Der FC St. Pauli kassiert in der 2. Bundesliga die dritte Niederlage in Folge und befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Dieser versuchen auch Dynamo Dresden und der SV Wehen Wiesbaden zu entrinnen - am 16. Spieltag ohne Erfolg.

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Der FC St. Pauli hat nach dem achten sieglosen Ligaspiel in Serie große Abstiegssorgen. Die Hamburger unterlagen bei Jahn Regensburg mit 0:1.

Durch den Treffer von Marco Grüttner (42. Minute) rückten die Regensburger auf den sechsten Platz vor.

Dynamo Dresden verpasste es während des Debüts seines Interimstrainers und Ex-Spielers Heiko Scholz, den letzten Tabellenplatz zu verlassen.

Die Sachsen kamen gegen den SV Sandhausen über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus. Neben Dresden bleibt auch der SV Wehen Wiesbaden nach dem 0:0 im hessischen Derby gegen Darmstadt 98 auf einem direkten Abstiegsplatz.

Marco Grüttner gelingt Traumtor gegen den FC St. Pauli

Auf dem steht St. Pauli noch nicht. Doch die Negativserie des Klutklubs vom Millerntor reißt nicht ab.

Den Siegtreffer für Gastgeber Regensburg erzielte Jahn-Kapitän Marco Grütter (42. Minute), der Pauli-Keeper Robin Himmelmann vor 15.026 Zuschauern mit seinem feinen Hackentrick keine Chance ließ.

In der Schlussphase riskierte Pauli nach der Gelb-Roten Karte für Philipp Ziereis (69.) in Unterzahl alles, doch Regensburg brachte den Vorsprung über die Zeit.

Beide Mannschaften starten zäh ins Spiel. Nach wenig Spielfluss am Anfang hatte Regensburg in der ersten Halbzeit insgesamt mehr Ballbesitz, St. Pauli dafür die besseren Chancen. Aber Henk Veerman brachte den Ball gleich viermal nicht im Tor unter.

Kurz vor der Halbzeitpause traf Grütter dann mit einem Traumtor: Mit der Hacke beförderte er den Ball nach Vorarbeit von Andreas Albers ins Eck.

In der zweiten Halbzeit schalteten beide Teams noch mal einen Gang hoch: In der 55. Minute ließ Mats Möller Daehli eine Top-Chance zum Ausgleich aus, Alexander Meyer parierte stark im Jahn-Tor. Sebastian Stolze vergab bei einem Pfostenschuss das 2:0 (78.).

Dresden gewinnt auch unter Heiko Scholz nicht

Dynamo Dresden kommt auch unter Interimstrainer Scholz nicht in Tritt - trotz der frühen Führung gegen Sandhausen durch Alexander Jeremejeff nach fünf Minuten. Dieses Tor glich Robin Scheu (30.) vor 25.000 Zuschauern aus

Damit hat Dynamo aus den vergangenen neun Spielen nur einen Sieg geholt, Sandhausen ist seit sechs Partien ungeschlagen.

Dresden gelang ein Traumstart. Baris Atik nutzte eine eklatante Lücke auf der linken Seite und flankte in den Strafraum, wo Jeremejeff mühelos sein viertes Saisontor erzielte.

Kevin Behrens (14.) jubelte über den Ausgleich, wurde aber vom Videoschiedsrichter (VAR) wegen Abseits zurückgepfiffen.

Wenig später entschieden Schiedsrichter Benjamin Cortus und der VAR nach einem Foul von Florian Ballas zugunsten des Stürmers auf Elfmeter. Diesen verschoss Aziz Bouhaddouz, doch Scheu verwandelte im Nachschuss.

Dresden hatte sich zu Beginn der Woche von Trainer Cristian Fiel getrennt. Scholz soll künftig im Stab des neuen Cheftrainers arbeiten.

Heißester Kandidat ist offenbar Markus Kauczinski, der allerdings noch bei Ex-Klub FC St. Pauli unter Vertrag steht. Sein Arbeitspapier mit den Hamburgern müsste zunächst aufgelöst werden.

Aufsteiger Wehen Wiesbaden kommt nicht vom Fleck

Der SV Wehen Wiesbaden tritt im Abstiegskampf auf der Stelle. Vor 8.034 Zuschauern in der ersten Zweitliga-Begegnung der beiden hessischen Teams in Wiesbaden sah Darmstadts Victor Pálsson nach Videobeweis die Rote Karte (75.). Darmstadt belegt den 13. Platz.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase entwickelte sich eine muntere Partie. Die Gäste, die etwas mehr vom Spiel hatten, wurden vor allem mit Fernschüssen gefährlich, die Wehen-Keeper Heinz Lindner jedoch teils stark parierte.

Die Gastgeber hatten mit einem Kopfball von Niklas Dams (39.) die beste Gelegenheit, Lilien-Kapitän Fabian Holland rettete auf der Linie.

Nach der Pause begannen die Wiesbadener zunächst druckvoll, doch dann verflachte die Partie.

Nach einem rüden Foul an Stefan Aigner sah Pálsson zunächst Gelb. Nach Videobeweis revidierte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck seine Entscheidung und stellte den Isländer vom Platz.

In der Schlussphase kamen beide Teams noch zu einigen Gelegenheiten, ein Treffer gelang jedoch nicht mehr. (hau/dpa)

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