In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch startet die US-amerikanische Basketball-Profiliga NBA in ihre 69. Spielzeit. Mit Dirk Nowitzki, Dennis Schröder und Chris Kaman sind drei deutsche Spieler dabei. In unserer Vorschau haben wir die Chancen der drei Korbjäger unter die Lupe genommen.

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Dirk Nowitzki sorgt für verstärkte Mavericks

Für Dirk Nowitzki beginnt die NBA-Saison mit einem besonderen Spiel. Beim Texas-Rivalen San Antonio Spurs müssen er und seine Teamkollegen der Dallas Mavericks mit ansehen, wie den Gastgebern die Meisterringe für den Titelgewinn 2014 verliehen werden. In den vergangenen Playoffs waren die "Mavs" nur knapp am späteren Champion gescheitert. In seinem 17. NBA-Jahr sieht Nowitzki sein Team zwar in der Außenseiterrolle, aber bereit für einen neuen Anlauf. "Ich denke, wir können offensiv mit den besten Teams mithalten", sagte der mittlerweile 36-Jährige vor der ersten Partie.

Mit einem enormen Gehaltsverzicht ermöglichte Nowitzki selbst die Verpflichtung von vielversprechenden Neuzugängen. Verdiente der gebürtige Würzburger in der vergangenen Saison noch 22,7 Millionen Dollar, gibt er sich nun mit acht Millionen zufrieden. In der Gehaltsrangliste der NBA rutschte er damit von Platz zwei auf Rang 80 ab. Die frei gewordenen Ressourcen investierte Club-Besitzer Mark Cuban vor allem in die Transfers von Small Forward Chandler Parsons von den Houston Rockets und Rückkehrer Tyson Chandler. Nach drei Jahren bei den New York Knicks soll der Center den Meisterschafts-Spirit von 2011 nach Dallas zurückbringen. Nach ihrem ersten Titelgewinn konnten die Texaner nicht mehr an den früheren Erfolg anknüpfen.

Nun darf Nowitzki auf einen Aufschwung hoffen. Der Kader der Mavericks gilt als vielseitig und tief besetzt. Doch trotz seines Alters wird der Routinier weiterhin Dreh- und Angelpunkt der Mavericks-Offensive bleiben. "So einen wie ihn gibt es nur alle 20, 25 Jahre. Wir müssen es genießen, solange er noch da ist", schwärmte Trainer Rick Carlisle vor dem Saisonbeginn. Damit Nowitzki auch in den anvisierten Playoffs fit ist, wird es jedoch wichtig sein, ihm in den 82 regulären Spielen die nötigen Ruhepausen zu geben.

Schafft Dennis Schröder den Durchbruch?

Nationalspieler Dennis Schröder hat nach seiner Rookie-Saison die zweite Spielzeit bei den Atlanta Hawks vor sich. Ziel des 21-Jährigen dürfte es sein, sich weiter in der NBA zu etablieren und mehr Spielzeit zu sammeln. In der vergangenen Saison stand der gebürtige Braunschweiger durchschnittlich nur 13 Minuten pro Spiel auf dem Parkett. Schröders Konkurrenten auf der Point-Guard-Position heißen Jeff Teague und Shelvin Mack. Teague ist als Aufbauspieler in Atlanta gesetzt. Mit Mack wird sich Schröder um den Platz als Back-up duellieren.

Hoffnung auf eine verbesserte Situation machen Schröders Auftritte in der Summer League und in den NBA-Vorbereitungsspielen. Dort zeigte der Dribbler gute Leistungen und konnte mit vielen Punkten auf sich aufmerksam machen. Allerdings sollten diese nicht überbewertet werden, da Hawks-Coach Mike Budenholzer die Testspiele traditionell für Experimente nutzt. Ob mit oder ohne Schröder werden die Atlanta Hawks in der kommenden Saison hart um die Play-off-Plätze im Osten kämpfen müssen.

Chris Kaman will in Portland an frühere Leistungen anknüpfen

Der Deutschamerikaner Chris Kaman, wechselte nach einer ernüchternden Saison bei den Los Angeles Lakers zu den Portland Trail Blazers. Dort möchte der deutsche Nationalspieler in dieser Spielzeit an seine früheren Leistungen anknüpfen. Trotz seiner langen Verletzungsgeschichte sehen die Trail Blazers den 32-Jährigen als wichtigsten Neuzugang. Mit durchschnittlich 10,4 Punkten in der Vorsaison soll Kaman die Offensivschwäche der Mannschaft aus Oregon lindern. Dabei wird er vermutlich größtenteils als Einwechselspieler von der Bank kommen.

Die Spiele der NBA sind in Deutschland über den Pay-TV-Sender Sport 1 + und die kostenpflichtigen Online-Streams der NBA auf nba.com zu sehen.
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