Ohne deutschen Podestplatz in den beiden Verfolgungsrennen der Frauen und Männer endet der Heim-Weltcup im Schneetreiben von Ruhpolding. Benedikt Doll und Denise Herrmann aber überzeugen trotzdem.

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Die Verfolgungsrennen der Frauen und Männer haben den Heim-Weltcup der Biathletinnen und Biathleten in Ruhpolding beschlossen.

Bei der WM-Generalprobe verpassten erst Denise Herrmann über zehn Kilometer und anschließend Benedikt Doll über 12,5 Kilometer einen Platz auf dem Podest vergleichsweise knapp.

Doll kann Christiansen und Desthieux nicht bis ins Ziel folgen

Doll, Dritter des Sprints drei Tage zuvor, leistete sich nur einen Schießfehler und wurde am Ende Fünfter. Bis zum Schluss kämpfte der 29-Jährige um das Podest, musste aber kurz vor dem Zielstrich den Norweger Vetle Sjastad Christiansen und Simon Desthieux aus Frankreich ziehen lassen.

Beim vierten Sieg in Serie des fehlerfreien Franzosen Martin Fourcade vor seinem Teamkollegen Quentin Fillon Maillet sicherte sich Christiansen Rang drei.

In Abwesenheit von dessen Landsmann Johannes Thingnes Bö, der zu Hause bei seiner Frau und seinem in der Vorwoche geborenen Sohn weilt, baute Fourcade seine Führung im Gesamtweltcup aus.

Vor 22.000 Zuschauern in der Chiemgau Arena wurde der Sprint-Siebte Philipp Nawrath Zwölfter. Olympiasieger Arnd Peiffer kam als 14. ins Ziel, Roman Rees belegte Rang 19. Der Sprint-Neunte Johannes Kühn musste sich nach sechs Fehlern mit Platz 24 zufrieden geben.

Denise Herrmann macht 13 Ränge gut

Weltmeisterin Herrmann hatte zuvor im Rennen der Frauen dem teils dichten Schneefall getrotzt und einmal mehr ihr beeindruckendes Laufvermögen unter Beweis gestellt.

Trotz drei Schießfehlern schob sich die 31-Jährige vom Start bis ins Ziel um 13 Positionen nach vorne. Im Ziel hatte Herrmann 1:11,8 Minuten Rückstand auf die siegreiche Tiril Eckhoff aus Norwegen.

Die 29-jährige Siegerin des Sprint-Wettbewerbs vom Mittwoch musste nur einmal in die Strafrunde und baute mit ihrem sechsten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup aus. Rang zwei sicherte sich Paulina Fialkova aus der Slowakei vor der Schwedin Hanna Öberg.

Franziska Preuß kam nach zwei Strafrunden als Zwölfte ins Ziel, die von Platz 38 gestartete Karolin Horchler wurde 17.

Einen erneuten Rückschlag am Schießstand musste Vanessa Hinz hinnehmen. Die Sprint-Achte, die in der viertplatzierten Staffel bereits zwei Strafrunden geschossen hatte, leistete sich vier Fehler und rutschte auf Rang 21 zurück. Maren Hammerschmidt, im Sprint nur 43., beendete das Rennen nach ihrer Aufholjagd auf Rang 28. Sie leistete sich einen Schießfehler weniger als Hinz. (dpa/hau)

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