GroKo-Koalition: SPD und CDU/CSU

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag fand am 24. September 2017 statt. Demnach bleiben CDU/CSU stärkste Kraft, die SPD sinkt auf fast 20,5 Prozent und die AfD wird drittstärkste Kraft. Die FDP zieht mit 10,7 Prozent wieder in den Bundestag ein. Die Grüne kommen auf 8,9 Prozent und die Linke auf 9,2 Prozentpunkte. Im Anschluss sollte die Möglichkeit einer schwarz-grün-gelben Regierungskoalition sondiert werden. Doch nach rund vier Wochen zäher Verhandlungen erklärte FDP-Chef Christian Lindner Jamaika einseitig für gescheitert. Danach sondierten SPD und CDU/CSU bis ins neue Jahr über die Möglichkeit einer neuen Großen Koalition. Am 12. Januar wurden die Sondierungen beendet und verkündet. Union und SPD hatten sich nach zähem Ringen auf Gespräche zu einer Neuauflage der Großen Koalition geeinigt und die Ergebnisse der Sondierung öffentlich gemacht. Am 7. Februar 2018 einigte sich Union und SPD auf einen neuen Koalitionsvertrag. Reaktionen zur neuen GroKo. Paukenschlag! Martin Schulz verzichtet auf Amt als SPD-Außenminister. Am 4. März war der Weg dann endgültig frei für eine neue GroKo: Die Mitglieder der SPD stimmten mehrheitlich für den Koalitionsvertrag.

Der Koalitionsvertrag ist beschlossen, Ministerposten wurden verteilt. Und: Martin Schulz hat wie erwartet Wort gebrochen. Der SPD-Vorsitzende will einen Ministerposten im Kabinett Merkel annehmen - den des Außenministers. Zugleich wird er den SPD-Parteivorsitz an Andrea Nahles abgeben. Ein cleverer Schachzug? 

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD steht und Deutschland ist damit auf dem Weg zu einer neuen Regierung einen großen Schritt weiter. Doch bis zum Zieleinlauf dürfte es noch rund einen Monat dauern - wobei die SPD-Mitglieder den Zeitplan noch zunichte machen könnten. 

Der Bundeskanzler ist der mächtigste Politikern in Deutschland. Er bestimmt die Geschicke seines Landes und hat auch international großen Einfluss.

Angela Merkel hat es geschafft: Sie wird Kanzlerin bleiben, wenn die SPD-Mitglieder dem Koalitionsvertrag zustimmen. Aber ihr Abschied vom Amt hat begonnen. Und damit die Nachfolge-Debatte.

Diese historische Regierungsbildung bekommt am Ende eine besonders dramatische Note. Statt Martin Schulz soll es künftig Andrea Nahles für die Sozialdemokraten richten. Er wirkt erschöpft - nach der Aufgabe seines SPD-Vorsitzes. Ausgerechnet im Hauptquartier der CDU.

Fast 50 Milliarden Euro zusätzlich will die geplante große Koalition verteilen - auch um die Bürger von einer Alternative zur AfD zu überzeugen. Ein Überblick, wer dabei besonders profitieren könnte.

Eine ganz neue Bundesregierung wird es nicht geben, wenn die große Koalition zustande kommt. Kanzlerin Angela Merkel bleibt dann ebenso im Kabinett wie einige ihrer bisherigen Mitstreiter - aber nicht jeder auf demselben Posten. Zentrale Ministerien sollen Rückkehrer wie Horst Seehofer und Olaf Scholz oder Neulinge wie Martin Schulz bekommen.

"Schande", "Zukunftsverweigerung", "Zukunft geht anders": Die Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag haben die Einigung zwischen Union und SPD auf einen neuen Koalitionsvertrag scharf kritisiert. Die ersten Reaktionen im Überblick.

Die 463.723 SPD-Mitglieder dürfen zwischem dem 20. Februar und dem 2. März über den Koalitionsvertrag mit CDU und CSU abstimmen. Am Wochenende danach werden die Stimmen ausgezählt. Das hat der Parteivorstand beschlossen. 

Nach knapp einem Jahr will SPD-Chef Martin Schulz den Parteivorsitz an Fraktionschefin Andrea Nahles übergeben. 

CDU, CSU und SPD haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf einen Koalitionsvertrag für eine neue große Koalition geeinigt. Die Entwicklungen des Tages in der Ticker-Nachlese.

Der neue Koalitionsvertrag steht, die Ministerien sind vergeben - aber noch steht das Ganze unter dem Vorbehalt einer Zustimmung der SPD-Basis. Im Blickpunkt: die Zukunft von Martin Schulz.

