• Der 1. FC Kaiserslautern bleibt nach einem Sieg gegen Holstein Kiel dicht dran an den Aufstiegsplätzen.
  • Heidenheim hingegen patzt im Aufstiegsrennen überraschend gegen Braunschweig.
  • Arminia Bielefeld verlässt nach einem wichtigen Sieg gegen Regensburg die Abstiegsränge.

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Der 1. FC Kaiserslautern darf weiter vom Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga träumen. Der Zweitliga-Aufsteiger bezwang Holstein Kiel mit 2:1 (1:1) und feierte seinen fünften Sieg in Folge. Der Relegationsplatz ist nur noch einen Punkt entfernt.

Daniel Hanslik (6.) und Terrence Boyd (71.) erzielten vor 39.020 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion die Tore für die Pfälzer. Finn Porath (30.) glich zwischenzeitlich für die Störche aus, die erstmals nach vier Spielen wieder verloren und im Tabellenmittelfeld feststecken.

Der FCK erwischte einen Start nach Maß und ging durch Hansliks Kopfball nach einer Flanke von Hendrick Zuck früh in Führung. Danach dominierte Kiel mit viel Ballbesitz das Spiel, ließ zunächst Torchancen aus, als Finn Porath aus der Distanz an Torhüter Andreas Luthe scheiterte (27.) und Kwasi Wriedt (28.) den Posten traf.

Beim verdienten Ausgleich herrschte zunächst Verwirrung: Lautern-Keeper Luthe, der an Poraths Kopfball unbedrängt vorbei gesprungen war, führte schnell einen vermeintlichen Freistoß aus. Doch Schiedsrichter Martin Thomsen hatte völlig zu Recht auf Tor entschieden.

Kiel konnte seine spielerische Überlegenheit nicht zu weiteren Toren nutzen. Die Roten Teufel konterten mit Erfolg: Boyd, der zunächst eine Riesenchance ausgelassen hatte (58.), verwertete einen Querpass von Zuck zum 2:1.

Heidenheim verliert überraschend in Braunschweig

Für den 1. FC Heidenheim gab es einen Rückschlag: Bei Eintracht Braunschweig unterlagen die Baden-Württemberger überraschend 0:2 (0:0) und verloren wertvollen Boden auf Tabellenführer Darmstadt 98 und den Zweiten Hamburger SV. Damit ging eine Serie von vier Siegen zu Ende.

Manuel Wintzheimer (72.) und Lion Lauberbach (90.) erzielten vor 16.776 Zuschauern die Tore für die Niedersachsen, die sechs Spiele nicht gewonnen hatten. Heidenheim hat weiterhin 36 Punkte auf dem Konto, der HSV könnte sich am Sonntag bei Hansa Rostock mit einem Sieg absetzen. Der Abstand der Heidenheimer zu Darmstadt beträgt jetzt sechs Zähler.

Schon vor dem Anpfiff hatte es eine böse Überraschung für die Niedersachsen gegeben. Unbekannte brachen in das Eintracht-Stadion in der Nacht ein und beschmierten den Rasen im Mittelkreis mit einer großen "96", womit sie die Unterstützung für den Eintracht-Erzrivalen Hannover 96 kundtaten. Das rechtzeitige Entfernen gelang allerdings nicht mehr. Neben dem Mittelkreis schrieben die Braunschweiger: "Nein danke!"

"Eintracht Braunschweig hatte in der Nacht zu Samstag Besuch im Eintracht-Stadion, dabei wurde im Mittelkreis ein 95+1-Schriftzug hinterlassen", schrieb der Zweitliga-Aufsteiger auf seiner Homepage: "Auf die Schmierereien wurde im Vorfeld des Duells reagiert, das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim wird ganz regulär ausgetragen."

Heidenheim konnte sich zwar ein optisches Übergewicht herausspielen, allerdings zeigten sich die Braunschweiger taktisch diszipliniert und zweikampfstark. Große Torchancen blieben lange Zeit Mangelware. Die beste hatte Braunschweigs Jan-Hendrik Marx (40.), der nur den Pfosten traf.

Arminia Bielefeld holt wichtigen Sieg im Abstiegskampf

Arminia Bielefeld hat im Abstiegskampf einen wichtigen Sieg geholt. Der Bundesliga-Absteiger gewann bei Jahn Regensburg 3:1 (1:1) und schob sich auf den 12. Tabellenplatz. Die Oberpfälzer blieben auch im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg, holten dabei nur einen Zähler und rutschten auf Position 16 ab.

Der Jahn hatte durch den Treffer von Jan Elvedi (2.) einen Blitzstart erwischt, doch die Gäste ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und erzielten durch Sebastian Vasiliadis (14.) rasch den Ausgleich. Routinier Fabian Klos (85./90.+1) machte den Sieg der Arminia mit einem Doppelpack perfekt.

Bielefeld spielte sich nach dem 1:1-Ausgleich die besseren Chancen heraus. Allerdings fehlte zunächst das Glück im Abschluss, so verpasste Janni Serra dreimal (20./28./54.).

Die Regensburger wirkten hingegen lange Zeit verunsichert, die Negativserie hinterließ offenbar ihre Spuren. Erst in der zweiten Hälfte wurde Regensburg effektiver und gefährlicher. In der 77. Minute wurde allerdings das vermeintliche 2:1 der Hausherren erneut durch Elvedi per Kopf wegen einer Abseitsposition nach Videobeweis zu Recht nicht gegeben. (SID/lh)

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