Mittelmeer

Matteo Salvini lebt von der Provokation. Doch im Fall des Schiffes "Diciotti" ist der rechte Innenminister Italiens zu weit gegangen. Das meint zumindest die Justiz und ermittelt gegen ihn.

Lässt sich nur mit Drohungen mehr Solidarität in der Flüchtlingskrise erzwingen? Die italienische Regierung scheint davon fest überzeugt. Und versucht, die EU erneut unter Druck zu setzen.

Die EU scheitert in diesem Sommer mal wieder an sich selbst. Seit Monaten stellt sie für Bootsflüchtlinge nicht mehr als Notlösungen auf die Beine. Am Freitag suchen mehrere Länder in Brüssel nach einem langfristigen Ansatz. Aber wollen das wirklich alle?

Sie genießen das gute Wetter am Mittelmeer: Boris Becker und Sohnemann Amadeus entspannen auf Ibiza

Angela Merkel trifft sich mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, um über die steigende Zahl von Migranten aus Marokko zu beraten. Derweil berichtet ein spanischer Polizei-Funktionär von "chaotischen Verhältnissen" und "Anarchie" an der Grenze zu Frankreich.

Statt in Sizilien kommen Flüchtlinge und Migranten immer häufiger in Andalusien an. Die Flüchtlingsrouten im Mittelmeer scheinen sich stärker nach Westen zu verlagern. Doch so einfach ist es nicht.

Mit einer außergewöhnlichen Fotoaktion unterstützen zahlreiche deutsche Künstler die Arbeit der Seenotrettungsorganisation SOS Méditerranée. Mit dabei sind unter anderem Herbert Grönemeyer, Max Herre oder Marteria. Ihr Ziel: mehr Solidarität und Spenden.

Die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms hat auf dem Mittelmeer 87 Migranten aufgenommen. 

Die libysche Küstenwache spielt eine immer größere Rolle bei der Rettung von Migranten im Mittelmeer. Jetzt hat sie offenbar ein italienisches Schiff angewiesen, Gerettete in das Bürgerkriegsland zu bringen. Die Empörung ist groß.

Seenotretter bringen fast täglich neue Flüchtlinge an die spanische Costa de la Luz. Die Regierung versichert, dass sie die Situation im Griff habe, doch Beobachter sprechen von einem "Kollaps". Ein Migrationsforscher bringt ein Aufnahmezentrum in Spanien ins Spiel - deutsche Politiker sprechen sich dagegen aus.

Asylverfahren, Seenotrettung, die Situation auf dem Mittelmeer und die Integration von Flüchtlingen: Es war ein scheinbares Riesenprogramm, das Dunja Hayali in der Auftaktfolge ihres Politmagazins besprechen wollte. Dass sie sich dabei nicht verhob, lag vor allem am klugen Konzept – und an Hayali selbst.

"Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch (57) hat schwere Vorwürfe gegen die Europäische Union und die Regierungen ihrer Mitgliedsländer erhoben.

Italien fühlt sich in der Flüchtlingspolitik von seinen europäischen Nachbarn im Stich gelassen. Nun erhöht die neue Regierung mit dem scharfen Rechtskurs von Innenminister Matteo Salvini merklich den Druck. Am Samstagabend verkündete Premierminister Guiseppe Conte, dass auf einem Schiff ausharrende Asylbewerber, deren Aufnahme Rom seit Freitag verweigerte, nach Malta und Frankreich gebracht werden.

Die EU hat sich auf eine Verschärfung ihrer Asylpolitik geeinigt. Bereits jetzt zeigt die harte Politik gegen private Seenotretter Wirkung: Schiffe dürfen Häfen nicht verlassen. Auch ein Flugzeug einer deutschen Organisation wird aufgehalten. Der Kieler Seerechtsexperte Uwe Jenisch sieht die Helfer in einer schwierigen Situation.

Der deutsche Kapitän des Rettungsschiffes "Lifeline" ist sich keiner Schuld bewusst. Er wirft der EU vor, das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer in Kauf zu nehmen.

Vor dem EU-Gipfel hat sich in der Flüchtlingspolitik eine Menge Druck aufgebaut: Italien blockierte Rettungsschiffe mit Migranten, die CSU drohte Kanzlerin Angela Merkel mit Alleingängen. Am frühen Morgen gab es dann einen Kompromiss.

Die Dresdner Seenotrettungsmission "Lifeline" hat in einem Offenen Brief schwere Vorwürfe gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erhoben.

Das Flüchtlings-Rettungsschiff "Lifeline" darf Richtung Malta steuern um Windschutz zu suchen. Seit fast einer Woche harrt es im Mittelmeer aus.

Die Lage auf dem im Mittelmeer wartenden Flüchtlings-Schiff "Lifeline" wird immer problematischer. Viele der Menschen an Bord sind seekrank. Müssen sie noch weiter ausharren, könnte die Situation eskalieren.

Für das blockierte Flüchtlings-Rettungsschiff "Lifeline" im Mittelmeer hat das Warten ein Ende. Das Schiff darf im Hafen von Malta anlegen.

Die Odyssee der "Aquarius" wiederholt sich im Mittelmeer. Dieses Mal ist ein deutsches Rettungsschiff mit Migranten betroffen. Auf der "Lifeline" harren seit Tagen gerettete Flüchtlinge aus - und werden zum Spielball der Politik.

Mit der Aufnahme der "Aquarius" und anderen Aktionen entwickelt sich Spanien zu einer Art "Flüchtlingsparadies". Die 629 Migranten, die am Sonntag in Valencia eintrafen, können sich ob des Timings glücklich schätzen. Aber in Spanien regt sich auch Widerstand.

Die Einsätze der Bundeswehr im Mittelmeer und am Balkan werden fortgesetzt. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag. Aktuell sind rund 800 Soldaten an den Missionen vor der libyschen und libanesischen Küste sowie im Kosovo beteiligt.

Vor der Küste der tunesischen Ferieninsel Djerba ist Fischern ein Weißer Hai ins Netz gegangen.