Deutschland ist in Sachen Regierungsbildung einen großen Schritt weiter: An Tag zwölf haben Union und SPD die Koalitionsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen.

CDU, CSU und SPD haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen einen Durchbruch bei der Verteilung der künftigen Ministerien erzielt.

Die GroKo-Verhandlungen ziehen sich weiter hin. Auch ein Scheitern der Gespräche wird von den Beteiligten noch nicht gänzlich ausgeschlossen. Was passiert, wenn der Fall der Fälle wirklich eintreten würde? Die Optionen.

Geschmeidig lief es von Anfang an nicht zwischen Union und SPD. Zum Ende hin aber verhaken sie sich aber noch mal besonders. Das steigert die Dramatik des Finales.

Wenn Union und SPD sich einigen, ist die GroKo noch nicht in trockenen Tüchern - denn dann ist die Basis der SPD am Zug. In den vergangene Wochen gab es eine Eintrittswelle bei den Genossen - nur, um nein zu sagen?

Was passiert mit Martin Schulz? Will er Minister werden oder doch Vizekanzler? Und was ist mit seiner Glaubwürdigkeit?

In Berlin ringen Union und SPD um die Posten im nächsten Kabinett. Vor allem das Finanzministerium gilt als strategisch wichtig. 

Ist der geplante SPD-Mitgliederentscheid zur großen Koalition verfassungswidrig? Das prüft das Bundesverfassungsgericht. Es gebe mehrere Anträge, das Votum zu untersagen.

Lösungen gegen die hohen Mieten und Unterstützung beim Traum vom bezahlbaren Eigenheim: Das soll ein Schwerpunkt der großen Koalition werden. Auf die wichtigsten Punkte haben sich die Verhandler nun geeinigt. Die Beschlüsse stoßen aber nicht überall auf Gegenliebe. Ein Überblick.

Für Union und SPD geht es nochmal in die Verlängerung. Die Brocken auf der Zielgeraden sind wohl schwerer als gedacht. Und was wird aus Martin Schulz?

Vom Wolf bis zum Rentner: Mit vielen Details will die geplante große Koalition Deutschland zukunftsfest machen - und Millionen Bürger mit Wohltaten beglücken. Gerade die Wirtschaft aber ist unzufrieden.

Die Union drückt aufs Tempo, die SPD wehrt sich gegen Zeitdruck - voraussichtlich wird der schwarz-rote Koalitionsvertrag erst am Dienstag vorgestellt werden. Bis dahin müssen Merkel, Schulz und Seehofer noch einige schwere Brocken aus dem Weg räumen. 

SPD-Chef Martin Schulz strebt nun entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung doch ein Ministeramt an. 54 Prozent der Deutschen halten das einer Umfrage zufolge für keine gute Idee. 

Was sind schon ein oder zwei Tage, wenn die Wahl eh mehr als vier Monate her ist? Die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD gehen in die Verlängerung. Vor allem bei zwei Herzensthemen der Genossen hakt es noch.

Selbst wenn die Kanzlerin rund 135 Tage nach der Wahl doch noch einen Koalitionsvertrag vorlegen kann - sicher ist auch danach nichts. In der SPD gärt es. Parteichef Schulz muss Heckenschützen fürchten. Und auch die CSU hat eine große Aufgabe vor sich.

Es sieht nicht so aus, als könnten sich CDU, CSU und SPD wie geplant am Sonntag auf einen Koalitionsvertrag einigen. Sie müssen wohl in die Verlängerung. Vor allem bei sozialen Themen knirscht es noch gewaltig. Doch es gibt auch neue Kompromisse.

Die SPD ist hochnervös. Kurz vor dem Ende der Koalitionsverhandlungen stellen sich immer mehr die Frage, ob Parteichef Martin Schulz nicht besser auf das Amt eines Ministers und Vizekanzlers verzichten soll.

Die Koalitionsverhandlungen zwischen der Union und SPD dauern noch an, aber mit diesen Beschlüssen können die Wähler beim Zustandekommen einer Großen Koalition rechnen.

Allmählich, ganz allmählich geht es voran. Ein Thema nach dem anderen räumen CDU, CSU und SPD bei ihren Koalitionsgesprächen ab. Doch dicke Brocken bei der Gesundheit und im Arbeitsmarkt bleiben. Brauchen Union und SPD die Puffertage?

Nächste Einigung bei den Koalitionsverhandlungen: Für Energie, Verkehr und Landwirtschaft soll es bis 2030 verpflichtende Klimaziele geben. Beim Thema Diesel bleiben Union und SPD dagegen vage.

