Am 31. August 1997 stirbt Lady Diana in einem Tunnel in Paris bei einem Autounfall. Die Umstände des Unglücks sind teilweise mysteriös. Am 1. Juli 2019 wäre die "Königin der Herzen" 58 Jahre alt geworden. Und bis heute, knapp 22 Jahre nach ihrem Tod, glauben Verschwörungstheoretiker an ein Mordkomplott. Wir haben die offenen Fragen und Theorien zusammengetragen.

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Am 31. August 1997 blickte die Welt fassungslos nach Paris. Lady Diana und ihr Freund Dodi Al-Fayed waren bei einem Autounfall im Alma-Tunnel mitten in der Stadt ums Leben gekommen.

Kurz nach Mitternacht flohen sie in ihrem Mercedes 280 S vor einer Horde Paparazzi auf Motorrädern. Das Auto war viel zu schnell unterwegs, streifte die Tunnelwand, geriet ins Schleudern und fuhr dann gegen einen Pfeiler.

Prinzessin Diana ist am 31. August 1997 nach einer Verfolgungsjagd in Paris tödlich verunglückt. So lief ihre letzte Nacht ab.

Lady Di wurde um vier Uhr nachts im Krankenhaus für tot erklärt. Nur der Beifahrer überlebte das Unglück, konnte sich aber an nichts erinnern.

Die Prinzessin war damals schon eine Legende und galt als "Königin der Herzen". Die damals 36-Jährige hatte sich gerade erst aus dem engen Korsett des britischen Königshauses befreit.

Nach einer märchenhaften Hochzeit mit Prinz Charles 1981 litt sie jahrelang unter der unglücklichen Ehe. Nur ein Jahr nach der Scheidung starb Diana. Weltweit beklagten Menschen ihren Tod, allein drei Millionen schauten in London dem Trauerzug zu.

War es Mord?

Schon kurz darauf meldeten sich die ersten Skeptiker zu Wort. Sie glaubten nicht an einen tragischen Unfall. Vielleicht wurde Diana in Wahrheit ermordet? Auch Dodi Al-Fayeds Vater Mohamed glaubt bis heute nicht an ein Unglück.

Ahnengalerie von Prinz George und Prinzessin Charlotte reicht weit zurück.

Scotland Yard untersuchte die Geschehnisse jahrelang unter dem Namen "Operation Paget", auch im Hinblick auf ein mögliches Komplott. Ergebnis: kein Mord. Die Hauptschuld trage der betrunkene Chauffeur.

Das brachte die Zweifler aber nicht zum Verstummen, zumal immer wieder mysteriöse Dinge passierten: Das Wrack des Unfallautos verbrannte später vollständig in einer Halle des französischen Justizministeriums und kann nicht mehr untersucht werden.

Journalisten berichten zudem von angeblichen Einschüchterungsversuchen, als sie die Ereignisse recherchierten. Wir haben zusammengestellt, welche angeblichen Beweise die Verschwörungstheoretiker anführen und welche Ungereimtheiten es gibt.

Dianas Brief

Die Prinzessin soll Ende 1996 in einem handgeschriebenen Brief die Befürchtung geäußert haben, dass jemand einen Anschlag auf ihr Auto plane. Den versiegelten Brief gab sie ihrem Butler Paul Burrell.

Die britische Boulevardzeitung "Daily Mirror" veröffentlichte ihn 2003. Diana nannte sogar einen Namen: Charles. Dass es den Brief gibt, ist unstrittig. Unklar ist aber, ob Diana ihn wirklich zehn Monate vor ihrem Tod verfasste.

Sie nennt Charles darin "meinen Ehemann", dabei waren sie zu der Zeit bereits geschieden.

Das am Unfall beteiligte zweite Auto

Wurde das Auto, in dem Diana saß, in Wahrheit von einem anderen Wagen gerammt? An dem Mercedes fanden sich Lackspuren eines weißen Fiat. Doch die Polizei fand Auto und Fahrer trotz einer groß angelegten Suchaktion nie.

Später verdichteten sich Hinweise, es könnte sich um den Wagen eines Paparazzo gehandelt haben. Zweifelsfrei bewiesen wurde das nie.

Der Mann wurde ein paar Jahre später in einem ausgebrannten Auto gefunden, offenbar hatte er Selbstmord begangen.

Der Chauffeur war gar nicht betrunken

Der Fahrer des Unglücksautos, Henri Paul, stand angeblich massiv unter dem Einfluss von Alkohol und Medikamenten. Laut Blutproben nach dem Unfall hatte er 1,8 Promille, zudem hatte er Antidepressiva geschluckt.

Was Skeptiker irritiert: Überwachungskameras aus dem Hotel kurz vor dem Unfall zeigen, dass Henri Pauls Bewegungen ganz normal sind. Stammten die Blutproben also in Wahrheit von jemand anderem?

