Alice Weidel hat am Dienstagabend vorzeitig die ZDF-Sendung "Wie geht´s Deutschland" verlassen. Auslöser der Aktion war eine Auseinandersetzung zwischen der AfD-Politikerin und dem CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer.

"Wie geht´s Deutschland", so lautet der Titel der ZDF-Sendung im Rahmen der Bundestagswahl 2017 am Dienstagabend. Die Idee hinter dem Format: Politiker aller Parteien, die nach der Wahl vermutlich im Bundestag vertreten sein werden, sollten über den Zustand der Bundesrepublik diskutieren. Doch für eine Teilnehmerin wurde der Schlagabtausch zu viel: AfD-Politikerin Alice Weidel verließ die Sendung vorzeitig.

Streit über Gauland Zitat

Weidels Abgang erfolgte nach einer Auseinandersetzung mit CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Beim Thema Flüchtlingspolitik geriet dieser mit der AfD-Politikerin aneinander.

Scheuer forderte die AfD-Spitzenkandidatin auf, sich von Alexander Gauland und Björn Höcke zu distanzieren. Gauland habe "Herrn Höcke als die Seele der AfD bezeichnet. Für mich ist er einfach ein Rechtsradikaler", so Scheuer.


Scheuer bezog sich mit seinem Angriff auf eine Aussage Alexander Gaulands während eines "Bild"-Interviews. In diesem hatte der Politiker Höcke als "Teil der Seele der AfD" beschrieben.

Für seine scharfen Worte erntete der CSU-Politiker Beifall vom Publikum. Weidel hingegen verließ die Diskussionsrunde und kehrte auch für den Rest der Sendung nicht mehr zurück.

Neben Weidel und Scheuer nahmen Heiko Maas (SPD), Katja Kipping (Die Linke), Jürgen Trittin (Die Grünen), Katja Suding (FDP) und Ursula von der Leyen (CDU) an der Sendung teil.

Vor Scheuers Aussage war Weidel bereits mehrfach von verschiedenen Diskussionsteilnehmern kritisiert worden.

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