• Nach einer anstrengenden Europacup-Woche hat Eintracht Frankfurt eine sehr gute Leistung gezeigt.
  • Beinahe hätte sich das Team von Oliver Glasner nicht für den Einsatz belohnt.
  • Die Frankfurter betrieben Chancen-Wucher und trafen erst in letzter Minute zum Sieg.

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Eintracht Frankfurt hat sich für einen starken Auftritt gegen den 1. FC Union Berlin in letzter Minute mit einem Sieg belohnt. Im Duell der beiden Europapokal-Teilnehmer kamen die Hessen am Sonntag dank des späten Treffers von Evan Ndicka (90.+5 Minute) zu einem verdienten 2:1 (1:0) und schafften damit den Anschluss ans obere Tabellenmittelfeld der Fußball-Bundesliga.

Mit 18 Punkten sind die seit nunmehr sechs Pflichtspielen ungeschlagenen Frankfurter jetzt Zwölfter, Union bleibt mit 20 Zählern auf Rang sechs. Vor 24.000 Zuschauern brachte Djibril Sow die Gastgeber in der 22. Minute in Führung, die Max Kruse (62.) mit einem verwandelten Foulelfmeter ausglich.

Die zum dritten Mal nacheinander mit der gleichen Startelf spielende Eintracht setzte von Beginn an die Akzente und bejubelte auch kurz eine frühe Führung. Rafael Borré (7.) stand jedoch knapp im Abseits, so dass der Treffer des Kolumbianers zurecht keine Anerkennung fand.

Zwei Europacup-Teilnehmer: Frankfurt wirkt frischer und agiler

Auch in der Folge wirkten die Hessen wesentlich frischer und agiler als die Gäste, die nach ihrem Conference-League-Spiel in Haifa am Freitag von Israel direkt nach Frankfurt geflogen waren.

Nachdem es den Hausherren in Strafraumnähe zunächst an der nötigen Präzision fehlte, lieferte Sow beim verdienten Führungstreffer Maßarbeit ab. Nach einer zu kurz abgewehrten Hereingabe von Filip Kostic hämmerte der Schweizer den Ball aus 17 Metern unter die Latte. Union-Torwart Andreas Luthe war machtlos.

Auch danach sahen die Fans Einbahnstraßen-Fußball - Richtung Union-Tor. Daichi Kamada (25.) traf mit einem Kopfball nur die Latte, Kristijan Jakic (29.) verfehlte das Tor ebenfalls per Kopf nur knapp. Die Berliner kamen in dieser Phase kaum aus der eigenen Hälfte heraus.

Der knappe Rückstand zur Halbzeit war für die Eisernen äußerst schmeichelhaft, denn die wie aufgedreht spielende Eintracht vergab weiter hochkarätige Chancen. Kostic traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz, Borré setzte den Ball aus Nahdistanz über das Tor.

Union bekommt einen Elfmeter und kommt glücklich zum Ausgleich

Nach dem Wechsel konnte sich Union etwas vom bis dahin übermächtigen Druck der Hessen befreien und selbst erste Angriffe initiieren. Diese blieben jedoch zumeist harmlos. Trotzdem kamen die Gäste wie aus dem Nichts zum Ausgleich. Ndicka traf Taiwo Awoniyi im Strafraum am Fuß, den fälligen Elfmeter verwandelte Kruse sicher.

Im Vorfeld der Aktion schien der Ball zwar im Seitenaus gewesen zu sein, doch der Videobeweis erbrachte keine hundertprozentige Klarheit. So blieb Schiedsrichter Sascha Stegemann bei seiner Entscheidung.

Der Gegentreffer lähmte die Eintracht etwas. Das Spiel war nun ausgeglichener, klare Chancen blieben aber auf beiden Seiten rar - bis zum Auftritt von Ndicka, der mit seinem Tor die Frankfurter spät noch belohnte. (dpa/sap)

Wataru Endo, Benno Schmitz, Marvin Schwäbe, VfB Stuttgart, 1. FC Köln, Bundesliga, 34. Spieltag
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