Dank eines Last-Minute-Treffers von Weltfußballer Lionel Messi hat der FC Barcelona zumindest zwischenzeitlich die Tabellenführung der Primera División übernommen. Überschattet wurde die hitzige Partie in Valencia von einem Skandal kurz vor dem Abpfiff.

In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Lionel Messi am Samstag per Foulelfmeter das Siegtor zum 3:2 (1:0) beim FC Valencia. Unmittelbar danach kam es zu einem handfesten Skandal. Barcelonas Stürmer-Star Neymar wurde von einer Wasserflasche am Kopf getroffen.

Die Plastikflasche wurde aus dem Fanblock der Gastgeber auf die jubelnden Barca-Weltstars geworfen. Neymar sank nach dem Zwischenfall zu Boden. Matchwinner Messi reagierte empört. Der Argentinier gestikulierte und schrie ungehalten in Richtung der Fankurve.

Zuvor hatte Messi (22.) bereits das 1:0 für Barça markiert, Munir (52.) und Rodrigo (56.) drehten die Partie zwischenzeitlich. Marc-André ter Stegen war im Barça-Tor jeweils chancenlos. Torjäger Luis Suárez (62.) schoss den zwischenzeitlichen Ausgleich für das Team von Trainer Luis Enrique.

Barças Mittelfeldspieler Andres Iniesta musste wegen einer schweren Knieverletzung schon zu Beginn der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. Er habe eine Bänderverletzung erlitten und solle in Barcelona nochmals untersucht werden, teilte der Club am Samstagabend mit.

Iniestas Verletzung war eine Grätsche von Valencias Enzo Perez vorausgegangen. Folglich kochte die Atmosphäre im Stadion schon früh hoch. Weitere heftige Foulspiele sowie ein nicht gegebener Elfmeter für die Gastgeber sorgten dafür, dass sich die Stimmung weiter aufheizte. Mit dem Flaschenwurf auf Neymar, der sich übrigens keine schwerwiegende Verletzung zuzog, eskalierte die Situation. (fte/dpa)