Auch die SPD steht hinter der Energiewende der Bundesregierung, findet die Umsetzung aber fraglich. Wir zeigen Ihnen, welche Wege die SPD in der Energiepolitik beschreiten will.

Die SPD hofft, dass Peer Steinbrück die CDU in ihre Schranken weisen kann. Der Kanzlerkandidat mit "klarer Kante" gibt jedoch immer wieder den "Pannen-Peer".

Auch die SPD bekennt sich zur Energiewende, ist aber davon überzeugt, dass "die Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP mit ihrem 'Management' auf bestem Wege [ist], die Energiewende gegen die Wand zu fahren." Um das zu verhindern, wollen die Sozialdemokraten ein "Management für die Energiewende aufbauen". Dazu gehört die Einrichtung eines Energieministeriums, eines "Deutschen Energie-Rates" und eines Bundestagsausschusses zum Thema Energie.

Zur Verbesserung der Energiewende will die SPD zudem einen "Masterplan" aufstellen. Die deutsche Energiepolitik solle sich durch Planungs- und Investitionssicherheit, eine stabile Stromversorgung, ein hohes Maß an Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit auszeichnen. Belastungen für Industrie und Bevölkerung gilt es laut Wahlprogramm zu vermeiden, "etwa durch die Senkung der Stromsteuer".

Erneuerbare Energien im Fokus

Generell befürworten die Sozialdemokraten "eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz, die den Ausbau langfristig und berechenbar sichert, die konsequent die Kosten begrenzt und die Strompreise im Blick hat."

[cms:element.right]Bis 2030 will die SPD 75 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugen. Wie die Union bekennt sie sich jedoch auch zu Kohle- und Gaskraftwerken als Brückentechnologien. Einig sind sich die Konkurrenten auch über den Ausbau der Netzinfrastruktur, die Einführung von "intelligenten" Leitungen und die Förderung von Speichertechnologien.

Fracking abgelehnt

Zum Thema Fracking äußert sich die SPD etwas konkreter: "Wir setzen uns für einen Verzicht des Einsatzes von Fracking ein, bis alle Risiken für Gesundheit und Umwelt bewertet und ausgeschlossen wurden. Dieses Moratorium soll so lange gelten, bis Fracking-Methoden ohne den Einsatz giftiger Chemikalien, die zu einer schädlichen Veränderung des Grund- und Trinkwassers führen, zur Verfügung stehen."

Zum Thema Atommülllager gibt es im Wahlprogramm nur den Hinweis auf eine Neugestaltung der Suche nach einem geeigneten Standort.

Im Vergleich: Das fordern die anderen Parteien