider warnen schon vor einem Crash im System. Bei "Hart aber fair" prüfte Frank Plasberg des Deutschen liebste Privatvorsorge – mit durchaus besorgniserregenden Ergebnissen.

Donald Trump war noch gar nicht im Amt, da hofften seine Gegner schon auf ein Amtsenthebungsverfahren. Doch das "Impeachment" hat seine eigene Logik – von der Trump profitiert.

Die USA verlegen ihre Botschaft nach Jerusalem. Die Entscheidung zeigt die neue Macht der Evangelikalen, einer starken Gruppe mit fragwürdigen Interessen.

Sandra Maischberger macht irgendwas mit Groko, lädt sich die falschen Gäste ein- und dann auch noch zu viele. Was sie herausfinden will, weiß sie nicht. Und dann ist da noch Claus Strunz.

Was für ein Gast: Andreas Hollstein, gerade knapp einem Attentat entkommen, redet bei "Maischberger" über die Verrohung in Deutschland. Leider hat die Gastgeberin noch mehr Gäste eingeladen.

Noch ist unklar, ob Horst Seehofer das Amt des Ministerpräsidenten wirklich an seinen Erzfeind Markus Söder abgibt. Doch die CSU steht vor einer Aufgabe, die sich ohnehin nicht allein mit einer Personalrochade lösen lässt.

Jamaika ist gescheitert, die FDP hat die Verhandlungen platzen lassen – und könnte sich damit verzockt haben, meinen Experten. Die Kanzlerin ist geschwächt, aber alternativlos. Und der AfD spielt der Abbruch der Verhandlungen in die Karten.

Warum sollte im TV-Studio klappen, was den Sondierern gelingt? Am Freitagmorgen wurde bekannt: Die "Jamaikaner" vertagen sich. Dass Jamaika ein wackliges Konstrukt ist, dieser Eindruck verstärkte sich bereits am Donnerstagabend im Lauf des Talks bei Maybrit Illner.

Vor den Jamaika-Sondierern steht noch ein Verhandlungsmarathon. Denn bislang herrscht nur in wenigen Punkten Einigkeit, die Streitpunkte überschatten die Gespräche. Ein Überblick.

Rücktritte, Drohungen und Giftpfeile vor laufender Kamera: Die Linkspartei liefert sich in aller Öffentlichkeit einen heftigen Führungsstreit. Nicht ungewöhnlich, sagt ein Parteiexperte. Doch eine Lösung ist noch nicht abzusehen.

Avantgarde auf dem internationalen Parkett, unentschlossen im eigenen Land: So präsentiert sich Deutschland, der einstige Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel. Noch immer hat die Politik den entscheidenden Schritt nicht getan, kritisieren Experten.

Immer wieder sind es Täter aus Zentralasien, die islamistische Anschläge verüben - so wie Saifulla Saipov, der Attentäter von New York. Seine Heimat Usbekistan gilt als "Brutstätte" für Terroristen. Doch so einfach ist es nicht.