Abfahrten mit Ellbogeneinsatz, unglaubliche Sprünge und Wimpernschlagentscheidungen - die fünf Ski-Freestyle-Disziplinen bei Olympia versprechen spektakuläre Wettkämpfe. Alle Informationen zu Ski-Freestyle bei Olympia 2018 finden Sie hier im Überblick.

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Die Wettbewerbe bei Olympischen Winterspielen im Ski-Freestyle

Insgesamt werden in Pyeongchang im Freestyle Skiing - so die offizielle Bezeichnung - zehn Goldmedaillen vergeben, je fünf bei den Männer- und fünf bei den Frauen-Entscheidungen.

Die älteste olympische Freestyle-Disziplin ist die Buckelpisten-Abfahrt (auch Moguls genannt). Sie war erstmals 1992 im olympischen Programm.

Die Wettbewerbe in der Half Pipe und im Slopestyle sind dagegen erst seit Sotschi 2014 olympische Disziplinen.

Das sind die Wettbewerbe im Ski-Freestyle bei Olympia 2018 in der Übersicht:

Buckelpiste (Moguls)

Gold gewinnt, wer den mit Hügeln und Buckeln überzogenen Hang am schnellsten herunterfährt.

Die Medaillengewinner unter den Olympia-Teilnehmern werden in K.O.-Runden ermittelt, bei denen immer zwei Fahrer gleichzeitig ins Rennen (Dual-Moguls) gehen. Die Zuschauer sehen also sofort, wie ein Fahrer im Rennen liegt.

Die Fahrt über die Buckel mag im Fernsehen etwas eigenartig aussehen. Tatsächlich verlangen die Rennen den Startern nicht nur jede Menge Kraft, sondern auch Timing, Rhythmusgefühl und sehr genaue Schwünge ab.

  • Damen: 11. Februar 2018, 11.30 Uhr MEZ
  • Herren: 12. Februar 2018, 11.30 MEZ

Skicross

Beim Skicross-Rennen starten immer vier Läufer gleichzeitig. Es gilt, den mit Hindernissen und Kurven gespickten Kurs schneller als die Konkurrenten zu absolvieren.

Mitunter kommt es bei Positionskämpfen zum Körperkontakt zwischen den Fahrern, was nicht selten zu Kollisionen führt. In Achtel-, Viertel- und Halbfinals werden die Teilnehmer des Finalrennens im K.O.-Modus ermittelt.

Die beiden bestplatzierten Fahrer qualifizieren sich für die jeweils nächste Runde. Vor dem Start der K.O.-Phase wird die Zusammensetzung der Achtelfinals in Einzelrennen gegen die Uhr ermittelt.

  • Damen: 23. Februar 2018, 3.30 Uhr MEZ
  • Herren: 21. Februar 2018, 3.30 Uhr MEZ

Halfpipe

Der Halfpipe-Wettbewerb wird 2018 zum zweiten Mal ausgetragen. Die Starter müssen bei ihren Läufen durch das „halbe Rohr“ mit ihren Sprüngen fünf Wettkampfrichter überzeugen.

Im Finale werden die Wertungen aus zwei Läufen addiert. Um eine hohe Wertung zu bekommen, muss ein Läufer sein Programm sauber durchziehen und alle Sprünge (in der Regel fünf pro Durchgang) sicher stehen.

Bei der Wertung wird ähnlich wie beim Eiskunstlauf nicht nur die Ausführung, sondern auch der Schwierigkeitsgrad der Sprünge berücksichtigt.

  • Damen: 20. Februar 2018, 10.30 Uhr MEZ
  • Herren: 22. Februar 2018, 3.30 Uhr MEZ

Slopestyle

Im Slopestyle werden in Pyeongchang ebenfalls erst zum zweiten Mal in der olympischen Geschichte Medaillen vergeben; auch hier entscheiden die Punktrichter über den Olympiasieg.

Gesprungen wird in einem Parcours, in dem unter anderem Rampen, Schanzen und Rails aufgebaut sind.

Die Starter sind bestrebt, auch mit ihren Grinds hohe Wertungen zu erzielen. Beim Grinden rutschen die Athleten mit den Skiern in verschiedenen Positionen über Geländer (Rail) oder Boxen (Curb).

Am Ende eines Laufs steht dann als Highlight ein spektakulärer Sprung über eine Rampe an.

  • Damen: 17. Februar 2018, 2 Uhr MEZ
  • Herren: 18. Februar 2018, 2 Uhr MEZ

Springen (Aerials)

Die Freestyle-Springer sind so etwas wie die Könige und Königinnen der Lüfte. Der Start erfolgt von einer erhöhten Position aus, um mit großer Geschwindigkeit auf eine Sprungschanze zuzufahren und von dort mehrere Meter in die Luft zu springen.

Dabei zeigen die Fahrer Salti und Pirouetten in verschiedenen Ausführungen und Kombinationen.

Der gesamte Lauf inklusive der Landung nach dem Abschlusssprung wird von fünf Wettkampfrichtern bewertet.

  • Damen: 16. Februar 2018, 12 Uhr MEZ
  • Herren: 20. Februar 2018, 12 Uhr MEZ

Die Medaillenkandidaten im Ski-Freestyle bei Olympia

Wer in den Freestyle-Wettbewerben aufs Treppchen will, muss an den Startern aus den Vereinigten Staaten und Kanada vorbeikommen. 2014 standen in Sotschi Starter aus diesen Ländern siebenmal ganz oben auf dem Treppchen - bei insgesamt zehn Wettbewerben.

Allerdings haben die Kanadier zuletzt bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2017 geschwächelt und fuhren ohne Gold nach Hause.

Neben den Teams aus den USA und Kanada werden vor allem den japanischen, französischen und schwedischen Startern gute Medaillenchancen eingeräumt.

Die Anfänge des olympischen Freestyle Skiing

Bevor das Internationale Olympische Komitee (IOC) 1992 mit der Buckelpisten-Abfahrt erstmals eine Freestyle-Disziplin ins olympische Programm aufnahm, hatte es vier Jahre zuvor einen Testwettbewerb durchgeführt.

Zu Demonstrationszwecken wurden 1988 in Calgary Show-Wettbewerbe ausgetragen, bei denen allerdings keine Medaillen vergeben wurden.

Neben der Buckelpisten-Abfahrt und dem Freestyle-Springen gehörte 1988 auch das Freestyle-Ballett zu den Testdisziplinen - eine heute nahezu vergessene Disziplin.

Die Sprünge, Schritte und Pirouetten der Ballett-Freestyler erinnern an Eiskunstlauf - nur auf Skiern.

Die IOC-Entscheider hat das jedenfalls nicht überzeugt - die Disziplin wurde nicht ins olympische Programm aufgenommen.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Wettkampf-Highlights: Finals der Ski-Cross-Wettkämpfe (Damen: 23. Februar, 3.30 Uhr MEZ / Herren: 21. Februar 3.30 Uhr MEZ)
  • Sportstätte: Bokwang Phoenix Park
  • Medaillenfavoriten: Ikuma Horishima (Buckelpiste Herren), Ashley Caldwell (Springen Damen)
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