Die Theorie: Vielleicht sollte Paul das Komplott ausführen und stand eigentlich im Dienst eines Geheimdienstes? Manche glauben, dass er mit dem britischen MI6 in Verbindung stand.

Angeblich hatte der Mann zum Zeitpunkt des Unfalls gerade auffällig viel Geld. Bewiesen werden konnte aber auch das nie. Eine DNA-Probe ergab später allerdings, dass die Blutproben tatsächlich von ihm stammten.

Das Motiv für den Mord

Warum sollte das britische Königshaus Dianas Tod geplant haben? Für manche Verschwörungstheoretiker liegt das auf der Hand: Die Queen sei nicht begeistert gewesen, dass Dodi Al-Fayed Moslem war.

Gerüchten zufolge wollten die beiden sich bald verloben, obwohl sie zum Zeitpunkt des Unfalls erst seit sieben Wochen ein Paar waren.

Gegen ein solches Motiv spricht aber auch Dianas frühere, zweijährige Beziehung zu dem pakistanisch-stämmigen Herzchirurgen Hasnat Khan. Das Königshaus hatte sich seinen Worten zufolge daran nie gestört.

Die angebliche Schwangerschaft

Womöglich gab es ein anderes Mordmotiv. Diana wurde kurz nach ihrem Tod einbalsamiert. Die offizielle Begründung: Aus Sicherheitsgründen könne ihr Körper nicht in einer normalen, gekühlten Leichenhalle aufbewahrt werden.

Aus dieser Tatsache entstand die Legende, dass die Prinzessin schwanger gewesen sei und dass der Geheimdienst MI6 das vertuschen wollte.

Der zuständige Gerichtsmediziner sagte allerdings 2004, er könne eine Schwangerschaft Dianas mit Sicherheit ausschließen.

Der zu langsame Krankenwagen

Der Krankenwagen brauchte viel zu lange, um die noch lebende Diana vom Unfallort in die Klinik Salpêtrière zu bringen - finden Verschwörungstheoretiker. Es liegt nur fünf Kilometer entfernt, der Krankenwagen kam dort aber erst nach anderthalb Stunden an.

Die Verzögerung lässt sich Experten zufolge folgendermaßen erklären: Die Feuerwehr musste die Prinzessin aus dem Auto befreien, dann kümmerten sich die Rettungskräfte vor Ort um die Schwerverletzte.

Der Krankenwagen fuhr anschließend auf Anweisung des Arztes extra langsam, weil der Blutdruck Dianas immer wieder stabilisiert werden musste. Im Krankenhaus versuchten die Mediziner noch zwei Stunden lang, ihr Leben zu retten.

Der Lichtblitz im Tunnel und die Milošević-Theorie

Eine weitere Theorie: Vielleicht steckt nicht der MI6, sondern die britische Spezialeinheit SAS hinter dem Anschlag?

Der Ex-Agent Richard Tomlinson behauptete, ein Lichtblitz habe den Fahrer im Tunnel geblendet. Ähnliche Pläne habe es zur Beseitigung des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milošević gegeben.

Aber weder Zeugenaussagen noch Beweise stützten die Theorie.

Die Etablierung einer neuen Religion

Eine besonders krude Erklärung für ein Mordkomplott besagt, dass mit dem Tod Dianas eine neue Religion etabliert werden sollte.

Der Unfall geschah an der Pont D'Alma, übersetzt: Brücke der Seelen. Dort befand sich angeblich früher ein heiliger Ort, an dem man einer Mondgöttin huldigte. Deren Name? Diane.

Die Blumenbranche

Fast noch skurriler ist die Idee, dass hinter dem Mord niemand anders als die britische Blumenindustrie steckt. Schließlich profitierte sie vom Tod Dianas, weil Millionen Menschen Blumen und Kränze zur Beerdigung kauften.

Osama bin Laden mochte Diana nicht

Nicht nur MI6, die Spezialeinheit SAS und das Königshaus werden verdächtigt, den Tod Dianas geplant zu haben, sondern auch Osama bin Laden.

Dem soll die moderne Prinzessin ein Dorn im Auge gewesen sein. Sie habe andere Frauen angestiftet, für ihre Freiheit zu kämpfen. Beweise dafür sollen US-Militärs in den zerstörten Al-Kaida-Hauptquartieren in Afghanistan gefunden haben. Offiziell gezeigt wurden diese aber nie.

Diana ist gar nicht tot, sondern untergetaucht

Vielleicht ist die "Königin der Herzen" 1997 in Paris auch gar nicht gestorben. Sie wollte so aus dem Blickpunkt der Öffentlichkeit verschwinden, hoffen manche ihrer Fans.

Auch hieran könnte der MI6 beteiligt gewesen sein, der das ganze Geschehen inszenierte - mit Billigung der Queen. Demnach leben Diana und Dodi Al-Fayed jetzt unbehelligt und zufrieden auf einer einsamen Insel.

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