Regierungsbildung in Deutschland

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag fand am 24. September 2017 statt. Demnach bleiben CDU/CSU stärkste Kraft, die SPD sinkt auf fast 20,5 Prozent und die AfD wird drittstärkste Kraft. Die FDP zieht mit 10,7 Prozent wieder in den Bundestag ein. Die Grüne kommen auf 8,9 Prozent und die Linke auf 9,2 Prozentpunkte. Im Anschluss sollte die Möglichkeit einer schwarz-grün-gelben Regierungskoalition sondiert werden. Doch nach rund vier Wochen zäher Verhandlungen erklärte FDP-Chef Christian Lindner Jamaika einseitig für gescheitert. Die Reaktionen auf das Jamaika-Ende vielen emotional aus. Lindner begründete seine Entscheidung mit Prinzipien-Treue. Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich ernüchtert. Gibt es nun Neuwahlen, eine Minderheitsregierung oder eine neue GroKo? Hier finden sie aktuelle News zur schwierigen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2017 in Deutschland.

Die FDP hat nach dem Platzen der Jamaika-Verhandlungend en schwarzen Peter zugeschoben bekommen. Vor allem die Grünen arbeiten sich an den Liberalen ab. Nun reagiert FDP-Vize Wolfgang Kubicki.

Union und SPD nähern sich langsam an, gleichzeitig erheben beide Seiten Forderungen für mögliche Koalitionsverhandlungen. Angela Merkel spricht sich strikt gegen Neuwahlen aus.

Die Jamaika-Gespräche sind gescheitert - und laut einer Umfrage gibt es vor allem einen Sieger. Kanzlerin Angela Merkel bleibt hingegen umstritten.

Die SPD wird mit der Union Sondierungsgespräche führen – so viel scheint festzustehen. Gleichzeitig mit dieser Zusage baut SPD-Chef Martin Schulz neue Hürden auf: Eine Mitgliederbefragung soll darüber entscheiden, ob seine Partei sich an der Regierung beteiligen wird. Aber nicht nur deshalb ist die SPD jetzt am Drücker.

Die SPD streitet über die große Koalition. Die Jungsozialisten sind sich in der Ablehnung der GroKo einig. Parteichef Martin Schulz verteidigt Gespräche mit der Unions-Spitze: Man müsse überlegen, was man verändern wolle.

Warum wagt sich Deutschland nicht an eine Minderheitsregierung heran, wie sie etwa in Skandinavien gang und gäbe ist? Politikwissenschaftler Winand Gellner von der Universität Passau glaubt: Die von Unions- und SPD-Politikern genannten Argumente sind nur vorgeschoben. In Wahrheit hätten Angela Merkel und Co. Angst vor dem Verlust ihrer persönlichen Macht.

Die SPD hatte nach der verlorenen Bundestagswahl eine Große Koalition kategorisch ausgeschlossen. Doch der Wind dreht sich nun. Was eine GroKo bedeuten könnte.

Martin Schulz würde die Parteimitglieder über eine mögliche Regierungsbeteiligung der SPD abstimmen lassen. Die vom Bundespräsidenten geforderten Gespräche will er führen - ein "Automatismus" für die Bildung einer Regierung seien diese aber nicht. 

Es kommt Bewegung in die Koalitionssuche: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird kommende Woche Kanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Martin Schulz empfangen. Gemeinsam. 

Hat der Bundespräsident seine alten Parteifreunde aus der SPD in die Pflicht genommen? Nach seinem Treffen in Schloss Bellevue sitzt SPD-Chef Schulz die halbe Nacht mit seinen Spitzengenossen zusammen. Kann die Partei ohne Gesichtsverlust in eine neue Groko gehen?

FDP-Chef Lindner hat mit seinem Nein zu Jamaika eine historisch neue Lage in Deutschland heraufbeschworen. Hier äußert er sich zu seinen Motiven - und erzählt seine Version der dramatischen Nacht.

Nimmt der Bundespräsident seine alten Parteifreunde aus der SPD in die Pflicht? Auf Bildern sind ernste Mienen zu sehen beim Gespräch zwischen Steinmeier und SPD-Chef Schulz. Ist eine neue Groko Chance oder Untergang? Die Union umwirbt den alten Partner.

