Julian Assange

Julian Assange ‐ Steckbrief

Name Julian Assange
Bürgerlicher Name Julian Paul Assange
Beruf Politischer Aktivist, Journalist, WikiLeaks-Gründer, Programmierer, Ex-Hacker
Geburtstag
Sternzeichen Krebs
Geburtsort Townsville (Queensland, Australien)
Staatsangehörigkeit Australien
Größe 188 cm
Geschlecht männlich
Haarfarbe weiß
Augenfarbe grün-braun

Julian Assange ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Julian Assange spaltet die Gemüter wie kein anderer: Bekannt wird er als politisch aktiver Journalist und Sprecher der Enthüllungswebsite WikiLeaks.

1971 wird Julian Paul Assange im subtropischen Townsville in Queensland (Australien) geboren. Noch vor seiner Geburt trennen sich seine Eltern, auch sein späterer Stiefvater Brett Assange verlässt die Familie 1979. Assanges Kindheit ist wegen häufiger Schulwechsel und diverser Umzüge sehr unstet. Mit 16 Jahren beginnt der Australier unter dem Synonym "Menda" 1987 mit dem Hacken und schließt sich unter dem Namen "International Subversives" mit zwei weiteren Hackern zusammen. Bereits 1991 durchsucht die australische Polizei sein Haus in Melbourne, um Beweise gegen ihn und seine Hacker-Aktivitäten zu finden - mit Erfolg. Knapp ein Jahr später wird er wegen Hackens in 24 Fällen angeklagt, muss 2.100 australische Dollar Strafe zahlen und bekommt eine Bewährungsstrafe.

Doch auch die Strafen halten Assange nicht von der Welt des Hackens ab: Er beschäftigt sich viel mit Verschlüsselungstechniken und entwickelt im Zuge dessen 1997 das Dateisystem "Rubberhose", ein kryptografisches Archivsystem.

Auch in der Liebe läuft es für Assange zu jener Zeit gut: Während seiner Zeit als Hacker lernt er seine spätere Frau Teresa Assange kennen, 1989 ziehen die beiden zusammen und bekommen einen Sohn. Doch 1991 trennt sich das Paar. Erst 1999 einigen sich die beiden auf ein gemeinsames Sorgerecht.

Von 2003 bis 2006 studiert er Physik, Mathematik und Informatik an der University of Melbourne, schließt jedoch sein Studium nicht ab.

Nach dem Studium bereist er mehrere Länder, in denen er jeweils für einige Zeit arbeitet und lebt. Unter anderem lebt er in den USA, Großbritannien, im Iran und in China.

2006 wird die Internet-Plattform WikiLeaks geboren. Die Plattform funktioniert ähnlich wie Wikipedia, weil dort die Nutzer die Seite mitgestalten können und Informationen wertfrei dargestellt werden. Die sich auf dem Portal befindlichen Dokumente werden ungefiltert veröffentlicht. Assange gefällt die Idee der transparenten Informationsverbreitung auf allen Ebenen und tritt seit dem Gründungsjahr der Plattform als Initiator und treibende Kraft auf. Bis Herbst 2009 entwickelt sich WikiLeaks sich zu einer zentralen Sammelstelle für 1,2 Millionen Dokumente. Dabei ist es egal, ob es sich um Geheimakten von Guantánamo Bay handelt oder um Kriegsverbrechen im Irak.

Im Zuge seiner Arbeit für die Plattform wird Assange mehrere Male auf internationalem Terrain verhaftet, zensiert, verklagt und abgehört.

2008 gewinnt Julian Assange den Economist Index on Censorship Award. 2009 wird ihm sogar der Amnesty International Media Award (New Media) verliehen, da er detaillierte und gut recherchierte Berichte über Hinrichtungen ohne jegliches Gerichtsverfahren veröffentlicht.

Doch 2010 verändert sich die Situation um Julian Assange vollkommen: Auf unerklärtem Weg verschafft er sich Zugang zu 92.000 Geheimdokumenten der NATO und veröffentlicht sie absolut ungefiltert. Doch damit ist noch nicht Schluss: Am 28. November 2010 beginnt WikiLeaks über 250.000 geheime Dokumente amerikanischer Diplomaten zu veröffentlichen. Seitdem gilt er den USA gegenüber als Bedrohung für die nationale Sicherheit. Der genaue Grund dafür wird nicht genannt.

