• Der französische Fußballverein Paris Saint-Germain hat seinen Trainer Thomas Tuchel gefeuert.
  • Das berichten die "Bild" und die französische Sportzeitung "L'Equipe" übereinstimmend.
  • Eine Bestätigung des französischen Fußball-Meisters gab es zunächst nicht.

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Champions-League-Finalist Paris Saint-Germain soll sich von seinem Trainer Thomas Tuchel getrennt haben. Das berichten die "Bild" und die französische Sportzeitung "L'Equipe". Der französische Fußball-Meister hat dies zunächst nicht bestätigt.

Der einstige Coach des FSV Mainz 05 und von Borussia Dortmund hatte PSG seit dem Sommer 2018 betreut. Tuchels Vertrag in der französischen Hauptstadt lief ursprünglich bis zum Saisonende.

Thomas Tuchel: "Ich will doch nur Trainer sein"

Die Club-Verantwortlichen hätten Tuchel in der Nacht zum Donnerstag von ihrer Entscheidung informiert, berichtete "L'Equipe". Keinen Ausschlag für das Aus sollen Aussagen von Tuchel in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview bei Sport1 gegeben haben.

Dort hatte er sich nachdenklich und zugleich kritisch über sein Trainerdasein geäußert. "Ich weiß nicht, ob es immer höher, höher, höher sein muss. Ich mag Fußball einfach. Und in einem Klub wie hier ist es nicht immer nur Fußball", sagte der 47-Jährige in dem Interview.

An manchen Tagen denke er sich, "es könnte doch so einfach sein. Es war doch nur eine Auswechslung. Wieso ist das jetzt hier zwei Wochen das Thema? Ich denke mir da schon: Ich will doch nur Trainer sein."

Tuchel hatte außerdem erklärt, er vermisse manchmal die Wertschätzung für die Leistungen seiner Mannschaft. Zu seinen Zukunftsplänen hatte er sich nicht konkret geäußert. Die Entscheidung, sich von Tuchel zu trennen, hätte der Club angeblich schon vor der Veröffentlichung des Interviews getroffen, hieß es.

Paris Saint-Germain nur Tabellendritter

Der 47-Jährige hatte den Club in diesem Jahr in das Finale der Champions League geführt, dort gab es in Lissabon eine 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München. National holte Tuchel erneut die Meisterschaft und unter anderem auch den französischen Pokal.

Diese Saison geht PSG in der französischen Ligue 1 allerdings nur als Tabellendritter ins neue Jahr. Der Titelverteidiger gewann zwar gegen den Abstiegskandidaten Racing Straßburg mit einem 4:0 (1:0), doch die Konkurrenz gab sich ebenfalls keine Blöße.

Der französische Fußballverein liegt einen Punkt hinter dem Top-Duo Olympique Lyon und OSC Lille. In der Champions League erreichte PSG als Sieger in einer umkämpften Gruppe vor RB Leipzig und Manchester United das Achtelfinale.(ff/dpa/afp)

Mickaël Cuisance
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