Homöopathie

Kann der Einsatz von Antibiotika durch homöopathische Mittel reduziert werden? Politiker in Bayern haben dazu eine Studie in Auftrag gegeben. Das Ziel: neue Methoden zur Bekämpfung von mulitresistenten Keimen finden. Doch heftige Kritik an dem geplanten Projekt ließ nicht lange auf sich warten.

Homöopathie als Alternative zu Antibiotika? Das ist Politikern in Bayern einen Versuch wert: In einer Studie soll untersucht werden, ob durch homöopathische Mittel der Einsatz von Antibiotika gesenkt werden kann. Spott und heftige Kritik lassen nicht lange auf sich warten.

Die Grünen wollen auf ihrem Parteitag Einigkeit demonstrieren. Eine Gruppe von Homöopathie-Gegnern könnte diesen Plan durchkreuzen. Sie wollen ihre Skepsis gegenüber der Alternativmedizin im Parteiprogramm festschreiben – und rütteln am Selbstverständnis der Partei. Die Parteispitze ist alarmiert.

Jens Spahn will am bisherigen Modell nichts ändern. Das stößt auf Kritik.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will umstrittene Kostenübernahmen für homöopathische Arzneimittel durch die Krankenkassen nicht antasten.

Die Wirksamkeit von Homöopathie ist wissenschaftlich nicht belegt. Trotzdem dürfen gesetzliche Krankenkassen Kosten für die Behandlungsmethode übernehmen. Frankreich schiebt dem nun einen Riegel vor. Ein Thema, das auch in Deutschland stark polarisiert.

Seit Jahren wird leidenschaftlich debattiert über Sinn und Unsinn der Homöopathie. Wissenschaftlich fundierte Belege für die Wirksamkeit fehlen, betonen Experten immer wieder. Nun scheint es mit den Verkaufszahlen der Präparate abwärts zu gehen.

Obwohl homöopathische Therapien laut großen Studien keine Wirkung besitzen, zahlen viele Krankenkassen sie. Damit müsse Schluss sein, fordern Kritiker.