Die Personalentscheidungen sollen erst am Ende der Koalitionsverhandlungen fallen - doch hinter den Kulissen wird natürlich längst spekuliert und geschachert. Welcher Politiker in einer neuen Großen Koalition welches Amt übernehmen könnte. (Mit Material der dpa)

Auch nach der Einigung in der Flüchtlingspolitik streiten CSU und SPD weiter. Soll es nun eine Obergrenze geben oder nicht? SPD-Vize Ralf Stegner flüchtet sich in Spott.

Eigentlich ist dieser Satz eng mit Kanzlerin Angela Merkel verbunden - nun hat ihn auch Horst Seehofer gesagt. Der CSU-Vorsitzende sagte in Bezug auf ein Gelingen der GroKo-Verhandlungen: "Wir schaffen das die nächsten Tage".

Die Verhandlungen zur Bildung einer neuen Großen Koalition gehen auf die Zielgerade. Doch einige strittige Themen müssen am Wochenende noch verhandelt werden. Wo herrscht Einigkeit? Welche Punkte sind noch offen?

Noch laufen die Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD. Aber einige Vereinbarungen stehen schon - etwa bei der Rente und der Pflege. Der Überblick.

Weißer Rauch bei Rente: Union und SPD handeln ein Rentenpaket für ihre angestrebte GroKo aus. Und Andrea Nahles scheint sich zu freuen, dass es richtig teuer werden könnte.

Keine guten Nachrichten für die SPD und ihren Parteichef Martin Schulz: Im ZDF-"Politbarometer" sinkt die SPD unter 20 Prozent. Im ARD-"Deutschlandtrend" geht es noch weiter runter - auf einen historischen Tiefstwert. Die Umfragen zeigen aber auch positives: Eine Mehrheit der SPD-Anhänger scheint für die GroKo zu sein. Und ein Sozialdemokrat ist beliebtester Politiker.

Schritt für Schritt kommen die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD voran. Zum Flaggschiff soll mit sechs Milliarden Euro der Bildungs- und Forschungsbereich werden, inklusive einer Grundgesetzänderung.

Die Hälfte ihrer Verhandlungstage haben Union und SPD hinter sich. Im Bundestag geben sich die möglichen Partner schon fast-koalitionär. Doch es gibt noch große Hürden.

Der Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus bleibt bis Ende Juli ausgesetzt. Das beschloss der Bundestag. Zuvor gab es eine hitzige Debatte, in der es scharfe Kritik an dem von Union und SPD vorgelegten Kompromiss gab.

Alexander Jorde wurde durch einen TV-Auftritt bekannt, bei dem er Angela Merkel zur Rede gestellt hatte. Der Pflege-Azubi hat sich nun zu den GroKo-Plänen zur Verbesserung der Pflege geäußert - und diese als unzureichend kritisiert.

Vom Bundesverband für Pflegeberufe kommt scharfe Kritik an den Beschlüssen der GroKo-Sondierer zur Zukunft der Pflegebranche. Um den Notstand in deutschen Heimen und Krankenhäusern zu beseitigen, gingen die Pläne nicht ansatzweise weit genug. 

Familiennachzug, Arzthonorar, befristete Jobs - Union und SPD tun sich schwer, die großen Brocken wegzuräumen. Einigungen bei Pflege und Rente sind da vergleichsweise schnell erreicht.

Der Zeitplan ist eng, die Differenzen sind noch groß. Doch der CSU-Chef drückt aufs Tempo: Die GroKo müsse bis Ostern stehen - sonst wären die Folgen verheerend.

Die SPD will die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland beenden. Doch gleiche Ärztehonorare für die Behandlung von Privat- und Kassenpatienten könnten unerwünschte Folgen haben.

Mehr Stellen, bessere Bezahlung für die Angestellten: Union und SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen auf ein Maßnahmenpaket für die Pflegebranche geeinigt. 

Die erste große Einigung bei den Koalitionsverhandlungen - noch dazu beim aufgeheizten Thema Familiennachzug. Aber ein Happy End ist damit noch lange nicht in Sicht. Und SPD-Chef Schulz muss nun erst mal Überzeugungsarbeit leisten.

Union und SPD haben eine Einigung beim Familiennachzug von Flüchtlingen erzielt. Bis zum 31. Juli soll der Nachzug ausgesetzt bleiben, anschließend soll er auf 1000 Menschen pro Monat begrenzt werden, ergänzt um eine bereits bestehende Härtefallregelung, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Verhandlungskreisen erfuhr.