Afghanistan

In Kabul ist am Mittwoch ein Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord des Flugzeugs befanden sich 14 abgeschobene Flüchtlinge.

In Deutschland lebten im vergangenen Jahr mehr Schutzsuchende als 2016, vermeldet das Statistische Bundesamt am Freitag. Insgesamt waren im Jahr 2017 somit 1,7 Millionen Menschen aus dieser Kategorie im Ausländerzentralregister eingetragen. Dies bedeutet einen Anstieg um fünf Prozent.

In Afghanistan sind am Samstagmorgen landesweit die Parlamentswahlen angelaufen. Doch viele Wähler mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen.

Die Lage in Afghanistan spitzt sich weiter zu: Es gibt so viele Anschläge wie seit Jahren nicht mehr, Beobachter fürchten, dem Land drohe erneut Bürgerkrieg. Ein Experte sagt: Die Regierung versagt, doch die Menschen fürchten vor allem die Rückkehr der Taliban.

Die Zahl der Heimatlosen in Afghanistan steigt. Allein vergangene Woche mussten 5.400 Menschen ihre Häuser verlassen. Der überwiegende Teil der Vertriebenen sind Kinder und Jugendliche.

Der afghanische Extremist Dschalaluddin Hakkani, dessen Netzwerk für einige der grausamsten Anschläge in Afghanistan verantwortlich ist, ist tot. Die Machenschaften seiner Netzwerks dürfte das kaum stoppen. 

Ein weiterer Bezirk in Nordafghanistan ist an die radikalislamischen Taliban gefallen.

Erstmals seit den Anschlägen vom 11. September gibt die Mutter des getöteten Top-Terroristen Bin Laden ein Interview. Dass ihr Sohn Dschihadist werden könnte, sei ihr "nie in den Sinn gekommen". Nicht alle Mitglieder der Familie sind glücklich über den Auftritt.

US-Medien zufolge gab es ein Treffen zwischen US-Diplomaten und Vertretern der Taliban. Die Gespräche sollen in Doha stattgefunden haben, wo die Islamisten ein halboffizielles Büro betreiben. Bisher haben US-Regierungen Direktgespräche mit den islamistischen Kämpfern kategorisch abgelehnt.

Carsten Stormer hat in seinem "War Diary" seine ganz persönliche Sicht auf den syrischen Bürgerkrieg dokumentiert. Wir haben den Reporter interviewt.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) will einen wohl unrechtmäßig abgeschobenen Asylbewerber aus Afghanistan zurückholen. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.

Selten hat ein Fall für so viel Streit zwischen Behörden geführt wie dieser: Erst wird der tunesische Gefährder Sami A. abgeschoben, dann soll er doch wieder zurück nach Deutschland, weil es ein Gericht so will. Doch gegen seine Rückkehr regt sich Widerstand – nicht nur in Deutschland.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Selbstmord eines aus Deutschland abgeschobenen Flüchtlings aus Afghanistan bedauert.

Seit Beginn des Rückkehrerprogramms "StarthilfePlus" haben knapp 12.000 Flüchtlinge gegen Zahlungen der Bundesregierung Deutschland wieder verlassen.

Ein von der Bundesregierung aus Afghanistan zurückgeholter Flüchtling darf in Deutschland bleiben. Die Bundesrepublik muss ihm die Flüchtlingseigenschaft zuerkennen.

Angesichts anhaltender Bürgerkriege und gewaltsamer Vertreibungen hat die Zahl der Flüchtlinge weltweit einen neuen Höchststand erreicht. 

Nie sind in der Welt durch Krisen und Konflikte so viele Menschen auf der Flucht gewesen wie 2017. Insgesamt waren es 68,5 Millionen. Europäer meinen oft, sie seien besonders schwer betroffen. Doch das stimmt nicht: Die meisten Flüchtlinge leben in Entwicklungs- und Schwellenländern. Wir betrachten zwei Beispiele näher.

Der erste landesweite Waffenstillstand in Afghanistan seit mehr als 15 Jahren ging am Sonntagabend früher als erwartet mit schweren Gefechten im Süden des Landes zuende.

Seit mehr als 15 Jahren herrscht Krieg in Afghanistan. Drei Tage lang halten Taliban und Regierung eine Feuerpause ein - mit ungeahnten Folgen: Landesweit gibt es fast surreale Szenen der Verbrüderung. Verlängern wollen die Taliban die Feuerpause nicht. Dennoch: Der kurze Frieden hat sie moralisch in die Enge getrieben.

Freiburg, Kandel, nun Wiesbaden. Der Mord an dem Mainzer Mädchen Susanna heizt die Debatte um kriminelle Flüchtlinge deutschlandweit an. Wie ein Verbrechen zum Politikum wird - und das Land weiter spaltet.

Das Landgericht Landau will den Angeklagten im Mordfall Kandel als Jugendlichen behandeln. Dies teilte das Gericht am Freitag nach einer vorläufigen Bewertung bei der Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung mit.

Eine Serie von Anschlägen erschüttert Afghanistan. In Kabul werden unter anderem neun Journalisten getötet, die über einen Anschlag berichten wollten. Anderswo trifft es Kinder, einen Polizeichef und einen BBC-Reporter.

Zum Start im neuen Amt hat Horst Seehofer reichlich Wirbel gemacht. Eins von vielen Vorhaben: Schneller abschieben. Klappt das?