Der VfL Wolfsburg hat sich mit einem lockeren Sieg im internationalen Fußball zurückgemeldet. Zum Europa-League-Auftakt schlugen die "Wölfe" den ukrainischen Club Oleksandrija. Die nächsten Aufgaben in Frankreich und Belgien dürften deutlich schwerer werden.

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Der VfL Wolfsburg hat in der Europa League eine vollständige Blamage der Fußball-Bundesliga verhindert. Als einziger deutscher Verein gewannen die Niedersachsen ihr Auftaktspiel gegen den Außenseiter PFK Oleksandrija aus der Ukraine mit 3:1 (2:0). "Das sind Spiele, in denen jeder einen Sieg erwartet, und das ist nicht so einfach, wie es auf dem Papier aussieht", sagte Mehmedi: "Wir haben das Spiel sehr gut im Griff gehabt."

Den ersten Europacup-Abend des VfL nach dreieinhalb Jahren verfolgten am Donnerstag bloß 10 112 Zuschauer in der nicht einmal halbleeren Volkswagen Arena. Doch wenn sie schon kein spektakuläres Spiel oder einen spektakulären Gegner zu sehen bekamen, wurden ihnen wenigstens die Selbstironie der grün-weißen Fankurve ("10 000 Wolfsburger, Schalalalala") und vier zumeist sehenswerte Tore geboten.

Beim 1:0 durch einen 30-Meter-Schuss von Maximilian Arnold lenkte sich der ukrainische Torwart Juri Pankow den Ball in der 20. Minute ungeschickt ins eigene Tor. Nur vier Minuten später veredelte Admir Mehmedi mit einem schönen Schlenzer eine per Hackentritt erbrachte Vorarbeit von Josip Brekalo (24.). Der Anschlusstreffer der ansonsten harmlosen Ukrainer gelang Jewgen Banada per Direktabnahme nach einem Freistoß (66.). Doch nur eine Minute später legte diesmal Mehmedi für seinen Sturmkollegen Brekalo auf (67.).

Jerome Roussillon sticht heraus

Trotzdem war dieser Auftakterfolg für die "Wölfe" nicht mehr als ein Pflichtsieg gegen den vermeintlich leichtesten Gegner in dieser Gruppe I. Um am Ende einen der beiden ersten Plätze zu belegen und in die K.o.-Phase einzuziehen, muss die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner vor allem gegen AS Saint-Etienne aus Frankreich (3. Oktober) und KAA Gent aus Belgien (24. Oktober) bestehen.

Die Europa-League-Debütanten aus Oleksandrija rechtfertigten am Donnerstag nur eine Viertelstunde lang jenes Lob, das ihnen Glasner noch am Vortag entgegengebracht hatte ("Sehr gut organisiert"). Danach war ihnen der Bundesligist in allen Belangen überlegen. Das Spiel lief fast nur in Richtung des ukrainischen Tores.

Die meisten Wolfsburger Angriffe wurden dabei über die starke linke Seite mit dem spielfreudigen Kroaten Brekalo und dem besonders auffälligen Franzosen Jerome Roussillon vorgetragen. Beide brauchen solche internationalen Auftritte besonders, um sich bei ihren Nationaltrainern in Erinnerung zu rufen.

Auf der rechten Seite verdrängte derweil der für rund neun Millionen Euro verpflichtete Schweizer Kevin Mbabu zum ersten Mal in dieser Saison den Brasilianer William aus der Startelf. Mehr Rotation gönnte Glasner seinem in drei Wettbewerben vertretenen Kader nicht. (br/dpa)


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