• Der Jahn aus Regensburg hält mit dem Karlsruher SC Schritt und feiert ebenso einen Traumstart in die neue Saison der 2. Bundesliga.
  • Aufsteiger Hansa Rostock überrascht bei Hannover 96.
  • Und der 1. FC Heidenheim triumphiert dank eines Traumtores nach Rückstand bei Aufsteiger Ingolstadt.

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Nach dem Karlsruher SC hat auch Jahn Regensburg den zweiten Sieg im zweiten Spiel der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga gefeiert.

Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic gewann am Samstag das Duell der Kellerklubs der Vorsaison gegen den SV Sandhausen mit 3:0 (1:0) und liegt mit sechs Punkten gleichauf mit Spitzenreiter Karlsruher SC. Der KSC hatte am Freitag mit dem 3:0 gegen Darmstadt 98 den zweiten Erfolg eingefahren.

Für Regensburg erzielten Neuzugang Carlo Boukhalfa (34. Minute), Scott Kennedy (70.) und Joël Zwarts (82.) vor 5.018 Zuschauern die umjubelten Treffer. Die Schlussphase musste Sandhausen nach der Gelb-Roten Karte für Oumar Diakhite (75. Minute) in Unterzahl bestreiten.

In einem temporeichen Spiel mit viel Einsatz und Laufbereitschaft beider Teams ging der Jahn verdient in Führung. Nach einem Einwurf der Gäste verloren diese zweimal den Ball, Startelf-Debütant Boukhalfa schloss platziert aus 20 Metern ab. Der 22-Jährige durfte nur von Beginn an ran, weil Max Besuschkow kurzfristig ausfiel.

Andreas Albers (46.), Sarpreet Singh (60.) und David Otto (65.) verpassten das beruhigende 2:0. Das besorgte Kennedy zur Freude der lautstarken Fans und von Trainer Mersad Selimbegovic. Zwarts sorgte kurz nach seiner Einwechslung für den Schlusspunkt.

Aufsteiger Hansa Rostock überrascht im Nord-Duell in Hannover

Ein Coup gelang Aufsteiger Hansa Rostock mit dem 3:0 (1:0) im Nordduell bei Hannover 96. Vor 13.600 Zuschauern feierte Rostock verdient seinen ersten Saisonsieg. Hanno Behrens schoss in der 40. Minute das Führungstor für die Rostocker. Kurz zuvor musste Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler schon zweimal gegen John Verhoek (39.) und Streli Mamba (39.) retten. Nur wenige Sekunden nach der Pause erhöhte der Niederländer Verhoek auf 2:0 (46.). In der Nachspielzeit legte Nik Omladic (90.+3) einen dritten Treffer nach.

Die 96er enttäuschten nur eine Woche nach ihrem überzeugenden Saisonauftakt bei Werder Bremen (1:1) vor allem in der Offensive. Die kurioseste Szene des Spiels blieb lange Zeit auch Hannovers gefährlichste: Denn in der 33. Minute platzte bei einem Torschuss von Sebastian Ernst der Ball. Torwart Markus Kolke hatte Schwierigkeiten, das eiernde Spielgerät festzuhalten. Danach schoss er den kaputten Ball in den Gästeblock mit mehreren Hundert lautstarken Hansa-Fans - und das Spiel ging mit einem neuen weiter.

Hannover fiel nach dem Rückstand nicht mehr viel ein. Die Rostocker waren bei ihren Kontern gefährlicher als die Niedersachsen bei ihrem Versuch, noch Druck aufzubauen.

Der 1. FC Heidenheim dreht dank eines Traumtores die Partie in Ingolstadt

Aufstiegs-Geheimfavorit 1. FC Heidenheim kam nach Rückstand noch zu einem 2:1 (0:0) bei Aufsteiger FC Ingolstadt.

Verantwortlich dafür war ein Kunstschuss von Tim Kleindienst. Der 25 Jahre alte Stürmer (75. Minute) traf aus dem Mittelkreis. Zuvor hatte Joker Patrick Schmidt (73.) für den Ausgleich gesorgt. Vor 3.360 Zuschauern hielt die Freude der Oberbayern über den Führungstreffer von Filip Bilbija (59. Minute) nicht lange.

Eine Woche nach dem enttäuschenden 0:3 in Dresden präsentierten sich die Ingolstädter deutlich verbessert. Die Mannschaft von Roberto Pätzold ging defensiv viel konzentrierter und energischer zur Sache, machte gut die Räume dicht. Der erst am Freitag vom SV Sandhausen verpflichtete Mittelfeldspieler Denis Linsmayer präsentierte sich gleich als Führungskraft und gab viele Kommandos.

Nachdem vor der Pause ein Treffer von Heidenheims Christian Kühlwetter (25.) wegen einer Abseitsstellung nicht zählte, schlug Ingolstadt nach dem Seitenwechsel zu. Bei einem Konter legte Merlin Röhl für Bilbija auf, der aus kurzer Distanz abschloss.

Die Antwort der Gäste folgte per Doppelschlag. Erst glich Schmidt nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Robert Leipertz aus, dann überraschte Kleindienst Keeper Fabijan Buntic mit seinem Heber. (dpa/hau)

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