Die Aussicht auf eine zweite deutsche Riesenslalom-Medaille bei der Ski-WM in Are nach Viktoria Rebensburg ist nur noch gering. Hoffnungsträger Stefan Luitz verletzt sich bei einem Einfädler im ersten Lauf. Der zweite deutsche Starter aber fährt überraschend stark.

Der Live-Ticker des ersten Laufs zum Nachlesen

Stefan Luitz ist beim WM-Riesenslalom in Are im ersten Durchgang gestürzt und hat sich möglicherweise verletzt. In Führung liegt der Franzose Alexis Pinturault (1:09,97 Minuten), der bereits in Are die WM-Kombination gewonnen hat.

Weltmeister Hirscher attackiert von hinten

Titelverteidiger Marcel Hirscher aus Österreich folgt mit nur einer Zehntelsekunde Rückstand auf Rang zwei. Auf Bronze-Kurs ist der Norweger Henrik Kristoffersen, dem auf Pinturault aber auch nur 0,18 Sekunden fehlen.

Bester Deutscher - und der einzige neben Luitz - ist Alexander Schmid. Der 24-Jährige fuhr auf der durch die Sonneneinstrahlung immer weicher werdenden Piste beherzt und clever, fand genau die rechte Dosierung des Kanteneinsatzes. Lohn: Schmid hielt mit der Startnummer 23 als letzter der Top-Fahrer den Rückstand unter einer Sekunde (0,92 Sekunden) und schob sich auf Rang sieben, direkt vor dem ebenfalls überraschend starken Schweizer Marco Odermatt.

Luitz fliegt spektakulär ab

Luitz hatte mit der Startnummer elf kurz nach der dritten Zwischenzeit mit dem linken Ski eingefädelt und war durch die Luft geschleudert. Luitz knallte hart mit dem Hinterkopf auf die Piste. Luitz fing sich und fuhr danach ein paar Meter selbst, ehe er sich hinsetzte und offenbar Schmerzen hatte.

"Er hat ein bisschen Schmerzen, und man will einfach sehen, was genau passiert ist. Man kann noch nichts sagen, aber man will es natürlich abklären lassen", sagte der Pressesprecher des Deutschen Skiverbands, Ralph Eder, dem ZDF. Luitz sei auf dem Weg ins Krankenhaus.

Luitz' lädiertes Knie bandagiert

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Luitz' linkes Knie unnatürlich stark verdreht wurde. In dem Gelenk hatte er sich im Dezember 2017 einen Kreuzbandriss zugezogen. (hau/dpa)

Mit einer Rumpftruppe geht der Deutsche Ski-Verband in die Alpine Ski-WM ins schwedische Are. Der Kreis der Medaillen-Kandidaten ist überschaubar. Und trotzdem hat der DSV ein paar Eisen im Feuer - wenn alles optimal läuft.