Für die TV-Zuschauer ändert sich nur wenig. Sky und DAZN bleiben bis 2025 die Live-Sender der Bundesliga. Auch ARD und ZDF zeigen wieder Höhepunkte der Liga. Andere Unternehmen gingen bei der Auktion der Rechte überraschend leer aus.

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200 Live-Spiele bei Sky, 106 Partien bei DAZN sowie Höhepunkte in der "Sportschau" und im "Aktuellen Sportstudio": So sieht das TV-Angebot der Fußball-Bundesliga von der Saison 2021/2022 an aus. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen.

Die Sender und die Deutsche Fußball Liga wollten sich dazu am Sonntag nicht äußern. Offiziell bestätigt wird der Verkauf der Medienrechte bis zur Spielzeit 2024/2025 am Montag nach der DFL-Mitgliederversammlung.

Nur wenige Veränderungen für die Fans

Die Fußballfans müssen sich nach der nächsten Saison nur wenig umstellen. Vor allem die frei zu empfangenden TV-Klassiker "Sportschau" in der ARD und "Aktuelles Sportstudio" im ZDF bleiben erhalten und dürfen am Samstag wie bisher Zusammenfassungen zeigen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben sich nach dpa-Informationen die entsprechenden Rechte-Pakete gesichert.

Wichtigster Partner der 36 Bundesligavereine bleibt Sky. Der Pay-TV-Sender hat sich drei der vier wichtigsten Live-Pakete gesichert und darf Partien am Samstag zeigen und zudem die beliebte Konferenz übertragen. Außerdem gehören Begegnungen während der englischen Wochen, die Relegation zur 1. Liga sowie der Supercup zu den Pakten A, B und C.

DAZN mit allen Freitags- und Sonntagspartien

Im Gegensatz zur laufenden und zur kommenden Saison hat der langjährige Zahlmeister der Liga aber weniger Partien im Angebot. Mit DAZN hat sich der wichtigste Konkurrent bei der Auktion ebenfalls viele Spiele gesichert.

Der erst seit 2016 in Deutschland aktive Streamingdienst kaufte - wie auch die "Bild am Sonntag" berichtete - das Paket D. Dieses umfasst alle Partien am Freitag und Sonntag. Zuletzt hatte DAZN über eine Sub-Lizenz von Eurosport ein Paket mit 40 Punktspielen gehalten - und nach dem Neustart nach der Corona-Pause und der Eurosport-Kündigung einzelne Partien von der DFL erworben.

Sky mit weniger Spielen, aber immerhin kein GAU

Sky hat von der übernächsten Spielzeit an weniger Bundesliga-Spiele im Angebot, konnte aber das Schlimmste verhindern. Nach dem Verlust der TV-Rechte an der Champions League stand das Unternehmen aus Unterföhring enorm unter Druck.

So hat der Pay-TV-Anbieter auch zukünftig ein umfangreiches Fußball-Angebot, zu dem nach dpa-Informationen auch die 2. Bundesliga gehört. Die neu eingeführten Samstagabend-Spiele (20.30 Uhr) im Fußball-Unterhaus sollen nach Angaben des "Kicker" im Free-TV bei Sport1 laufen.

Der im Vorfeld als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Onlinehändler Amazon hat wie die Telekom keines der insgesamt sieben audiovisuellen Live-Rechtepakete gekauft. Zuletzt hatte Amazon mit dem Erwerb von Rechten der Premier League und der Champions League für Aufsehen gesorgt. Nach der Corona-Zwangspause erwarb der Internet-Gigant einzelne Spiele und übertrug parallel zu DAZN.

Sky bleibt mit dem Kauf von drei der vier teuersten Rechte-Pakete der wichtigste Geldgeber der deutschen Profivereine. Derzeit fließen durchschnittlich 876 Millionen Euro pro Jahr an die Liga. Zahlen für die vier Spielzeiten von 2021 an sind noch nicht bekannt.

DFL gibt erst am Montag Einblick

Die detaillierten Ergebnisse des knapp zweiwöchigen Wettbietens um die Medienrechte werden am Montag von der DFL veröffentlicht. Die bisher letzte Auktion erbrachte 4,64 Milliarden Euro für vier Spielzeiten. Eine erneute Steigerung von mehr als 80 Prozent, so wie vor vier Jahren, hatte DFL-Boss Christian Seifert im Vorfeld als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet.

Ein kompletter Einbruch der Einnahmen konnte dem Vernehmen nach aber verhindert werden. Trotz der Coronakrise, die vor allem die Geschäftsmodelle von Sky und DAZN leiden ließen, kommen wieder mehrere Milliarden zusammen.

Ursprünglich sollte die Auktion bereits im April beginnen und Anfang Mai abgeschlossen sein. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Zeitplan für das Wettbieten aber gestoppt. Die DFL hatte nach eigener Aussage in Absprache mit den Interessenten die Auktion nicht noch weiter nach hinten verschoben. (hub/dpa)

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