Gerade erst hatte Bundestrainer Joachim Löw betont, dass er Mario Götze nicht aus den Augen verliert. Lothar Matthäus aber findet, dass der WM-Held von 2014 momentan nicht bereit ist für eine Rückkehr in die Nationalmannschaft.

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Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (59) sieht eine mögliche Rückkehr von Mario Götze in die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kritisch - trotz der guten Kritiken für den Ex-Dortmunder bei seinem neuen Klub PSV Eindhoven.

"Da Mario im Grunde das Tempo fehlt, sehe ich ihn erst einmal nicht als Verstärkung in der Nationalmannschaft", schrieb Weltmeisterkapitän Matthäus in seiner Kolumne "So sehe ich das" auf "skysport.de".

Matthäus: Löw hat in der Offensive nicht die größten Sorgen

Der fünfmalige WM-Teilnehmer freut sich zwar, dass Götze eine "neue fußballerische Heimat" gefunden hat, in der er sich "offensichtlich sehr wohlfühlt und sehr gute Leistungen bringt". Andererseits sieht er den 28-Jährigen aber dennoch nicht auf demselben Niveau wie die Konkurrenz in der Offensive des DFB-Teams: "Ich denke, dass Löw aber vor allem in der Offensive nicht die allergrößten Sorgen hat."

Löw hatte zuletzt über Götze gsagt: "Wir verlieren auch ihn nicht aus den Augen, ganz klar." Das Letzte von bislang 63 Länderspielen (17 Tore) des früheren Münchners liegt knapp drei Jahre zurück. Löw berichtete, er habe in den vergangenen Wochen "immer wieder Kontakt" zu Götze gehabt, der ihn über seine Planungen "auf dem Laufenden gehalten" habe.

Matthäus glaubt, dass dem Bundestrainer "alles zuzutrauen" ist, da er ein Trainer sei, der zu den Spielern stehe, denen er die größten Erfolge zu verdanken habe. "Mario gehört allein durch seinen Sieg-Treffer im WM-Finale 2014 zu dieser Kategorie", meinte Matthäus. (AFP/mbo)  © AFP

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