Istanbul

Der Druck auf Saudi-Arabien wird immer größer: Der türkische Staatspräsident Erdogan findet im Fall Khashoggi klare Worte und prangert die Führung in Riad an. Auch die internationale Gemeinschaft fordert eine umgehende Aufklärung. 

Es sei ein "barbarisches Mordkomplott" gewesen, "tagelang im Voraus" geplant: Recep Tayyip Erdogan hat die Tötung von Jamal Khashoggi als Auftragsmord bezeichnet und der Darstellung Saudi-Arabiens damit widersprochen. Der Tod des regimekritischen Journalisten sei nicht die Folge eines eskalierten Streits gewesen. Der türkische Präsident fordert von Riad weitere Aufklärung und kündigte am Dienstag weitere Ermittlungen an.

Der Fall des getöteten Jamal Khashoggi gibt weiter Rätsel auf. Noch immer ist nicht klar, was genau in der saudischen Botschaft in Istanbul am Tag der Ermordung des Journalisten geschehen ist. Immer neue Theorien sprießen aus dem Boden, so auch die, dass ein Doppelgänger die Tötung des 59-Jährigen vertuschen sollte. Was wir bislang über den Fall wissen.

Wie kam Jamal Khashoggi ums Leben? Saudi-Arabien hat die Tötung des kritischen Journalisten eingeräumt, doch die genauen Todesumstände sind noch unklar. Nun kursieren neue Details zum Tod des 59-Jährigen, die einer früheren Erklärung Riads widersprechen.

Der Tod von Journalist Khashoggi sei nicht geplant gewesen, und der Thronfolger habe von nichts gewusst, beteuern die Saudis. Wie glaubwürdig ist das - und wer sind die Männer, die jetzt den Kopf hinhalten sollen?

Mehr als zwei Wochen lang hatte Saudi-Arabien dementiert, nun gibt die Regierung dem immensen internationalen Druck nach: Journalist Jamal Khashoggi sei im Konsulat in Istanbul getötet worden, räumt Riad ein. Es gibt schon einen ersten Schuldigen - und viele Zweifel.

Rund 100 Tage steht Recep Tayyip Erdogan diese Woche an der Spitze des neu geschaffenen türkischen Präsidialsystems. So viel Macht hatte er noch nie. Er hat sie genutzt - für einen Totalumbau des Staates. Der entspringt auch persönlichen Beweggründen des Präsidenten.

Europa sitzt wieder mit am Tisch: Auf Einladung des türkischen Präsidenten Erdogan kommen Merkel und Macron noch in diesem Monat nach Istanbul zu Gesprächen über die Lage in Syrien. Ebenfalls dabei sein wird Putin. 

Zuletzt hatte sich Donald Trump im Fall des verschwundenen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi auffällig zurückhaltend geäußert. Doch das ist nun vorbei. Der US-Präsident geht vom Tod des Regimekritikers aus - und droht Saudi-Arabien.

Verstörende Meldungen im Fall des vermissten Journalisten Khashoggi geistern durch die Medien. Es ist von einem 15-köpfigen Killer-Kommando der Saudis die Rede. Trump fordert nur äußerst zaghaft Aufklärung.

Das mysteriöse Verschwinden eines saudischen Regimekritikers in Istanbul hat sich längst zur Staatsaffäre ausgewachsen. Die USA fordern Antworten von Saudi-Arabien. Doch womöglich muss sich nun auch die Türkei wegen eines äußerst heiklen Berichts erklären.

Dschamal Chaschukdschi betritt das saudische Konsulat in Istanbul - und wird seither vermisst. Der Fall des Journalisten stellt das gute Verhältnis zwischen Donald Trump und der Führung in Riad auf die Probe. Nun macht der US-Präsident Druck.

Vor einer Woche betrat der saudische Journalist Chaschukdschi das Konsulat seines Landes in der Türkei. Seither fehlt jede Spur des Regimekritikers. Die Türkei will das Konsulat nun durchsuchen und erhielt dazu die Erlaubnis.

Beim Antrittsbesuch von Außenminister Heiko Maas in der Türkei ging es in erster Linie um die Normalisierung der Beziehungen zwischen den Ländern. Maas forderte im Vorfeld die Freilassung deutscher politischer Gefangener. In Ankara wurde er mit einer Umarmung empfangen.

"Das erste, was mein Sohn sah, war eine Waffe und die Mama auf dem Boden liegend": Bei Sandra Maischberger hat Journalistin Mesale Tolu über ihre Festnahme und monatelange Haft in der Türkei gesprochen. Angesichts der schlechten Menschenrechtslage diskutierten die Gäste, ob es richtig ist, Präsident Erdogan beim Staatsbesuch Ende des Monats den roten Teppich auszurollen. 

Fredi Bobic ärgert sich über den geplatzten Wechsel von Marco Fabian zu Istanbul. Er wettert gegen die Entscheidung des Vereins: "Das ist eine Sauerei."

Augenzeugen zufolge soll der Mann versucht haben, am späten Donnerstagabend im Stadtteil Maltepe auf offener Straße ein sechsjähriges Mädchen zu entführen.

"Off Duty", der gestrige Tatort mit Til Schweiger als Kriminalhauptkommissar Nick Tschiller, lief bereits Anfang 2016 in den deutschsprachigen Kinos. Die Besucherzahlen damals? Sehr mäßig. Dennoch wollten wir uns den Tschillerinstinkt selbst geben. Ein Minutenprotokoll eines Actionswahnsinns.

Nach der Präsidenten- und Parlamentswahl in der Türkei hat sich Staatspräsident Erdogan nach „inoffiziellen Ergebnissen“ zum Sieger erklärt. Damit bahnt sich ein massiver Konflikt zwischen Regierung und Opposition an. Der aussichtsreiche CHP-Gegenkandidat Muharrem Ince zweifelt die Zahlen an und warnt vor Manipulation.

Eine in Istanbul festgenommene deutsche Geschäftsfrau ist wieder frei. Sie war an der Ausreise in die Schweiz gehindert worden. Es habe sich um einen Systemfehler gehandelt.

Vor der Wahl in der Türkei hat der Präsidentschaftskandidat der größten Oppositionspartei CHP in der westtürkischen Küstenmetropole Izmir ein Millionenpublikum angezogen.

Von Schweden nach Istanbul, glamourös und bodenständig: Das ist die Frau an der Seite von Mesut Özil.

Bei einem Messerangriff auf einen Wahlkampfstand sind in der Türkei fünf Mitglieder der oppositionellen Iyi-Partei verletzt worden. Einer musste operiert werden. 

Seit 125 Jahren demonstrieren Vertreter die Arbeiterbewegung am 1. Mai. In Istanbul wurde dieses Jahr ein Verbot erlassen - das nicht eingehalten wurde. Auch in Frankreich nahmen die Demonstrationen einen zerstörerischen Verlauf. (Text mit Material der dpa)

Bei einem Erdbeben in der Türkei wurden in der Nacht zum Dienstag rund 40 Menschen verletzt und zahlreiche Häuser beschädigt.