SPD-Chef Marin Schulz hat eine Große Koalition nach den gescheiterten Jamaika-Sondierungen erneut ausgeschlossen. Doch in der SPD wächst der Widerstand gegen diese Kurs.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks soll Markus Söder Horst Seehofer als Ministerpräsident von Bayern ablösen. Jedoch dementiert die CSU, dass eine Entscheidung bereits gefallen sei.

Seit mehr als 45 Jahren ist Horst Seehofer politisch aktiv. Im Herbst seiner Karriere muss der CSU-Chef seine größten Schlachten schlagen. Nach den Jamaika-Sondierungen geht es nun um ihn selbst.

Christian Lindner möchte auch nach einer möglichen Neuwahl nicht über eine Jamaika-Koalition verhandeln und kritisiert erneut die Grünen. Der FDP-Chef äußert sich zudem skeptisch bezüglich einer Minderheitsregierung.

Der SPD wird vorgeworfen, sich mit der Absage an eine Große Koalition der staatspolitischen Verantwortung zu entziehen. Sie führt dafür einige gute Gründe an. Doch sind die Argumente wirklich stichhaltig? Parteien-Experte Prof. Dr. Werner J. Patzelt hat dazu klare Antworten. 

Nach dem Platzen der Jamaika-Sondierungen gibt es zahlreiche Schuldzuweisungen an die FDP. Christian Lindner, heißt es, habe das Scheitern der Gespräche publikumswirksam inszeniert, um bei Neuwahlen mehr Wählerstimmen zu holen. Doch diese Beurteilung teilen nicht alle Experten. Und möglicherweise werden vom Verhandlungsende andere profitieren.

Eigentlich sollte es nur Gespräche mit den Jamaika-Sondierern und der SPD geben. Doch nun hat Bundespräsident Steinmeier auch Treffen mit den Fraktionschefs von AfD und Linkspartei angekündigt.

Verwirrung um den FDP-Kurs nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche: Während sich Generalsektretärin Nicola Beer offen für erneute Gespräche zeigt, schließt FDP-Chef Christian Lindner das kategorisch aus.

Es gibt sie in Dänemark und Norwegen. Es hat sie schon gegeben in Tschechien, Spanien, Portugal, Slowakei, Schweden und Österreich, und auch früher schon einmal in Dänemark und den Niederlanden - die Minderheitsregierung. Wäre das nach dem Jamaika-Aus nicht auch ein Modell für Deutschland? 

Der FDP-Vorsitzende erteilt einem neuen Jamaika-Versuch eine Abfuhr. Dies mache "keinen Sinn", sagt Lindner in einem Interview - und kritisiert dabei auch die Kanzlerin. Das Stelldichein der Parteichefs bei Bundespräsident Steinmeier geht derweil weiter.

Die FDP war's, sie hat die Jamaika-Sondierungen beendet. Immer noch wird heftig darüber gestritten, ob die Partei genau das von Anfang an wollte. Hat Christian Lindner den Abbruch inszeniert?

Zeigt die SPD nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche nun doch noch Gesprächsbereitschaft? SPD-Politiker Johannes Kahrs ruft seine Partei zu eben dieser auf.

Kein Jamaika-Bündnis, keine Aussicht auf eine neue Große Koalition - bleibt nur die Bildung einer Minderheitsregierung. Oder doch Neuwahlen? Die Politik demonstriert Normalität - dabei weiß keiner, wie es weitergeht.

Alle noch einmal nachdenken: Das ist das Mindeste, was der Bundespräsident von den Parteien verlangen kann. Vor allem von der SPD, in der Steinmeier Jahrzehnte zuhause war. Seine Botschaft: Die einfachste Lösung muss nicht die beste sein.

Die Deutschen wollen Neuwahlen. Eine Partei könnte sich freuen, eine andere muss zittern.

Tiefe Augenringe und müde Blicke: Die Teilnehmer der Jamaika-Sondierungen haben sich die Nächte um die Ohren geschlagen - ohne Erfolg. Wie sinnvoll sind Verhandlungen am körperlichen Limit?

Wer trägt Schuld am Scheitern der Gespräche über eine mögliche Jamaika-Koalition? Viele schieben der FDP den schwarzen Peter zu. Doch Parteichef Christian Lindner will das nicht auf sich sitzen lassen - und rechtfertigt sich in einem Brief an die Basis.

Grüne und Union gegen FDP. Die Debatte wirft auch nochmals ein Licht auf die Moderation der Kanzlerin.