Nachdem die USA auch Deutschland, Australien und Großbritannien darum bitten, ihnen bei der Suche nach Julian Assange behilflich zu sein, taucht er 2010 in Schweden unter. Für den Fall einer Auslieferung an die USA fürchtet Assange wegen dies riesigen Leaks um sein Leben.

Am 20. August 2010 wird in Schweden ein Haftbefehl wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung gegen ihn erlassen. Die Staatsanwaltschaft kann das jedoch nicht belegen, die Anklage wird fallen gelassen, am 1. September 2010 aber erneut aufgenommen.

Nachdem der Druck auf Julian Assange immer größer wird, Interpol eine "Red Notice" (Ersuchen um Festnahme oder vorläufige Festnahme mit dem Ziel der Auslieferung) wegen Verdachts auf Sexualverbrechen gegen ihn erlässt und 188 Staaten bei der Suche nach dem WikiLeaks-Gründer mithelfen, stellt er sich am 7. Dezember 2010 der Polizei in London. Bis zur Entscheidung über einen Auslieferungsantrag Schwedens kommt er gegen Kaution auf freien Fuß.

Im Februar 2011 gibt ein britisches Gericht dem schwedischen Auslieferungsantrag statt, Assange darf ausreisen. Am 19. Juni 2012 flüchtet Julian Assange in die Botschaft Ecuadors in London und beantragt dort erfolgreich politisches Asyl. Er befürchtet, dass ihm seine Heimat Australien nicht die notwendige Unterstützung liefern würde und er über Schweden in die Vereinigten Staaten ausgeliefert wird, wo ihm nach wie vor die Todesstrafe droht.

Ecuador bittet die britische Regierung vergeblich um die Erlaubnis, Assange nach Quito auszufliegen, dafür bekommt er 2017 die ecuadorianische Staatsangehörigkeit. Assange sitzt deswegen in der Botschaft fest, weil er mit der Flucht in die Botschaft gegen seine Kautionsauflagen verstößt. Verlässt er das Gebäude, droht ihm eine Festnahme. Fast sieben Jahre verbringt er in einem Zimmer in der Botschaft Ecuadors in London. Er lebt dort auf 20 Quadratmetern in einem früheren Badezimmer und isst überwiegend Fast-Food, aus Angst, dass das Essen in der Botschaft möglicherweise vergiftet sein könne. Versuche der Regierung in Quito, ihm einen Diplomatenstatus zu verschaffen, scheitern in dieser Zeit ebenfalls. Das hätte ihm ermöglicht, das Botschaftsgebäude zu verlassen, ohne festgenommen zu werden.

Im März 2018 kappt das Botschaftspersonal dann Assanges Kommunikationszugänge, weil er sich in die Angelegenheiten anderer Länder eingemischt haben soll. Ein WikiLeaks-Anwalt beschreibt Assanges Lebensumstände zu diesem Zeitpunkt als "unmenschlich". Im Oktober erlegt Ecuador Assange neue Verhaltensregeln auf und warnt, eine Verletzung der Vorgaben könne zum Entzug des Asyls führen. Unterdessen taucht in den USA ein Dokument auf, wonach gegen Assange offenbar heimlich Anklage erhoben wird.

Am 11. April 2019 wird Assange innerhalb der ecuadorianischen Botschaft festgenommen, nachdem ihm das Asyl entzogen wird. Ecuadors Präsident Lenin Moreno erklärt, Assange habe die Auflagen für sein Botschaftsasyl "wiederholt verletzt".

Die USA verlangen nun auf der Grundlage eines Auslieferungsgesuchs von 2017, Assange in die Vereinigten Staaten zu überstellen. Auch Schweden erwägt mit der neuen Situation eine diplomatische Aktion. Der frühere Hacker kämpft nun mit Hilfe seiner Anwälte gegen die Auslieferung in die USA, wo ihm fünf Jahre Haft wegen Verschwörung und dem Angriff auf Regierungscomputer drohen.

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