Endlich wieder Fußball, endlich wieder Grillpartys und Public Viewing. Um die deutsche Nationalmannschaft bei der EM 2016 in Frankreich unter den besten Umständen anfeuern zu können wünschen wir uns für Deutschland stabiles Sonnenscheinwetter. Doch wie sind die Voraussetzungen für eine Neuauflage des Sommermärchens?

Das Wetter zu Beginn der EM

Deutschland hat die vergangenen zwei Wochen unter extremen Wetterphänomenen wie heftigen Unwettern gelitten. Pünktlich zum EM-Auftakt beruhigt sich das Wetter jedoch.

  • Heute 21°C
  • So 21°C
  • Mo 22°C
  • Di 25°C
  • Mi 27°C
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Das Eröffnungsspiel Frankreich gegen Rumänien am Freitag kann voraussichtlich sogar im Freien angeschaut werden: In ganz Deutschland wird es laut Deutschem Wetterdienst einen Mix aus Sonne und Wolken geben.

Spielplan zur EM 2016 zum Ausdrucken

Die Höchsttemperaturen bewegen sich demnach zwischen 17 Grad an den Küsten, 20 Grad im Osten, warmen 23 Grad im Westen und 21 Grad in Stuttgart und München. Am freundlichsten wird es in Konstanz mit einer maximalen Temperatur von 25 Grad. Schauer wird es laut Meteorologe Constantijn Venema vom Onlineportal WetterOnline nur vereinzelt geben - wenn, dann trifft es den Südosten.

EM 2016 - ein Sommermärchen?

Zum ersten Deutschlandspiel am Sonntag sieht es jedoch eher schlecht aus mit Public Viewing: "Es gibt am Sonntagabend immer wieder Schauer, zeitweise fällt auch längere Zeit Regen", prognostiziert Dominik Jung vom Onlineportal wetter.net. Auch die Temperaturen lassen etwas zu wünschen übrig: Beim Anstoß um 21 Uhr soll es nur zwischen 15 bis 18 Grad warm sein. "Nur im Nordosten könnte es trocken bleiben", so Jung weiter.

"Ein Sommermärchen ist für den Juni bei Weitem nicht in Sicht", so Wetterexperte Jung. Vor allem im Süden könne der Sommer baden gehen. "Sollten sich die massiven Niederschläge in den nächsten zehn Tagen bestätigen, könnte es sogar wieder zu kritischen Wasserpegelständen kommen", er.

Kurze Wärmeeinschübe gebe es stattdessen vor allem im Osten. Sonst bleibe es den gesamten Juni über bei rund 20 Grad, manchmal sogar eher kälter.

Vorausschau auf die ersten zehn Tage EM:

  • Freitag (10.6. Beginn der EM): 16 bis 25 Grad, freundlich, im Südosten einzelne Schauer
  • Samstag: 16 bis 24 Grad, im Süden Regen, sonst Mix aus Sonne, Wolken und Schauern
  • Sonntag (Deutschland - Ukraine) : 15 bis 25 Grad, im Nordosten recht freundlich, sonst viele Wolken mit Schauern oder dauerhaftem Regen
  • Montag: 17 bis 25 Grad, Schauerwetter
  • Dienstag: 16 bis 23 Grad, Sonne, Wolken und immer wieder Schauer
  • Mittwoch: 19 bis 25 Grad, aus Westen Regenwolken
  • Donnerstag (Deutschland - Polen): 16 bis 26 Grad, im Süden starker Regen, sonst einzelne Schauer
  • Freitag: 17 bis 24 Grad, Schauerwetter, am Alpenrand weiterhin starker Regen
  • Samstag: 16 bis 23 Grad, viele Wolken und immer wieder Schauer
  • Sonntag (19.6.): 16 bis 23 Grad, viele Wolken, ab und zu Regen

Gewitter beim Public Viewing: Was ist zu beachten?

Fans sollten sich bei drohender Gewitterlage umfassend über die Wetterlage informieren, bevor sie zum Public Viewing ziehen. "Bei absehbar hohem Gewitterrisiko sollte über einen 'Plan B' (Kneipe, mit Freunden vor dem Fernseher, etc.) nachgedacht werden", so Meteorologe Venema.

Wenn man trotzdem unbedingt zum Public Viewing gehen wolle, solle man immer das Wetterradar und vor allem den Himmel im Auge behalten, denn Unwetter kämen niemals aus heiterem Himmel. Eine dunkle Wolkenwand, Wetterleuchten und Donnergrollen seien typische Vorzeichen für ein Gewitter, bei denen man "schnell einen sicheren Ort aufsuchen" sollte. Bäume oder Regenschirme seien in diesem Zusammenhang bekanntlich kein sicherer Ort.

Es gibt auch Unwetter-Apps, die rechtzeitig vor einem Wetterumschwung warnen.

"Sturmböen können gerade in Public-Viewing-Meilen schnell für umherfliegende Gegenstände sorgen, die Menschen treffen und verletzen können", warnt Venema. Außerdem könne in den hohen Metall-Aufbauten der Leinwände, aber eben auch in Sonnenschirme oder Bäume der Blitz einschlagen. Dass Blitzschlaggefahr nicht zu unterschätzen sei, könne man am Beispiel des "Rock am Ring"-Festivals in der Eifel sehen, wo nach einem Blitzschlag über 80 Menschen verletzt wurden.