Lionel Messi vom FC Barcelona, Real Madrids Cristiano Ronaldo oder Franck Ribery vom FC Bayern München - wer bekommt heute Abend (ab 17:30 Uhr im Liveticker) in Zürich den Ballon d'Or überreicht und wird Weltfußballer 2013? Die Chancen der Superstars im Check.

Schnappt sich Lionel Messi zum fünften Mal in Serie den Titel des Weltfußballers des Jahres? Macht Tormaschine Cristiano Ronaldo das Rennen? Oder erhält Franck Ribery den Ballon d'Or? Wir tickern das Event aus Zürich ab 17:30 Uhr live!

Das spricht für Lionel Messi:

Unglaubliche viermal in Folge gewann Lionel Messi die Wahl zum besten Fußballer des Jahres. Bei der Ehrung im vergangenen Jahr wurde der Offensivkünstler des FC Barcelona mit Standing Ovations bedacht. Für die meisten Experten ist der 26-jährige Argentinier immer noch der beste Spieler des Planeten - ihm zuzusehen ist und bleibt eine Augenweide. 2013 traf Messi insgesamt 45 Mal in 47 Pflichtspielen. Für einen Torerfolg benötigt der Superstar des FC Barcelona durchschnittlich nur etwas über 78 Minuten.

Das spricht gegen Lionel Messi:

Messi ist zwar Titelverteidiger, aber keineswegs Favorit. Bereits bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres landete der Argentinier nur auf dem zweiten Rang - hinter Bayern Münchens Franck Ribery. Seit Ende September 2013 ist "La Pulga" ("der Floh") in der Primera Division ohne Torerfolg, was auch an diversen Verletzungen lag. Den kompletten Dezember musste Messi wegen eines Muskelrisses pausieren. Weiteres Minus: In den Champions-League-Duellen mit den Bayern im Halbfinale des Vorjahres blieb Messi blass.

Das spricht für Cristiano Ronaldo:

Er trifft und trifft und trifft! Cristiano Ronaldo erzielte im Vorjahr 69 Tore in 59 Pflichtspielpartien - ein Wahnsinnswert. Insbesondere in den vergangenen Monaten spielte Ronaldo so stark wie noch nie zuvor. Mit seinen vier Treffern in den WM-Playoffs gegen Schweden schoss er Portugal zur Weltmeisterschaft nach Brasilien. Bei Real Madrid ist er seit Jahren erfolgreichster Torjäger - natürlich auch 2013. Nach einem dritten und drei zweiten Plätzen stehen Ronaldos Chancen gut, nach 2008 zum zweiten Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt zu werden.

Das spricht gegen Cristiano Ronaldo:

Ein wichtiges Kriterium, das gegen Ronaldo spricht, ist die Anzahl der gewonnen Titel. In dieser Kategorie liegt der Portugiese für das Jahr 2013 bei Null! Das sind gleich fünf Titel weniger als Ribery mit dem FC Bayern München (Champions League, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal, europäischer Supercup und Klub-Weltmeisterschaft) einheimste. Auch Messi holte mit Barcelona immerhin zwei Trophäen (spanische Meisterschaft und spanischer Supercup). Zudem könnte sich Ronaldo mit seinem narzisstischen Macho-Gehabe und arroganten Sprüchen selbst um den Titel bringen.

Das spricht für Franck Ribery:

Franck Ribery ist der beste Spieler des momentan besten Teams der Welt - für viele ist der Franzose daher die folgerichtige Wahl. Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer legt sich fest: "Franck Ribery war im vergangenen Jahr der kompletteste und beste Spieler. Ich glaube, dass nur er das werden kann." Zu gleich fünf Titeln des deutschen Rekordmeisters steuerte der 30-Jährige sein Können bei. Bereits im August vergangenen Jahres wurde Ribery zu Europas Fußballer des Jahres gewählt - verschlechtert haben sich die Leistungen des Linksaußen seither nicht.

Das spricht gegen Franck Ribery:

48 Scorer-Punkte (23 Tore, 25 Vorlagen) im Jahr 2013 ist ein formidabler Wert, doch bei weitem nicht so gut wie bei Ronaldo. Ribery ist zwar der bessere und effektivere Teamplayer, dennoch steht der Linksaußen in Sachen Torgefahr im Schatten seines portugiesischen Pendants von Real Madrid.