Wie geht es nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen weiter? Bewegen sich SPD oder FDP doch noch auf die Union zu oder gibt es eine Minderheitsregierung? Die Alternative wären Neuwahlen. Und das versuchen CDU-Politiker zu verhindern.

Angela Merkel, Horts Seehofer, Christian Lindner – Wer muss nach dem Aus der Jamaika-Sondierungen um seine politische Zukunft bangen? Mit Material von der dpa.

Eine Minderheitsregierung in Deutschland – ein denkbares Szenario? Wenn es nach Andrea Nahles geht, ja. Anders sehen das die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner und Kanzleramtsminister Peter Altmaier.

Union und Grüne scheinen sich in den Jamaika-Sondierungen auf Bundesebene weiter angenähert zu haben. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dies in Gesprächen mit Stuttgarter Medien betonte und stärkte dabei Kanzlerin Angela Merkel den Rücken.

Es ist die Quadratur des Kreises, die der Bundespräsident da vor sich hat. Steinmeier will Neuwahlen vermeiden. Doch keiner weiß so recht, wie das gehen soll. Hat Jamaika doch noch eine Chance?

Nach dem Abbruch der Jamaika-Gespräche ist die Mehrheit der Bürger nach einer aktuellen Umfrage für Neuwahlen.

Angela Merkel würde im Falle von Neuwahlen die CDU ein weiteres Mal als Spitzenkandidatin anführen.

Die SPD bleibt hart und setzt weiter auf Neuwahlen. Die Parteispitze hat am Mittag einen entsprechenden Beschluss gefasst. Zuvor war Kanzlerin Angela Merkel bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – mit der Hoffnung, dass er bei einer möglichen Regierungsfindung behilflich sein könnte. Der wurde danach deutlich.

Minderheitsregierung, große Koalition oder doch Neuwahlen: Welche Optionen nach dem Scheitern der Sondierungen auf dem Tisch liegen – und welche davon die wahrscheinlichste ist.

Neuwahl oder Minderheitsregierung: Das ist der Fahrplan nach dem Jamaika-Aus.

Mit den Sozialdemokraten könnte Kanzlerin Merkel nach dem Jamaika-Aus Neuwahlen noch verhindern. Bleibt die SPD standhaft?

Das Experiment Jamaika ist gescheitert, bevor es überhaupt angefangen hat. Die FDP hat die Sondierungsgespräche mit CDU, CSU und Grünen am späten Sonntagabend abgebrochen. So begründet Parteichef Christian Lindner diesen Schritt.

Die FDP lässt nach gut vier Wochen die Jamaika-Sondierungen platzen. Die ohnehin angeschlagene Kanzlerin steht mit leeren Händen da. In Zeiten von Krisen in Europa und weltweit ist das ein Problem - auch für ihre eigene politische Zukunft?

Rache für die Niederlage der FDP bei der Bundestagswahl 2013? Parteichef Lindner wirft Angela Merkel bei den Jamaika-Gesprächen die Brocken vor die Füße. Das wird wohl nicht nur der Kanzlerin schaden.

Die FDP hat eine mögliche Jamaika-Koalition platzen lassen und die Sondierungsgespräche abgebrochen. Die Reaktionen.

Paukenschlag von der FDP: Nach gut vier Wochen lässt sie die Jamaika-Sondierungen platzen. Was nun, Frau Merkel? Steht Deutschland vor einer Staatskrise?

Die Sondierungsgespräche gehen weiter - zuletzt wurde vor allem um die künftige Flüchtlings- und Klimapolitik gestritten. Obwohl Union, FDP und Grüne angestrengt verhandeln zeigen, ist eine endgültige Einigung noch längst nicht ausgemacht. Sollten die Gespräche platzen, dürfte es Neuwahlen geben. Damit kokettieren auch die Unterhändler immer wieder. Dabei ist der Weg dorthin keineswegs einfach. 

Union, FDP und Grüne haben sich nicht auf ein mögliches Jamaika-Bündnis einigen können. Wie geht es nun weiter?

Die FDP hat die Jamaika-Sondierungsgespräche am späten Sonntagabend platzen lassen. Angela Merkel äußerte sich mehr als eine Stunde später dazu - und bekundete ihr Bedauern über diesen Schritt.

Die Gespräche über eine Jamaika-Regierung sind geplatzt! Die FDP hat am späten Sonntagabend die Sondierungen über eine Koalition mit CDU, CSU und den Grünen abgebrochen.